Foto: Christine Böhm. Sprühnebel im Test. Marktplatz Lüneburg, 30. Juli 2026.

Hansestadt-News: Sprühnebel, Solarstrom fürs Museum, Warnschilder am Bögelkreisel und Spielplatz Tartuer Straße

Infos aus der Stadtverwaltung: Der Sprühnebel am Marktplatz kam gut an und wird nun weiter getestet. Das Museum Lüneburg bekommt eine Solaranlage, die auch die energieintensive Klimaanlage versorgt. Am Bögelkreisel mahnen jetzt gelbe Schilder die Radfahrenden zu Vorsicht. Und der Spielplatz am Tartuer Platz im Hanseviertel muss vorläufig gesperrt werden, weil sich der Kunststoffbelag großflächig gelöst hat.


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 11./13.08.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Christine Böhm.


I. Nach gelungenem Auftakt: Hansestadt setzt Test von Sprühnebel auf dem Marktplatz fort

Foto: Christine Böhm. Sprühnebel im Test. Marktplatz Lüneburg, 30. Juli 2026.

Der erste Test von Sprühnebel am 30. Juli 2026 bei rund 35 °C fiel insgesamt positiv aus: Die meisten Menschen, die die Abkühlung auf dem Marktplatz ausprobiert hatten, waren angetan. Einige kamen sogar extra zum Markt, weil sie den Nebel testen wollten. Da für Freitag, 14. August, erneut Temperaturen von deutlich über 30 °C angekündigt sind, setzt die Hansestadt den Test nun fort. Die neuen Ergebnisse werden anschließend ausgewertet. Die Stadtverwaltung  will dann entscheiden, ob ein regelmäßiger Einsatz von Sprühnebel an heißen Tagen sinnvoll umsetzbar ist.

System arbeitet vollständig mit Wasserdruck

Der Sprühnebel traf bei den Nutzenden überwiegend auf Zustimmung: Viele bezeichneten ihn als „tolle Idee“, die „regelmäßig angeboten“ werden sollte. Es wurde aber auch der Wasserverbrauch kritisch hinterfragt und ob man vermeiden kann, dass der Wind den Effekt des Nebels beeinträchtigt. Beim erste Test hat sich gezeigt, dass die Sprühanlage das Wasser so stark verpresst, dass mit möglichst wenig Wasser ein möglichst großer Effekt erreicht werden kann. Dieses Ergebnis soll nun mit der Fortsetzung des Test bestätigt werden. Strom verbraucht die Sprühnebelanlage nicht, da das System vollständig mit dem Wasserdruck arbeitet.

II. Im Museum Lüneburg kommt der Strom künftig vom Dach

„Das ist ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne“, freut sich Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Auf dem Dach des Museums Lüneburg installiert die Hansestadt in den kommenden Wochen eine Photovoltaikanlage. Sie ist ein wichtiger Baustein für einen nachhaltigen und energieeffizienten Betrieb des Museums und hin zu einer klimafreundlichen Energieversorgung der kommunalen Gebäude. Dafür investiert die Hansestadt Lüneburg 110.000 Euro.

Solarstrom versorgt die energieintensive Klimaanlage

Die Anlage verfügt über eine Gesamtleistung von etwa 70 Kilowatt Peak (kWp), verteilt auf drei Teilgeneratoren mit jeweils rund 23 kWp auf den Dächern des 2015 errichteten Museumsgebäudes. Die Photovoltaikanlage wird voraussichtlich rund 65.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Der erzeugte Solarstrom soll insbesondere die energieintensive Klimaanlage des Museums versorgen. Sie stellt ein dauerhaft stabiles Raumklima sicher. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für die fachgerechte Lagerung und Ausstellung der wertvollen Exponate.

„Mit der Maßnahme investiert die Stadt in den Klimaschutz und stärkt den nachhaltigen Betrieb einer ihrer bedeutendsten Kultureinrichtungen“, sagt die Oberbürgermeisterin. Mit der Installation der Photovoltaikanlage wird auch der Blitzschutz angepasst. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Laufe des Septembers 2026 abgeschlossen.

  • Museum Lüneburg: https://museumlueneburg.de 
    Aktion hitzefrei: Alle ab 67 Jahren erhalten bis Ende August 2026 an Tagen mit Temperaturen über 30 Grad Celsius Außentemperatur kostenfreien Eintritt.

III. Mehr Sicherheit am Bögelkreisel: Neongelbe Hinweisschilder mahnen zu Vorsicht

In auffälligem Gelb und mit der Aufschrift „Unfallhäufung“ mahnen jetzt neue Schilder rund um den Kreisverkehr Bögelstraße/Soltauer Straße zu besonderer Vorsicht. Die Hansestadt hat die Schilder in den vergangenen Tagen von der AGL aufstellen lassen, weil es hier wiederholt zu Verkehrsunfällen und gefährlichen Situationen gekommen ist. Das ist eine Erkenntnis der gemeinsamen Verkehrsunfallkommission von Polizei und Stadtverwaltung. Sie analysiert regelmäßig die Schwerpunkte der Verkehrsunfälle in der Hansestadt.

Polizei und Verkehrswacht: Vorsicht und Rücksichtnahme

Mit den auffälligen Warnhinweisen hat die Verwaltung eine Idee der Verkehrswacht umgesetzt. Sie möchte Verkehrsteilnehmende so noch stärker für erhöhte Aufmerksamkeit sensibilisieren. In der Vergangenheit waren an dem Kreisverkehr bereits Maßnahmen umgesetzt worden, wie die blinkenden Warnlichter vor dem Radweg, der die Ausfahrt in die Bögelstraße quert. Hansestadt und Polizei appellieren an alle Verkehrsteilnehmenden, die Hinweise ernst zu nehmen, besonders umsichtig zu fahren und gegenseitig aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Das neue gelbe Schild "Unfallhäufung" soll für mehr Sicherheit am Bögelkreisel sorgen.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Das neue gelbe Schild „Unfallhäufung“ soll für mehr Sicherheit am Bögelkreisel sorgen.

IV. Spielplatz am Tartuer Platz im Hanseviertel: Aus Sicherheitsgründen aktuell gesperrt

Der Spielplatz am Tartuer Platz im Hanseviertel ist bis auf Weiteres gesperrt. Mitarbeitende der Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL) haben den Kletterspielplatz kurzfristig abgesichert, nachdem erneute Schäden an der Kunststofffläche festgestellt wurden. „Der Kunststoffbelag hat sich großflächig gelöst“, erklärt Constanze Keuter, Bereichsleiterin Grünplanung bei der Hansestadt Lüneburg. Erst im vergangenen Jahr 2025 hatte die Stadt Arbeiten an den Rändern der Kunststofffläche und am angrenzenden Hang durchführen lassen.

Ob der nun aufgetretene Schaden möglicherweise mit den hohen Temperaturen und der starken Sonneneinstrahlung auf der Fläche zusammenhängt, wird die Hansestadt prüfen. „Darüber hinaus müssen wir klären, ob es sich um einen verdeckten Mangel handelt, der unter die Gewährleistung fällt“, sagt Keuter.

Ursachen für Schaden werden geklärt

Der Spielplatz liegt gegenüber vom Leuchtturmspielplatz und ist 2021 eingeweiht worden. „Es tut uns leid für die vielen Kinder, die diesen Spielplatz gerne nutzen. Aus Sicherheitsgründen müssen wir ihn jedoch vorerst sperren“, sagt Keuter. Sobald die Ursachen für den Schaden geklärt sind und das weitere Vorgehen feststeht, wird die Hansestadt dazu erneut informieren.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Der Kunststoffbelag im Spielbereich löst sich hier. August 2026.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Der Kunststoffbelag im Spielbereich löst sich hier. August 2026.

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