Tulpen am Handwerkerplatz. Foto: Hansestadt Lüneburg.

Frühlingsgefühle: Kein Schotter im Beet – Schwalben willkommen

Der Frühling ist da. Und nein: Auf den Beeten in Lüneburg wurde kein Schotter ausgelegt, sondern wasserspeichernder Mineralmulch. Und ja: Die Landkreis-Aktion “Schwalben willkommen” startet wieder. Wer sich beteiligen will, kann ein Foto des Nestes am Haus einsenden.


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg / Landkreis Lüneburg
Am: 11.05.2022 / 10.05.2022
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Foto: Hansestadt Lüneburg. Tulpen am Handwerkerplatz. 


Kein Schotter, sondern Mineralmulch: Neue Beete am Handwerkerplatz sorgen für Nachfragen

Foto: Hansestadt Lüneburg. Bei den Beeten am Handwerkerplatz handelt es sich nicht um Schotterbeete, wie mancher vermutet, sondern um Beete mit Mineralmulch.

Lilafarbene Tulpen blühen inmitten von kleinen Steinchen – dieses Bild bietet sich aktuell auf den Verkehrsinseln am Handwerkerplatz. Hat die Hansestadt Lüneburg hier etwa Schotterbeete angelegt? fragen sich einige Bürgerinnen und Bürger.

„Natürlich nicht“, beruhigt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Grünplanung. Vielmehr handelt es sich bei dem Substrat um mineralisches Mulch. Dieses Mineralmulch ist wasserdurchlässig, verringert aber die Verdunstung und schützt so die Pflanzen vor dem Austrocknen. „Solche Beete mit Mineralmulch gelten als besonders klimaresilient und kommen in Städten immer häufiger zum Einsatz“, erklärt Hesebeck.

Mineralgemisch als Wasserspeicher – Fläche wächst zu

Bei der Hansestadt Lüneburg wurde die neue Form der Beetgestaltung zuerst am Handwerkerplatz umgesetzt – gemeinsam mit der AGL. „Aktuell bauen wir das Mineralgemisch aber auch bei den Bauminseln an der Uelzener Straße ein“, sagt Hesebeck.  Unter dem Mineralmulch befindet sich jeweils ein Substrat, welches besonders gute Wasserspeicherkapazitäten besitzt.

„Die Beete am Handwerkerplatz werden komplett mit Stauden zuwachsen, so dass man den Mulch aus Splitt später gar nicht mehr sieht“, sagt Hesebeck. Zugleich kommen die Beete künftig mit deutlich weniger Wasser und Pflege aus und strahlen weniger Hitze ab.

… im Gegensatz zu Schotter, der Bewuchs verhindert

Ganz anders ist die Gestaltung bei sogenannten Schottergärten und Schotterbeeten, bei denen auch das „Pflanzsubstrat“ aus Schotter besteht und meist noch ein Vlies oder eine Folie als Trennschicht verbaut wird, um einen Bewuchs zu verhindern.

„Solche Schotterbeete sind ökologisch tot und erschweren das Versickern von Oberflächenwasser“, verdeutlicht Hesebeck.


“Schwalben willkommen”: Aktion für Nistplätze startet wieder

Alle Jahre wieder fliegen die Schwalben aus unserer Region im Herbst gen Süden. Für den Frühling und Sommer kommen sie wieder, um hier ihre Nester zu bauen. Das Problem: Für die Tiere gibt es immer weniger Nistmöglichkeiten für die Brut und Aufzucht ihrer Küken.

Aus diesem Grund startet der Landkreis Lüneburg zum 15. Mal die Aktion „Schwalben willkommen“. Interessierte sind dazu eingeladen, den Schwalben einen Nistplatz am eigenen Haus zu bieten und diesen dann fotografisch zu dokumentieren. Die Teilnahme lohnt sich: Im Herbst zeichnet Landrat Jens Böther die Schwalbenfreunde in der Ritterakademie mit der Emaille-Plakette „Schwalbenfreundliches Haus 2022“ aus.

Schwalbenstände gehen deutschlandweit zurück

Von Jahr zu Jahr schwinden die Schwalbenbestände deutschlandweit. Oftmals mangelt es an Nahrung und lehmigem Material, welches für den Nestbau besonders wichtig ist. Dies ist auch auf die steigende Versiegelung natürlicher Bodenflächen zurückzuführen. Die neuen Bauweisen von Häuserfassaden sind für die Vögel ein Problem. An den glatten Wänden können sie ihre Nester nur schwer befestigen.

„Die Schwalbe ist durch den Menschen aber auch durch die veränderten Lebensbedingungen stark gefährdet“, mahnt Landrat Jens Böther. „Mit der Aktion wollen wir auf die Situation der Vögel aufmerksam machen und ihnen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises aktiv helfen.“

Teilnahme an der Aktion: Fotos von Nestern am Haus hochladen

Zur Teilnahme an der Aktion können Fotos der Nester am eigenen Haus bis zum 9. September über die Internetseite des Landkreises unter landkreis-lueneburg.de/schwalben hochgeladen werden.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger an der Nistplatzaktion. Bilder und Erfahrungsberichte zum Leben mit den Schwalben können auch direkt an den Fachdienst Umwelt geschickt werden – per Mail an schwalbe@landkreis-lueneburg.de oder per Post an den Landkreis Lüneburg, Fachdienst Umwelt, Auf dem Michaeliskloster 4, 21335 Lüneburg. Fragen beantworten außerdem Claudia Mentz und Susanne Reisgies unter der Telefonnummer 04131 26-1445 bzw. 04131 26-1208.

Um neue Nester zu melden, eingesendete Bilder oder Standorte von Nistplätzen einzusehen, können Interessierte ebenfalls im Internet unter landkreis-lueneburg.de/schwalben nachschauen.

Ganz schön hungrig ...  Schwalbennest mit Jungen. Foto: Joachim Marian Winkler, Pixabay.

Ganz schön hungrig … Schwalbennest mit Jungen. Foto: Joachim Marian Winkler, Pixabay.


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