Gemeinsam durch die Zeit der Streckensperrung: Fahrgemeinschaften mit „Routenretter.de“
Vom 1. Mai bis 10. Juli 2026 fährt kein Personenzug mehr zwischen Lüneburg und Hannover. Der Bus-Ersatzverkehr ist zeitaufwändig. Als Alternative haben Hansestadt und Landkreis Lüneburg das Portal „Routenretter.de“ einrichten lassen. Wer mit dem Auto pendelt, kann hier sich hier eintragen, wer eine Mitfahrmöglichkeit sucht, ebenfalls. Angebote sind schon da!
Mitteilung von: Hansestadt und Landkreis Lüneburg – Am: 11.02.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de / https://www.landkreis-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg.
Gemeinsam durch die Zeit der Streckensperrungen: Angebot „Routenretter.de“ geht an den Start
Foto: Hansestadt Lüneburg. Werben für das Angebot Routenretter.de – von links: Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Jonas Griesche, Leiter für Vertrieb und Marketing beim Medienhaus Lüneburg, Lüneburgs Landrat Jens Böther und Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz Design und Software GmbH.
Fünf Stunden Fahrzeit für den Hin- und Rückweg nach Hannover? „Das ist für Pendler:innen unzumutbar“, betont Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Während der „Qualitätsoffensive“ der Bahn vom 1. Mai bis 10. Juli 2026 fährt kein Personenzug mehr zwischen Lüneburg und Hannover. Und die Busse im Schienenersatzverkehr von Bahn und Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) sind sehr lang unterwegs. Sie enden in Langenhagen Mitte, etwa 7 Kilometer vom Hauptbahnhof Hannover entfernt. Man muss umsteigen in einen Zug oder in die S-Bahn.
Stadt und Landkreis Lüneburg: Pendlerportal „Routenretter“
„Durch das unzureichende Angebot der Bahn werden die Menschen gezwungen sein, in der Zeit der Sperrung aufs Auto umzusteigen“, so Kalisch. Um die Menschen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg – besonders die, die pendeln und damit auf Mobilität angewiesen sind – während der Streckensperrungen zu unterstützen, haben Stadt und Landkreis Lüneburg ein Pendlerportal in Auftrag gegeben.
Das soll es Betroffenen erleichtern, sich zusammenzutun und gemeinsam zu fahren. „So können auch die vorhandenen Fahrkapazitäten in der Region effizient genutzt werden – das entlastet die Straßen und auch den Geldbeutel jedes einzelnen“, ergänzt Landrat Jens Böther.
Gezielt Start, Ziel und mögliche Treffpunkte auswählen
Der Routenretter ist die Erweiterung eines bereits bestehenden Pendlerportals. Wer regelmäßig mit dem Auto fährt, kann hier Fahrten einstellen, wer eine Mitfahrgelegenheit sucht, kann sich eintragen. Wichtigen Adressen (POI – Point of Interest) im Landkreis sind hinterlegt, zum Beispiel Behörden, Schulen, Gewerbegebiete, ÖPNV-Stationen oder medizinische Einrichtungen. Standort, Ziele und mögliche Zustiegsorte lassen sich gezielt auswählen. Auch ergänzende Busverbindungen werden auf Wunsch angegeben.
- Routenretter: https://routenretter.de
„Du pendelst regelmäßig zur Arbeit? Deine Bahn fährt nicht? Alleine im Auto ist teuer, verursacht CO2 und belastet die Nerven? Tu dich mit anderen zusammen. Als Fahrgemeinschaft spart ihr CO2 und Geld und gemeinsam macht die Fahrt auch viel mehr Spaß.“ - metronom: https://www.der-metronom.de/fahrplan/qualitaetsoffensive-2026/
Hier stehen Informationen und Fahrpläne rund um die „Qualitätsoffensive“ bereit. Für die ausfallenden Züge zwischen Lüneburg und Hannover sind Busse vorgesehen. Diese fahren bis Langenhagen Mitte. Zwischen Langenhagen Mitte und Hannover Hbf müssen Reisende umsteigen in einen Zug oder in die S5 Richtung Hauptbahnhof (Fahrzeit 7 bis 17 Minuten).
Hintergrund: Routenretter als ergänzendes Angebot
Bis zuletzt hatten sich OB Claudia Kalisch und Lüneburgs Landrat Jens Böther für bessere Ersatzangebote in der Zeit der Sperrung eingesetzt, darunter etwa für einen Expressbus nach Hannover. Ohne Erfolg. „Zu unserem Bedauern hat die Bahn ihr Angebot nicht nachgebessert, sodass wir selbst aktiv geworden sind“, macht Landrat Böther deutlich.
Eingerichtet hat die Plattform unter dem Namen Routenretter die Marktplatz Design und Software GmbH. „Wir sind dankbar, dass die Marktplatz Agentur das Angebot kostenlos für alle zur Verfügung stellt und dass wir das Medienhaus Lüneburg als Partner bei diesem wichtigen Projekt gewinnen konnten“, betont Kalisch.
Auch langfristig ein Beitrag zu nachhaltiger Mobilität
„Mit Routenretter.de schaffen wir eine Lösung, die auch langfristig einen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität in unserer Region leisten kann“, hebt Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz Design und Software GmbH, hervor. Jonas Griesche, Leiter für Vertrieb und Marketing beim Medienhaus Lüneburg sieht seine Aufgabe darin, das Serviceangebot bekannt zu machen. „Zudem können wir durch unsere Kooperationen mit weiteren Tageszeitungen in ebenfalls betroffenen Regionen dazu beitragen, dass auch dort der „Routenretter“ Pendlerinnen und Pendlern zugänglich gemacht wird.“

DB InfraGo: Qualitätsoffensive 2026 und geplante Generalsanierung 2029. Statusupdate zu den Sanierungsmaßnahmen zwischen Hamburg und Hannover, 5. Mai 2025, Lüneburg, S. 8
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