Foto: Lünepedia. Ortsschild Rettmer.

SPD-Ratsfraktion: Verbesserungen in der Gemeinschaftsunterkunft – OB-Kandidat am 3. März 2026 in Rettmer

Nach den traurigen Ereignissen in Rettmer macht sich die SPD-Ratsfraktion stark für Verbesserungen in der Gemeinschaftsunterkunft. Am Dienstag, 3. März 2026, besucht der OB-Kandidat der SPD, Oliver Wozniok, auf seiner Zuhör-Tour um 16 Uhr die Bäckerei Knaack in Rettmer und lädt ein, über Sorgen, Nöte, Ideen vor Ort zu sprechen.


Mitteilung von: SPD-Ratsfraktion Lüneburg – Am: 27.02.2026
Online: https://spd-lueneburg.de/  – Foto: Lünepedia. Ortsschild Rettmer.


I. SPD Lüneburg zu Ereignissen in der Gemeinschaftsunterkunft Rettmer: Situation verbessern

Foto: SPD Lüneburg. Der Vorstand der SPD-Ratsfraktion, August 2025. Von links: Ortsvereinsvorsitzender Luca Thieme, Stellvertretende Vorsitzende Andrea Schröder-Ehlers, Vorsitzender Thomas Dißelmeyer, Kassierer Jens-Peter Schultz, Stellvertretende Vorsitzende Stefanie Filohn.

In den Abendstunden des 22. Februar 2026 war ein 61 Jahre alter Bewohner einer Obdachlosenunterkunft im Ortsteil Rettmer tot in seinem Zimmer aufgefunden worden. Der Tat verdächtigt wird sein Mitbewohner. Die Polizei ermittelt noch. Auf dem Hintergrund dieser Ereignisse appelliert die SPD-Ratsfraktion Lüneburg, jetzt gemeinsam nach vorne zu schauen:

„Die jüngsten tragischen Ereignisse in der Gemeinschaftsunterkunft Rettmer haben viele Menschen in Lüneburg erschüttert. Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen. In dieser Situation ist es wichtig, besonnen zu bleiben und den Blick nach vorne zu richten: Wie können wir die Unterbringungssituation verbessern und Menschen frühzeitig besser unterstützen, damit Krisen gar nicht erst eskalieren?“

SPD-Ratsfraktion weist darauf hin, dass sie sich seit Langem für eine dezentralere Unterbringung sowie für ein verbindliches Gesundheits- und Betreuungskonzept in Gemeinschaftsunterkünften einsetzt. Die aktuellen Ereignisse zeigen leider, wie dringend solche Strukturen gebraucht werden.

Carmen Bendorf, Ortsvorsteherin von Rettmer: Lehren ziehen aus den Ereignissen

SPD-Ratsmitglied Carmen Bendorf, Ortsvorsteherin von Rettmer, erklärt: „Uns geht es jetzt nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, Lehren zu ziehen. Wir haben schon lange darauf hingewiesen, dass große Sammelunterkünfte besondere Risiken bergen. Dezentrale Lösungen und bessere Unterstützung vor Ort sind aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt, um die Situation für alle sicherer zu machen.“

Auch SPD-Ratsfrau Antje Henze betont den Blick nach vorne: „ Es geht darum, Menschen mit psychischen Belastungen frühzeitig zu erreichen und gleichzeitig Familien, Kinder und Mitarbeitende besser zu schützen. Das ist eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, Landkreis und allen Beteiligten.“ Da müsse man jetzt schneller vorankommen

Antrag im Sozialausschuss der Hansestadt: Zügig Verbesserungen auf den Weg bringen

Die SPD spricht sich dafür aus, nun zügig konkrete Verbesserungen auf den Weg zu bringen und hat einen entsprechenden Antrag gestellt an den Sozialausschuss der Hansestadt Lüneburg. Gefordert wird mehr niedrigschwellige medizinisch-psychosoziale Hilfe vor Ort, klarere Schutzkonzepte in den Unterkünften und eine schrittweise Entlastung großer Gemeinschaftseinrichtungen durch dezentrale Unterbringung. „Unser Ziel ist es, aus dieser schwierigen Situation konstruktiv zu lernen“, so Bendorf und Henze gemeinsam. Es gehe darum, ähnliche Eskalationen in Zukunft zu verhindern.

II. OB-Kandidat Oliver Wozniok am 3. März 2026 in Rettmer

Dienstag, 3. März 2026, 16:00-17:30 Uhr – Bäckerei Knaack, Häcklinger Weg 66a, 21335 Lüneburg Rettmer

Gesprächsbedarf in Rettmer? Gibt es sicherlich, wenn am kommenden Dienstag, 3. März 2026, 16 bis 17:30 Uhr, Oliver Wozniok bei Bäckerei Knaack Station macht. Oliver Wozniok ist der designierte Oberbürgermeister-Kandidat der SPD Lüneburg und geht auf Zuhörtour in Lüneburgs Stadtteilen. Rettmer ist eine der ersten Stationen der Tour. Unterstützt wird er vor Ort von Carmen Bendorf in ihrer Funktion als SPD-Abteilungsvorsitzende. Die Zuhörtour ist eine Einladung zum zwanglosen Gespräch bei Kaffee und Kuchen. Über Sorgen, Nöte, Ideen vor Ort oder auch einfach Gedanken zur Zukunft Lüneburgs.

III. SPD-Antrag: Mehr Sicherheit und bessere Betreuung in der Gemeinschaftsunterkunft Rettmer

Die SPD-Ratsfraktion der Hansestadt Lüneburg hat einen entsprechenden Antrag an den Sozialausschuss und den Rat der Hansestadt Lüneburg gerichtet. Hier die Forderungen in der Kurzfassung: 

  • Regelmäßige psychiatrische Hilfe direkt in der Unterkunft (ein- bis zweimal pro Woche)
  • Frühzeitige Erkennung und Behandlung psychischer Krisen
  • Bericht nach sechs Monaten zur Wirksamkeit des Angebots
  • Klare Abläufe und Zuständigkeiten bei Krisen und Gewalt
  • Regelmäßige Fallbesprechungen und verständliche Notfallwege
  • Räumliche Trennung von Familien mit Kindern und alleinstehenden Erwachsenen
  • Möglichst keine Zweibettzimmer für psychisch stark belastete Personen
  • Bessere Schulung des Personals im Umgang mit psychischen Krisen, Sucht und Aggression
  • Frühzeitige Konfliktprävention
  • Überprüfung des Sicherheitsdienstes
  • Stärkere Investition in präventive soziale und psychologische Betreuung
  • Entwicklung eines Konzepts für mehr dezentrale Unterbringung
  • Langfristige Entlastung großer Sammelunterkünfte.

Mehr bei Lüne-Blog

  • Notunterkunft Lüneburg Wilschenbrucher Weg: Erste Bewohner:innen ziehen ein – 10.10.2025
    Die letzten Menschen, die im Ilmenau-Center untergebracht sind, ziehen jetzt schrittweise um in die neue Notunterkunft im Wilschenbrucher Weg. Im Anschluss werden die Einrichtungen im Ilmenau-Center rückgebaut, denn der Mietvertrag endet im Februar 2026. Das Ilmenau-Center wurde im Oktober 2023 bezogen. Inzwischen ist die Zahl der Schutzsuchenden wieder deutlich gesunken.
Notunterkunft Ilmenau-Center. Foto: Lüne-Blog.

Foto: Lüne-Blog. Ab November 2023 zogen Geflüchtete von Sumte ins Ilmenau-Center ein, den ehemaligen Möbel-Boss-Markt. Die Übergangsunterkunft diente auch als Ersatz für Turnhallen. Ab August 2025 zogen die dort Verbliebenen schrittweise in die Notunterkunft im Wilschenbrucher Weg. Hintergrund ist auch der deutliche Rückgang der Zahl der Asylanträge. Diese sanken im ersten Halbjahr 2025 um rund 40 Prozent.

Lünepedia: Rettmer

Rettmer (plattdeutsch Rettme) ist seit 1974 ein Stadtteil im Südwesten von Lüneburg. Der Ort liegt zwischen den Lüneburger Stadtteilen Häcklingen und Oedeme und wurde 1314 zum ersten Mal urkundlich als vormaliges Klostergut erwähnt. Rettmer erstreckt sich über eine Fläche von 5.709 Hektar. Im 19. Jahrhundert ließen sich Bauern aus Celle in Rettmer nieder, da sie dort kostengünstig Land erwerben konnten. Das ehemalige Bauerndorf besitzt heute nur noch zwei Bauernhöfe, den Hof Hartmann, Hof Hillmer und den Archehof Hof an den Teichen. Carmen Maria Bendorf ist seit 2011 Vorsteherin des Ortes. Als Gemeinde- und Stadteilhaus für die Einwohner*innen von Häcklingen und Rettmer dient seit 2006 das Bonhoeffer-Haus in der Straße Am Wischfeld 14.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Rettmer

Ergänzung oder Korrektur? Bitte Mail an redaktion@luene-blog.de – danke!
Lüne-Blog veröffentlicht Pressemitteilungen, Berichte und Veranstaltungshinweise von Parteien, Verbänden und Zusammenschlüssen: https://luene-blog.de/ueber-uns/

Lüne-Blog kannst du auch lesen bei:

Lüne-Blog bei Telegram Mastodon

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Im Rahmen der DSGVO notwendige Bedingungen - bitte lesen und akzeptieren:
Wenn du das Formular abschickst, werden Name, E-Mail-Adresse und der eingegebene Text in der Datenbank gespeichert. Für weitere Informationen wirf bitte einen Blick in die Datenschutzerklärung: mehr

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.