Wohnraum-Offensive. Foto: Hansestadt Lüneburg.

Wohnraum-Offensive Lüneburg: Zuschüsse jetzt beantragen

Notunterkünfte wie Turnhallen sind keine gute Lösung – weder für die Geflüchteten noch für Schulen oder Sportvereine. Vermieter:innen, die Wohnraum zur Verfügung stellen, erhalten deshalb zusätzlich zur Miete einen Bonus. Dieser Zuschuss kann jetzt auf der Internetseite der Hansestadt beantragt werden.


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg.
Am: 25.11.2022
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Foto: Hansestadt Lüneburg. Wohnraum-Offensive.  


Wohnraum-Offensive zugunsten Geflüchteter: Private Vermieter:innen können jetzt Anträge stellen

Seit Anfang Oktober 2022 gilt in Lüneburg die sogenannte Wohnraum-Offensive: Private Vermieter:innen, die Wohnraum in Lüneburg an Geflüchtete vermieten, bekommen einen Zuschuss von der Stadt. Die Auszahlungssumme ist gestaffelt nach Mietdauer und Zahl der dort wohnenden Personen.

Jetzt kann dieser Zuschuss beantragt werden. Informationen und Unterlagen dafür stehen online bereit.

Mögliche Vermieter:innen können sich mit ihren Angeboten, zum Beispiel Einlieger-Wohnungen, Untervermietungen oder WG-Zimmern, an die städtische Ukraine-Hilfe wenden:

Erste Familien bereits eingezogen – Zuschuss rückwirkend beantragen

„Dank der Wohnraum-Offensive sind schon einige neue Mietverhältnisse zustande gekommen, die ersten Familien konnten bereits in Wohnungen einziehen,“ sagt Lüneburgs Sozialdezernent Florian Forster.

Die Vermieter:innen, die sich ab dem 1. Oktober 2022 erfolgreich mit ihren Angeboten an die Stadt gewandt hatten, können den Zuschuss rückwirkend beantragen. „Die Anträge für den Zuschuss können erst jetzt gestellt werden, da wir zuvor die Richtlinie und das Antragsverfahren erarbeiten mussten“, erklärt Forster.

Miete übernimmt Jobcenter – Vermieter erhält zusätzlich Bonus von der Stadt

Der Rat der Stadt hatte die Wohnraum-Offensive im September 2022 beschlossen, um auf dem angespannten Lüneburg Wohnungsmarkt geeigneten Wohnraum für Geflüchtete zu finden.

Privatleute, die Wohnraum in der Stadt Lüneburg für eine Mindestlaufzeit von neun Monaten zur Verfügung stellen, erhalten zusätzlich zur Miete, die das Jobcenter übernimmt, einen finanziellen Bonus.

„Die Wohnraum-Offensive ist einer von mehreren Bausteinen, um Notunterkünfte, wo es geht, zu vermeiden“, macht Kalisch deutlich. Noch dazu lägen die Kosten für die Hansestadt bei der Wohnraum-Offensive deutlich unter dem, was an finanziellen Mitteln für die Schaffung von Plätzen in Notunterkünften aufgebracht werden muss.

Wohnraum-Offensive als vorübergehende Lösung

„Wir wissen, dass es auch kritische Stimmen gibt, die die Wohnraum-Offensive als ungerecht empfinden“, sagt Forster. Denn auch viele Lüneburger:innen hätten mit dem angespannten Wohnungsmarkt zu kämpfen.

Gleichzeitig sei die Stadt aber in der Pflicht, von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen unterzubringen. „Die Wohnraum-Offensive ist hier eine vorübergehende Lösung, um die Not für die Geflüchteten abzumildern.“

Schnelle Integration fördern und Notunterkünfte vermeiden

Acht Wohnungen konnten seit der Wohnraum-Offensive vermittelt werden. Bei weiteren sechs Wohnungen steht die Stadt in Gesprächen für einen Besichtigungstermin.

„Jede Wohnung zählt“, betont Forster, denn jede Wohnung schaffe für die Schutzsuchenden gute Wohnbedingungen und gute Voraussetzung für eine schnelle Integration. Zur Vermeidung von Missbrauch („Scheinmietverträge“) wird die Hansestadt Lüneburg Stichprobenkontrollen mit eigenem Personal durchführen. Täuschungen werden strafrechtlich verfolgt.


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