Nordost-Institut Lüneburg. Foto: Christine Böhm.

Nordost-Institut: Perestrojka und Transformation in Nordost- und Osteuropa – Vortragsreihe Mai/Juni 2026

Um die Zeit der Perestrojka und ihre Folgen geht es in der Vortragsreihe des Nordost-Instituts in Lüneburg von Mai bis Juni 2026. Die angedachten Reformen scheiterten letztendlich, doch sie leiteten einen tiefgreifenden Wandel ein. Dem gehen Wissenschaftler:innen des Nordost-Instituts gemeinsam mit internationalen Gästen in sechs Vorträgen nach. 


Mitteilung von: Nordost-Institut – Am: 29.04.2026
Online: https://www.ikgn.de/veranstaltungen/ – Foto: Christine Böhm.


Perestrojka und Transformation in Nordost- und Osteuropa

Vortragsreihe des Nordost-Instituts – 5. Mai bis 23. Juni 2026

jeweils 18:00 Uhr – Nordost-Institut (Lesesaal), Lindenstr. 31, Lüneburg

Der Begriff der Perestrojka ist eng verknüpft mit dem Namen Michail Gorbatschows, dem Tauziehen zwischen Reformern und Hardlinern in Moskau ab Anfang 1986 und dem letztendlichen Scheitern der angedachten Reformen. Doch wie verliefen die Perestrojka und die von ihr angestoßenen Prozesse in den Randgebieten der Sowjetunion und in anderen Staaten des Ostblocks? Welche langfristigen Auswirkungen hatten die Entwicklungen der Perestrojka auf den Transformationsprozess nach 1989/91 und wer hat diese Umbrüche mitgestaltet? In einer  Vortragsreihe vom 5. Mai bis zum 23. Juni 2026 nehmen Wissenschaftler:innen des Nordost-Instituts gemeinsam mit internationalen Gästen die Reformen dieser prägenden Epoche in den Blick.

Auftakt am 5. Mai 2026: Wie nahmen Angehörige verschiedener Ethnien die Impulse von Perestrojka und Glasnost auf?

Den Auftakt bildet am 5. Mai 2026 ein Vortrag von Dr. Corinna Kuhr-Korolev mit dem Titel „Perestrojka und das Ende der sowjetischen Völkerfreundschaft – Ethnonationale Aufbrüche in der russländischen Sowjetrepublik“. Mit Fokus auf Kamtschatka, der an der Beringstraße gelegenen Halbinsel im Fernen Osten, geht sie den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aufbrüchen ethnischer Gruppen und indigener Gemeinschaften nach. Wie nahmen Angehörige verschiedener Ethnien die Impulse von Perestrojka und Glasnost auf? Wie versuchten sie, ihren Alltag unter den neuen Bedingungen zu gestalten, wie organisierten sie sich, um ihre Anliegen besser vertreten zu können, und welche Handlungsspielräume boten sich ihnen?

Mehr Information

Die Vorträge finden statt jeweils um 18:00 Uhr im Lesesaal des Nordost-Instituts in Lüneburg, Lindenstr. 31. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig. Viele Vorträge werden auf dem YouTube-Kanal des Nordost-Instituts gestreamt und können dort nachträglich angeschaut werden. 

Perestroika und Transformation: Alle Vorträge in der Übersicht

  • Dienstag, 5. Mai 2026: Perestrojka und das Ende der sowjetischen Völkerfreundschaft – Ethnonationale Aufbrüche in der russländischen Sowjetrepublik
    von Dr. Corinna Kuhr-Korolev (kein Streaming)
  • Mittwoch, 13. Mai 2026: Breschnews Ukraine? Nationsvorstellungen in der spätsowjetischen Ukraine und ihre Nachwirkungen
    von Dr. Fabian Baumann
    Der Vortrag kann auf dem YouTube-Kanal des Instituts angeschaut werden.
  • Dienstag, 19. Mai 2026: Harte Währung für den Sozialismus – Blockübergreifende Direktinvestitionen im späten Kalten Krieg
    von Dr. Martin Gumiela
    Der Vortrag kann auf dem YouTube-Kanal des Instituts angeschaut werden.
  • Dienstag, 2. Juni 2026: Auf dem Weg zu einem „gemeinsamen europäischen Haus“? Der Boom der westdeutsch-sowjetischen Städtepartnerschaften in der Perestrojka
    von PD Dr. Kirsten Bönker
    Der Vortrag kann auf dem YouTube-Kanal des Instituts angeschaut werden.
  • Dienstag, 16. Juni 2026: Planwirtschaft im Wandel: Marktreform und globale Integration im Baltikum
    von PD Dr. Lars Fredrik Stöcker
    Der Vortrag kann auf dem YouTube-Kanal des Instituts angeschaut werden.
  • Dienstag, 23. Juni 2026: Perestroika und der Aufstieg des Populismus in Belarus
    von Dr. Anton Liavitski (kein Streaming)

Nordost-Institut Lüneburg

Das Nordost-Institut/Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (IKGN e.V.) nahm im Jahr 2002 seine Arbeit auf. Es initiiert, konzipiert und organisiert wissenschaftliche Veranstaltungen, Konferenzen, Workshops, Vortragsreihen etc. Stellungnahmen und Vorträge sind auch im YouTube-Kanal des Instituts zugänglich.

Zum 1. Oktober 2024 übernahm Frau PD Dr. Kirsten Bönker das Amt der Direktorin des Nordost-Instituts Lüneburg. Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Osteuropahistorikerin liegt auf der Kultur­geschichte des Russländischen Reiches des 19. und 20. Jahrhunderts, der Sowjetunion und den Transformationsprozessen der nachsowjetischen Zeit.

Wikipedia: Nordost-Institut

Das Nordost-Institut – Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (Abk.: IKGN) ist ein An-Institut der Universität Hamburg in Lüneburg in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Die Gründung war ein Teil der Konzeption zur Erforschung und Präsentation deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa, die die Bundesregierung im September 2000 beschlossen hatte.

Das Institut führt Forschungsprojekte und Tagungen durch, initiiert und betreut wissenschaftliche Publikationen, gibt jährlich das „Nordost-Archiv. Zeitschrift für Regionalgeschichte“ im Eigenverlag und die Publikationsreihe „Veröffentlichungen des Nordost-Instituts“ im Harrassowitz Verlag Wiesbaden heraus und führt die „Nordost-Bibliothek“ als Spezialsammlung wissenschaftlicher Literatur zur nordosteuropäischen Geschichte. Finanziert wird das Institut aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Hinzu kommen für einzelne Projekte Drittmittel.

Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Nordost-Institut

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