Leine rettet Leben. Foto: Christian Storb, Pixabay.

Landkreis: Aujeszkysche Krankheit bei Wildschweinen – Hunde an die Leine nehmen!

Ein zweiter Fall der Aujeszkyschen Krankheit wurde bei Wildschweinen im Landkreis Lüneburg entdeckt. Für Menschen und Wildschweine ist die Erkrankung nicht dramatisch, für Hunde und Katzen jedoch tödlich. Der Landkreis weist auf die Leinenpflicht für Hunde hin, die sowieso bis zum 15. Juli gilt.


Mitteilung von: Landkreis Lüneburg
Am: 09.05.2022
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Aujeszkyschen Krankheit: Vorsicht bei Hunden und Katzen!

Im Landkreis Lüneburg gibt es jetzt den zweiten Fall der Aujeszkyschen Krankheit, die Wildschweine befällt. Für sie verläuft die Viruskrankheit nicht dramatisch, auch Menschen erkranken nicht an dem Virus. Für Hunde und Katzen ist ein Virenbefall jedoch tödlich, warnt das Veterinäramt des Landkreises. Kommen Hunde oder Katzen mit Schweinekadavern in Berührung, könnten sie sich infizieren und sterben daran.

Hunde bis zum 15. Juli anleinen – im Naturschutzgebiet ganzjährig Leinenpflicht

In diesem Zusammenhang weist der Landkreis auf die Leinenpflicht hin, die ohnehin bis zum 15. Juli gilt – in Naturschutzgebieten gilt sie ganzjährig. Sie schützt den wildlebenden Tiernachwuchs während der Brut- und Setzzeit. Hunde an der Leine zu führen, kann außerdem eine Infektion mit der Aujeszkyschen Krankheit verhindern.

Die Leinenpflicht gilt vom 1. April bis 15. Juli im Wald und der übrigen freien Landschaft, also den dazugehörigen Wegen und Gewässern. Um Hundebesitzerinnen und -besitzer aufzuklären, hat der Fachdienst Umwelt für den Landkreis Lüneburg einen Flyer erstellt. Außerdem sind seit dem 1. April die Landschaftswarte wieder an der Ilmenau und in anderen Naturschutzgebieten unterwegs.

Weitere Informationen zur Aujeszkyschen Krankheit gibt es unter: landkreis-lueneburg.de/tierseuchen

Information: Aujeszkysche Krankheit

Die Pseudowut oder Aujeszkysche Krankheit ist eine durch das Aujeszky-Virus hervorgerufene, anzeigepflichtige Tierseuche mit geringer Pathogenität für den Menschen. Der Erreger gehört zur Familie der Herpesviren. Sein eigentlicher Wirt sind Schweine. Die Krankheit ist nach dem ungarischen Tierarzt Aladár Aujeszky benannt.

Bei nahezu allen Säugetieren verläuft die Infektion tödlich. Primaten und somit auch Menschen sind jedoch für das Virus nicht empfänglich. Beim Schwein verläuft sie als zyklische Allgemeininfektion. Wie bei allen Herpesinfektionen gibt es bei SHV-1 bei Schweinen eine latente (meist lebenslange) Infektion, welche insbesondere unter Stress reaktiviert wird.
Nach: Wikipedia – https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudowut


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