DGB: AfD – keine Partei für Beschäftigte! Vortrag am 21. April 2026 – Und: Aufruf zur Betriebsratswahl
Die AfD stimmte gegen die Erhöhung des Mindestlohns, macht Steuerpolitik für Reiche und will Gewerkschaften aus den Betrieben drängen. Warum wird sie dennoch von Menschen mit unterem und mittleren Einkommen gewählt? Dem geht der Politologe Gerd Wiegel am 21. April 2026 in Bleckede nach. Außerdem: Noch bis 31. Mai 2026 können in Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten Betriebsräte gewählt werden – ein Gewinn für alle im Unternehmen!
Mitteilung von: DGB Niedersachsen, Geschäftsstelle Lüneburg – Am: 08.04.2026
Online: https://niedersachsen-bremen-sachsenanhalt.dgb.de/ – Grafik: DGB Niedersachsen, Flyer (angepasst).
„AfD – Feind der Beschäftigten“: Info-Veranstaltung mit Gerd Wiegel (DGB) – 21. April 2026
Dienstag, 21. April 2026, 18:00 Uhr – Bleckeder Haus, Schützenweg 1, Bleckede
Zu Vortrag und Diskussion zum Thema „AfD – Feind der Beschäftigten“ mit Gerd Wiegel lädt der DGB am Dienstag, 21. April 2026, ein. Die Veranstaltung im „Bleckeder Haus“ beginnt um 18:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Das Bündnis Bleckede blüht bunt ist Mitveranstalter.
Die AfD als Partei der „kleinen Leute“ oder „Arbeiterpartei“?
Die AfD stellt sich gerne als Partei der „kleinen Leute“ oder „Arbeiterpartei“ dar. Und tatsächlich wird sie auch oft von Menschen aus unteren und mittleren Einkommensschichten gewählt. Doch macht die AfD wirklich gute Politik für diese Menschen? Wer genauer hinschaut, merkt schnell: Die AfD vertritt gar nicht ihre Interessen.
Gerd Wiegel geht in seinem Vortrag der Frage nach, warum die Partei trotzdem gewählt wird. Und er beleuchtet, wie Gewerkschaften auf diesen Widerspruch reagieren können. Der Politologe leitet das Referat für Demokratie, Migrations- und Antirassismuspolitik beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Er arbeitet und publiziert seit vielen Jahren zur extremen Rechten in Deutschland und Europa.
Die Politik der AfD: Keine Partei für Beschäftigte!
- Gegen höhere Löhne: Der Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro stimmte die AfD nicht zu. Sie lehnt Tariftreuegesetze ab und will verhindern, dass mehr Beschäftigte von Tarifverträgen profitieren.
- Steuerpolitik für Reiche: Die AfD plant Steuergeschenke in dreistelliger Milliardenhöhe für Spitzenverdiener*innen und Konzerne. Normale Arbeitnehmer*innen gehen leer aus und müssen die Folgen tragen: Weniger Geld für Schulen, Kitas und soziale Sicherung.
- Gewerkschaftsfeindlich: Die AfD will Gewerkschaften aus den Betrieben drängen, das Streikrecht einschränken und die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen abschaffen. Das Ergebnis: schwächere Arbeitnehmervertretung und schlechtere Arbeitsbedingungen.
- Sozialabbau statt Solidarität: Die Partei plant massive Kürzungen im Sozialstaat, die vor allem Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen treffen würden.
- Wirtschaftspolitischer Kahlschlag: Ein Euro-Austritt würde deutsche Exportgüter um bis zu 30 Prozent verteuern. Die Rückkehr zu teurer Kohle- und Atomenergie würde Strompreise in die Höhe treiben. Beides gefährdet Millionen Arbeitsplätze – besonders in der Exportindustrie.
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„Noch bis Ende Mai Kreuze machen“ – IG BAU Hamburg startet Appell zu Betriebsratswahlen
Mitteilung von: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Hamburg – Am: 07.04.2026
Online: https://hamburg.igbau.de/
Stift, Zettel, Kreuz – wirklich kompliziert ist es nicht, im Betrieb ein Wörtchen mitzureden: Noch bis Ende Mai 2026 laufen die Betriebsratswahlen. Möglich sind die in allen Firmen im Kreis Lüneburg, in denen fünf oder mehr Beschäftigte arbeiten. Dabei zählen Vollzeit- und Teilzeitkräfte genauso wie Azubis und Mini-Jobber. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin.
Fast 7000 Unternehmen im Landkreis Lüneburg – in rund 2600 kann ein Betriebsrat gewählt werden
Von der Industrie über das Handwerk bis zur Dienstleistung: Im Landkreis Lüneburg gibt es rund 6.640 Unternehmen mit 81.500 Beschäftigten. In rund 39 Prozent der Firmen kann im Landkreis Lüneburg ein Betriebsrat gewählt werden, so die IG BAU Hamburg. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.
„Gerade Handwerker im Kreis Lüneburg sollten ihre Chance, einen Betriebsrat zu wählen, besser nutzen: In Bauunternehmen genauso wie bei Dachdecker- oder Malerbetrieben. Da ist nämlich noch viel Luft nach oben, wenn es um die Interessenvertretung der Beschäftigten gegenüber dem Chef geht“, sagt Achim Bartels von der IG BAU Hamburg.
In allen Branchen wichtig für faire Absprachen mit der Betriebsleitung
Aber auch in der Gebäudereinigung sei ein Betriebsrat wichtig: „Immer wieder gibt es gerade in der Reinigungsbranche in der Region Ärger um Dienstpläne, um Urlaub und um fehlende Zulagen für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Vor allem aber auch, wenn der faire Tariflohn nicht gezahlt wird. In solchen Fällen ist der Betriebsrat ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Chef-Etage“, sagt Achim Bartels.
Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Hamburg ist der Betriebsrat ein „wichtiges Instrument, um Konflikte hinterm Werkstor zu lösen“. Vor allem auch dann, wenn es um Arbeitsplätze gehe: „Wenn Jobs wackeln, setzt der Betriebsrat alles daran, Kündigungen zu vermeiden. Auch Azubis können sich auf den Betriebsrat verlassen, wenn es bei der Ausbildung hakt“, so Bartels. Außerdem kümmere sich ein Betriebsrat um die Fortbildung am Arbeitsplatz.
Garantierter Gewinn für alle Beschäftigten
Mit einem Betriebsrat im Unternehmen laufe es deutlich besser, so die IG BAU Hamburg. „Es ist wie mit der Superzahl beim Lotto: Mit einem Betriebsrat hat man einfach bessere Chancen, mehr für sich herauszuholen. Aber das hat nichts mit Lotterie zu tun. Die Vorteile, die man mit einem Betriebsrat hat, sind ein garantierter Gewinn für alle in der Firma“, macht Achim Bartels deutlich.
Bei Fragen rund um die Wahl an die Gewerkschaft wenden
Wer im Kreis Lüneburg auf dem Bau, in der Gebäudereinigung, im Garten- und Landschaftsbau, in der Forst- oder Landwirtschaft arbeitet, kann sich bei Fragen rund um den Betriebsrat an die IG BAU Hamburg wenden. Die Gewerkschaft unterstützt Beschäftigte, die in ihrer Firma einen Betriebsrat wählen oder neu gründen wollen.
- Kontakt IG BAU Hamburg: 040 253 0440 oder hamburg@igbau.de
- DGB: Mitbestimmen im Betrieb: So wählt ihr einen Betriebsrat.
Die Betriebsratswahlen 2026 finden vom 1. März bis 31. Mai 2026 statt.

Foto: NGG Lüneburg. Türschild: Betriebsratswahl.
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