Ministerin Honé mit Claudia Kalisch und Finn Kubisch. 20.09.2022. Foto: Hansestadt Lüneburg.

Lüneburg: Millionen-Förderbescheid zur Aufwertung der Innenstadt übergeben

Knapp vier Millionen Euro EU-Gelder erhält Lüneburg für die Aufwertung und Attraktivierung der Innenstadt. Die Neugestaltung des Marienplatzes, das Ilmenau-Ufer als Naherholungsbereich und mehr Wohnraum in der Altstadt sind drei Leitprojekte. Weitere Vorhaben können jetzt beantragt werden.


Mitteilung von: Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung 
Am: 20.09.2022
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Foto: Hansestadt Lüneburg


Ministerin Honé übergibt Förder-Bescheid an Oberbürgermeisterin Kalisch

Foto: Hansestadt Lüneburg. Lüneburg ist drin im Programm Resiliente Innenstädte – über den offiziellen Bescheid von Regionalministerin Birgit Honé (M.) freuen sich Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Finn Kubisch aus der Stabsstelle Nachhaltige Stadtentwicklung auf dem Marienplatz. Die künftige Umgestaltung des Platzes ab 2024 ist eines der Leitprojekte im Programm vor Ort.

Die Hansestadt Lüneburg ist in das Förderprogramm „Resiliente Innenstädte“ des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten aufgenommen worden. Regionalministerin Birgit Honé übergab am Dienstag, 20. September 2022, einen entsprechenden Aufnahmebescheid und damit eine zugesagte Förderung in Höhe von 3,95 Millionen Euro aus EU-Geldern an Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. „Wir unterstützen Lüneburg mit dem Programm bei der behutsamen und nachhaltigen Umgestaltung der Innenstadt. Es geht uns darum, mehr Leben und Nutzungsvielfalt in die Städte zu bringen, klima- und umweltgerechte Mobilitäts- und Flächenkonzepte zu fördern und die Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen“, sagte Honé.

Jetzt Anträge für Projekte möglich

Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch zeigte sich erfreut, dass Lüneburg im Förderprogramm „Resiliente Innenstädte“ berücksichtigt worden ist. „Wir haben viel vor und sind startklar. Die Steuerungsgruppe, die bei allen einzelnen Vorhaben prüft und entscheidet, ob das Vorhaben Lüneburg voranbringen kann, hat bereits das erste Mal getagt, und alle sind sehr engagiert“, sagt Kalisch.

Sowohl die Hansestadt als auch städtische Töchter und beispielsweise Vereine und Initiativen können jetzt Anträge stellen für ihre Projekte. Der Zeitraum für die Umsetzung läuft bis 2027, insgesamt wird das Volumen mit den jeweiligen Eigenanteilen 6,6 Millionen Euro umfassen.

Drei Leitprojekte: Ilmenau als Erholungs- und Begegnungsgebiet, Wohnraum in der Altstadt und Marienplatz

Drei städtische Leitprojekte sind bereits fest in den Blick genommen:

  • So fließt die Ilmenau mitten durch die Innenstadt, ist aber unter anderem aufgrund von Arten-, Hochwasser- und Denkmalschutz kaum zugänglich. Hier soll untersucht werden, ob und wie der Fluss als innerstädtisches Naherholungs- und Begegnungsgebiet gestaltet werden kann.
  • Smartblock Altstadt nennt sich ein Dialogformat mit Eigentümerinnen und Eigentümern. Damit soll beispielhaft erprobt werden, wie mehr zusätzlicher Wohnraum in der Innenstadt generiert werden kann.
  • Drittens steht der Marienplatz im Mittelpunkt. Die hinter dem Rathaus und neben der Ratsbücherei gelegene Fläche wurde in der Vergangenheit vor allem als Parkplatz genutzt.
    Aktuell werden dort Bürgervorschläge für eine neue Nutzung als innerstädtischer Treffpunkt ausprobiert. Erfahrungen daraus fließen ein in die nächsten Schritte. Über das Förderprogramm „Resiliente Innenstädte“ soll ein dauerhaft tragfähiges, multifunktionales Nutzungs- und Gestaltungskonzept entwickelt und voraussichtlich bis 2024 umgesetzt werden.

Ministerin Honé lobte die Ansätze: „Sie haben eine sehr gelungene Strategie mit überzeugenden Handlungsansätzen vorgelegt. Ich bin neugierig, wie sich die Lüneburger Innenstadt in den kommenden Jahren entwickeln wird.“

Hintergrund

Das Förderprogramm „Resiliente Innenstädte“ unterstützt 15 Städte in Niedersachsen bei der langfristigen Aufwertung ihrer Zentren. Die Hansestadt Lüneburg erhält bis Ende der EU-Förderperiode 2021 – 2027 ein Budget von 3,95 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln. Damit soll die Stadt unter Beteiligung der Wirtschafts- und Sozialpartner sowie der Zivilgesellschaft Projekte zur Attraktivierung der Innenstadt entwickeln. Insgesamt stellt das Land 61,5 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung.


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