Leuphana Universität. Foto: J. Korn.

Leuphana Startwoche: Podiumsdiskussion zur nachhaltigen Finanzverwaltung am 11. Oktober 2022

Stiftungsgelder der Leuphana Universität in Höhe von 40-50 Millionen Euro werden bei der Nord/LB verwaltet. Bereits 2018 forderte das Student*innenparlament die Univerwaltung auf, die Gelder dort abzuziehen. Denn die Nord/LB investiert weiter in fossile Energien und Rüstung, so Fossil Free Lüneburg. Im Rahmen der Leuphana Startwoche findet dazu am Dienstag, 11. Oktober 2022, eine Podiumsdiskussion statt.


Mitteilung von: Fossil Free Lüneburg
Am: 10.10.2022
Online: https://fossilfreelueneburg.org/
Foto: Lüne-Blog


Leuphana Startwoche: Podiumsdiskussion zur nachhaltigen Finanzverwaltung der Leuphana am 11. Oktober 2022

Dienstag, 11. Oktober 2022, 19:15 Uhr – Leuphana Universität

Die Finanzverwaltung der Leuphana Universität steht schon seit langem in der Kritik. Bereits 2018 forderte das Student*innenparlament die Univerwaltung auf, die Stiftungsgelder von ca. 40-50 Mio. Euro bei der Nord/LB abzuziehen. Denn die Nord/LB investiert weiter in fossile Energien und Rüstung.

Jüngst finanzierte die Nord/LB Infrastruktur nun Mittel für ein Gasfeld vor Australien mit einem prognostizierten Treibhausgasausstoß von 15 Kohlekraftwerken über die nächsten 30 Jahre. Dies steht im klaren Widerspruch zur Gemeinwohlverpflichtung, die sich die Bank unter der Haupteigentümerschaft des Landes Niedersachsen auf die Fahnen schreibt.

Podiumsdiskussion zur nachhaltigen Verwaltung der Stiftungsgelder

Anlässlich dieser Kontroverse wird am Dienstag, den 11. Oktober 2022, ab 19:15 Uhr an der Leuphana Universität eine Podiumsdiskussion stattfinden. Leitfrage wird sein, inwiefern Banken zu Förderern einer nachhaltigen Entwicklung werden können. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Es diskutieren:

  • Christian Brei als Vizepräsident der Leuphana Universität,
  • Jens Zimmermann als Leiter des Bereichs Asset- und Portfoliomanagement bei der Norddeutschen Landesbank,
  • Silke Stremlau als Vorständin der Hannoverschen Kassen und Mitglied des Sustainable Finance Beirates der Bundesregierung,
  • Steffen Lütjann von der Initiative Fossil Free Lüneburg
  • sowie Christoph Wegener als Professor der Leuphana Universität.

Fossil Free Lüneburg versteht sich als Teil der weltweiten Fossil-Free-Kampagne der NGO 350.org. Wir setzen uns lokal für das De-investieren von unethischen und unökologischen finanziellen Mitteln und für eine sozial-ökologische Transformation im Finanzsektor ein.

https://fossilfreelueneburg.org/
Instagram: @fossilfree.lueneburg
Twitter: @FreeLuneburg

Leuphana-Startwoche 6.-14. Oktober 2022

Jedes Jahr im Herbst starten ca. 1400 Menschen mit der Opening Week in ihr Studium an der Leuphana Universität. In 84 Projektgruppen setzen sich die Studierenden mit den großen Fragen um Krieg und Frieden, die Zukunft der Demokratie, die künstliche Intelligenz oder die soziale Gerechtigkeit auseinander.

Die Opening Week ist zugleich praxisnahe Werkstatt und Forum für Ideen. In der Opening Week gewinnen die Studierenden einen ersten Eindruck von der Art und Weise, wie am College wissenschaftliche Arbeit, gesellschaftliche Praxis und Verantwortung sowie allgemeine Bildungsziele miteinander verbunden werden.

Von: Leuphana Universität Lüneburg   Am: 07.10.2022   Online: https://www.leuphana.de/


Leuphana Universität: Neue Kompensationsregeln für Dienstreisen

Die Leuphana Universität Lüneburg untermauert ihre Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit. Mit der Einführung eines Klimaschutzfonds und neuen Regeln für Dienstreisen verstärkt sie jetzt ihr Engagement für die Umwelt.

CO2-Emissionen für Dienstreisen künftig über internen Klimaschutzfonds kompensiert

Für unvermeidbare Dienstreisen mit Auto oder Flugzeug werden die dadurch verursachten CO2-Emissionen künftig über einen internen Klimaschutzfonds der Leuphana kompensiert.

Gespeist wird der Fonds aus der verpflichtenden Einzahlung eines entsprechenden CO2-Preises je Dienstreise. Die damit zur Verfügung stehenden Mittel sollen für Klimaschutzmaßnahmen vor allem auf dem Campus der Leuphana eingesetzt werden.

Dienstreisen künftig durch digitale Formate ersetzen

Die Leuphana ist schon seit dem Jahr 2014 klimaneutral, arbeitet aber fortwährend daran, ihre Umweltbilanz weiter zu verbessern. Dafür setzt sie jetzt neue Regelungen für Dienstreisen in Kraft.

In Absprache mit der Senatskommission für Nachhaltigkeit hat das Präsidium der Leuphana beschlossen, dass Dienstreisen künftig – wann immer möglich – durch digitale Formate ersetzt werden sollen. Falls diese Alternative nicht greift, sollen vorzugsweise öffentliche Verkehrsmittel für die Reisen genutzt werden.

Kompensation für unvermeidbare Dienstreisen

Sollten aber Dienstreisen mit Auto oder Flugzeug unvermeidbar sein, werden die dadurch verursachten CO2-Emissionen seit dem 1. Oktober 2022 über einen internen Klimaschutzfonds der Leuphana kompensiert. Die Höhe der Einzahlung in den Fonds ist abhängig von der zurückgelegten Strecke und dem benutzten Verkehrsmittel. Bei der Berechnung wird der von der Bundesregierung festgelegte CO2-Preis zugrunde gelegt.

So werden beispielsweise für die Hin- und Rückreise mit einem Interkontinentalflug künftig 100 Euro fällig, die aus den laufenden Haushaltsmitteln des jeweiligen Universitätsbereichs in den Klimaschutzfonds eingezahlt werden.

Fondsgelder für Klimaschutzmaßnahmen und Vorhaben

Die Fondsgelder will die Universität für Klimaschutz-Maßnahmen vorzugsweise auf ihrem Campus nutzen, etwa für die Sanierung alter Holzfenster.

„Denkbar ist aber auch, Forschungs- und Lehrprojekte außerhalb des Campus zu finanzieren, die CO2 der Atmosphäre wirksam entziehen, soweit dies haushaltsrechtlich zulässig ist. Das können dann beispielweise CO2-Senken wie Niedermoore oder naturnahe Wälder sein“, erläutert Christian Brei, der hauptberufliche Vizepräsident der Leuphana.

Der Klimaschutzfonds wird zunächst für eine Dauer von fünf Jahren eingerichtet und vor Ablauf der Frist evaluiert.


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