Tempo 30-Zone. Foto: Waid1995, Pixabay.

Mehr Sicherheit für Schulweg: Tempo 30 auf dem Oedemer Weg – weitere Strecken in Prüfung

Vorrang für Verkehrssicherheit, das sieht die neue Straßenverkehrsordnung vor. Die Hansestadt prüft nun im gesamten Stadtgebiet, wo Tempo 30 möglich und sinnvoll ist. An verschiedenen Strecken wurde inzwischen Tempo 30 angeordnet, so auch – während der Unterrichtszeit – auf dem gesamten Oedemer Weg.


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 09.04.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Symbolfoto, Pixabay.


Mehr Sicherheit auf dem Schulweg: Tempo 30 auf dem kompletten Oedemer Weg

Mehr Sicherheit, weniger Verkehrslärm und bessere Luft – es gibt viele Gründe, die für Tempo 30 im Stadtgebiet sprechen. „Überall dort, wo wir es rechtlich können, wollen wir Tempo 30 umsetzen“, betont Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch.

Oedemer Weg künftig Tempo 30

So gilt dies demnächst während des Schulbetriebs auf der gesamten Länge des Oedemer Wegs vom Krankenhaus bis zum Kreisel Oedeme Tempo 30. „Das ist möglich, weil der Oedemer Weg ein hoch frequentierter Schulweg ist mit zugleich großer Verkehrsdichte. Das bringt Gefahren vor allem für SchülerInnen mit sich“, erläutert Dennis Lauterschlag, Bereichsleiter Ordnung und Verkehr bei der Hansestadt. Hinzu kommt, dass weitere sensible Einrichtungen an der Straße liegen und damit entsprechende Personengruppen unterwegs sind, etwa am Klinikum und am Zentralfriedhof.

Tempolimits auch an Hauptverkehrsstraßen möglich – verschiedene Strecken in Prüfung

Erst seit einigen Jahren lässt die Straßenverkehrsordnung zu, auch an Hauptverkehrsstraßen Temporeduktionen anzuordnen. Ende 2024 sind weitere Möglichkeiten zur Schaffung von Tempo-30-Strecken durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung hinzugekommen. Seither prüft die Hansestadt sukzessive und systematisch im gesamten Stadtgebiet, wo Tempo 30 möglich und sinnvoll ist. „Wir nutzen den Spielraum, den wir haben, um die Sicherheit und Aufenthaltsqualität weiter zu verbessern“, so Kalisch.

Priorität haben derzeit Schulwege und sensible Einrichtungen. Hier können nach der jüngsten Novelle auch bestehende Strecken verlängert werden. In einem weiteren Schritt wird es Prüfungen mit Blick auf Lärm und Fußgängerüberwege geben.

Hier soll bereits Tempo 30 gelten

Bereits geprüft und angeordnet wurde Tempo 30 an weiteren Stellen im Stadtgebiet. Die Beschilderung wurde zum Teil bereits umgesetzt oder wird in den nächsten Wochen erfolgen:

  • Kreideberg: An der Thorner Straße wird vor der IGS Kreideberg erstmals eine Tempo-30-Strecke eingerichtet.
  • Kaltenmoor: In der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße am AWO-Familienzentrum wird die bestehende Strecke von 100 Meter auf 300 Meter erweitert.
  • Moorfeld: An der Erbstorfer Landstraße wird ab Höhe Einmündung Lüner Weg bis zur Höhe Einmündung Gorch-Fock-Straße erstmals Tempo 30 eingerichtet.
  • Häcklingen: Die bereits bestehende Tempo-30-Strecke rund um die Grundschule Häcklingen wurde räumlich erweitert. Unter anderem in der Straße Am Wischfeld von 200 auf 300 Meter und in der Hauptstraße auf insgesamt 250 Meter.

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    Am 21. März 2025 hat der Bundesrat mehrheitlich den Änderungen der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) zugestimmt. Die VwV-StVO richtet sich an die Behörden in Ländern und Kommunen und ist für die praktische Ausführung der StVO maßgeblich. Die VwV zu den §§ 39 bis 43 StVO spricht nicht mehr von der „Flüssigkeit des Verkehrs“ (oft als fließender Kfz-Verkehr missverstanden), sondern von der Leichtigkeit für alle Verkehrsarten, die zu erhalten ist – mit Vorrang für die Verkehrssicherheit. 
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Tempo 30 gilt ab sofort für den Verkehr unmittelbar vor der Hermann-Löns-Grundschule (Vor dem Neuen Tore). Foto: Hansestadt Lüneburg.

Foto: Hansestadt Lüneburg. 2025 hatte die Hansestadt Tempo-30-Strecken unter anderem vor der Hermann-Löns-Grundschule (Vor dem Neuen Tore), vor der Igelschule (Dahlenburger Straße) und an der Kita Stadtmitte (Egersdorffstraße) eingerichtet. Jetzt folgen weitere.

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