Ostpreußisches Landesmuseum. Foto: Lüne-Blog.

Ostpreußisches Landesmuseum: Ausstellungen und Veranstaltungen im Mai 2022

Führungen, Kinderclub und Vorträge im Ostpreußischen Landesmuseum im Mai. Eines der Highlights: Die Veranstaltungen am “Internationalen Museumstag”, am Sonntag, 15 Mai 2022 – mit freiem Eintritt.


Mitteilung von: Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung
Am: 13.04.2022
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Ausstellungen und Veranstaltungen des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung im Mai 2022

Ausstellungen im Mai 2022

  • Noch bis 16. Oktober 2022
    Der Elch – Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers
  • 7. Mai bis 7. August 2022
    Königsberger Rot – Erinnerungsarchäologie
    Objektcollagen von Frank Popp (1941-2020)
    Kabinettausstellung (Eröffnung: Freitag, 6.5., 18.30 Uhr)

Veranstaltungen im Mai 2022

Porträts und ihre Geschichte
Öffentliche Sonntagsführung mit Dr. Gisela Aye
Sonntag, 1. Mai 2022, 14.00 Uhr, 1,50 € zzgl. Eintritt

Personenbilder und Porträts spielen in der Kunstgeschichte eine wichtige Rolle. Das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung verfügt über aussagekräftige Darstellungen zu dieser Thematik aus unterschiedlicher Entstehungszeit, die es lohnt, genauer zu betrachten und unter unterschiedlichen Aspekten zu diskutieren. Jede Kunstepoche beeinflusste die Darstellung von Porträts. Was macht Porträtkunst aus? Wie verstanden es ostpreußische und baltische Maler, ihre Mitmenschen abzubilden? Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de erforderlich.

Der Elch ist los – Spannendes, Nachdenkliches und Amüsantes entdecken
Führung in der Reihe „Museum Erleben“ mit Dr. Christoph Hinkelmann, dem Kurator der Sonderausstellung
Dienstag, 3. Mai 2022, 14.30 Uhr, 3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)

Der Elch ist ein heimisches Wildtier – auch wenn er im heutigen Deutschland schon seit langem verschwunden ist. Doch nun kommt er zurück. Die Kulturgeschichte Europas ist reich an Bezügen zum Elch. Die unverwechselbare Geweihform, der Kopf mit der klobigen „Ramsnase“, sein staksig wirkender Gang und die Fähigkeit, sich schon in lichter Vegetation praktisch unsichtbar zu machen, haben die Menschen veranlasst, eine ganz besondere Beziehung zum Elch zu entwickeln. Die großen Tiere wurden und werden durchweg positiv gesehen und so hinterließen sie auch in der Kunst und der Mythologie mannigfache Spuren. Bei einer Führung durch die Ausstellung werden die vielfältigen Facetten der Verbindung Elch – Mensch vorgestellt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de erforderlich.

Wo lebt der Elch?
Kinderclub mit Luisa Schubert
Donnerstag, 12. Mai 2022, 15.00 bis 17.00 Uhr, Eintritt frei!

Nach der spannenden Erkundung der Sonderausstellung über „Der Elch. Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers“ können die Kinder die Frage beantworten, wo eigentlich der Elch lebt. Sie bauen ein Miniatur-Diorama. Dioramen, das sind dreidimensionale Schaubilder von Landschaften, die es in Museen gibt. Wälder und Feuchtlandschaften werden mit verschiedenen Naturmaterialien rekonstruiert. Natürlich dürfen auch ihre Bewohner nicht fehlen.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 7 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.

„Was wollen die hier?“ – Einheimische und Flüchtlinge in der Lüneburger Heide in den Jahren 1945-1949
Vortrag von Prof. George Turner
Donnerstag, 12. Mai 2022, 18.30 Uhr, Eintritt: 5,00 €

In den Jahren 1945 bis 1949 kamen mehrere Millionen Vertriebene aus den einstmals ostdeutschen Gebieten jenseits der Oder/Weichsel nach Westdeutschland. Allein in der Lüneburger Heide waren so viele Flüchtlinge aus Ostpreußen untergebracht, dass man zeitweilig von Klein-Ostpreußen sprach. Welche Probleme gab es bei der Unterbringung und der nötigen Integration? Einerseits war das Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten durch vielfache Hilfsbereitschaft gekennzeichnet, andererseits war es nie frei von Spannungen. Wie gelang dabei die Integration der Zugewanderten und wie konnten sie hier eine neue Heimat finden? Diesen Fragen wird George Turner, 1935 in Insterburg (Ostpr.) geboren und selber Flüchtling, am Beispiel der Gemeinde Ebstorf im Kreis Uelzen nachgehen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de erforderlich.

Internationaler Museumstag unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken“
Sonntag, 15. Mai 2022, 10.00 bis 18.00 Uhr, Eintritt frei!

  • 11.00 Uhr: Führung durch die Abteilung „Flucht und Vertreibung“ mit Dr. Eike Eckert
  • 14.30 -17.00 Uhr: Familienprogramm im Aktionsraum – „Die Sinne der Elche“
    Bei dieser Familienaktion geht es auf die Spur eines großen Wildtiers. Der Elch ist ein sehr scheues Tier, weshalb man ihn nur selten zu sehen bekommt. Bei einer Führung lernen die großen und kleinen Teilnehmer den größten Hirsch kennen und erfahren, wie er sieht, wie gut er hören und riechen kann.
    Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) Echem statt. Zudem können die Kinder auch „Lustige Elche“ im Atelier des Museums herstellen: Elchanhänger aus Filz, Elche aus Korken oder bedruckt auf Baumwolltaschen. Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.

Deutsche Flüchtlinge in dänischen Lagern 1945-49
Vortrag mit Kurzführung in der Reihe „Museum Erleben“ mit Dr. Eike Eckert
Dienstag, 17. Mai 2022, 14.30 Uhr, 3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)

Am 4. Mai 1945 wurde in Lüneburg auf dem Timeloberg von deutscher Seite die Kapitulation für Norddeutschland, aber auch für das zuvor besetzte Dänemark unterzeichnet. Für die deutschen Flüchtlinge aus Pommern, Danzig, Ost- und Westpreußen, die seit Anfang 1945 über den Seeweg die sicheren dänischen Häfen ansteuerten, veränderte sich ihre Lage schlagartig. Fast 250.000 Menschen wurden in dänische Internierungslager gebracht, aus denen die letzten erst 1949 nach Westdeutschland entlassen wurden.
Über die Schicksale wird Dr. Eike Eckert in einer Kurzführung mit Vortrag sprechen und im Anschluss über das vor der Eröffnung stehende neue dänische Flüchtlingsmuseums FLUGT in Oksbøl informieren. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de erforderlich.

Unter dem Sand des Samlands: Archäologische Forschung in Ostpreußen
Vortrag von Dr. Christoph Jahn
Mittwoch, 18. Mai 2022, 18.30 Uhr, Eintritt: 4,00 €

Ostpreußen gehört zu den fundreichsten archäologischen Landschaften Mitteleuropas. Die Aktivitäten der Altertumsgesellschaft Prussia haben seit der Mitte des 19. Jahrhunderts eine archäologische Sammlung mit Fundstücken aus allen Epochen der ostpreußischen Vor- und Frühgeschichte entstehen lassen. Diese Objekte zeugen von vielfältigen Kontakten zu weiten Teilen Europas, die seit vorgeschichtlichen Zeiten herrschten. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges galten die Funde der Königsberger Prussia-Sammlung als verschollen. Erst ab 1990 tauchten die Bestände in Berlin, Kaliningrad/Königsberg und Olsztyn/Allenstein wieder auf und werden seither von Archäologen aus Deutschland, Polen, Russland und Litauen rekonstruiert, erfasst und systematisch vorgelegt. Diese Funde sind für die aktuelle archäologische Forschung von großer Bedeutung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de erforderlich.

Unsere digitalen Angebote

Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern auf digitalem Weg unsere Ausstellungen und Sammlungen näherbringen. Es werden Videos auf unserem YouTube-Kanal gezeigt, in denen Lieblingsstücke, Erlesenes oder Ausstellungsmodule vorgestellt werden.
Zudem besteht auch die Möglichkeit, Online-Führungen zu unterschiedlichen Themen zu buchen.

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In unserem „Blog“, dem Kulturtagebuch, berichten wir über Projekte, Vortragsabende, Tagungen, Ferienprogramme, Studienreisen, Praktika und besondere Sammlungsstücke. Ein Blick darauf lohnt sich!

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