Foto: Hansestadt Lüneburg. Bürgermeisterin Jule Grunau und Lüneburgs Sportdezernent Matthias Rink durchschnitten das rote Band und eröffneten damit den neuen Kunstrasenplatz, den die Hansestadt mit 500.000 Euro unterstützt hat.

Rat: „Nachhaltige Sportstadt 2040“ und 2,8 Millionen für Sport-Infrastruktur beschlossen

Lüneburg soll „nachhaltige Sportstadt 2040“ werden. Der Rat der Hansestadt hat am 21. Mai 2026 einstimmig die Sportentwicklungs-Planung beschlossen. Die vom Land aus dem „Pakt für Kommunalinvestition / KIP 3“ bereitgestellten Mittel – 2,8 Millionen Euro – sollen für die Lüneburger Sport-Infrastruktur verwendet werden.


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 22.05.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg


Hansestadt macht sich auf den Weg zur „nachhaltigen Sportstadt Lüneburg 2040“

Foto: Hansestadt Lüneburg (Archiv). 22. September 2025: Bürgermeisterin Jule Grunau und Lüneburgs Sportdezernent Matthias Rink durchschneiden das rote Band und eröffneten damit den neuen Kunstrasenplatz, den die Hansestadt mit 500.000 Euro unterstützt hat.

„Ein Meilenstein für die Hansestadt“, so Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Erstmals gibt es für Lüneburg eine Sportentwicklungs-Planung. Die hat der Rat der Hansestadt am 21. Mai 2026 einstimmig beschlossen. Damit bekennen sich Verwaltung und Politik zur Vision, „nachhaltige Sportstadt Lüneburg 2040“ werden zu wollen. „Das Konzept ist einvernehmlich mit dem Lüneburger Sportbeirat und dem Kreissportbund erarbeitet worden“, erklärt Kalisch. „Sport und Bewegung fördern nicht nur die Gesundheit. Sie sind wichtige Bausteine der Gesellschaft und elementar für die Weiterentwicklung unserer Stadt.“

Wichtige Ziel vorgenommen

Bis 2040 will Lüneburg zur nachhaltigen Sportstadt werden. Dazu gehören folgende Ziele:

  • Alle sollen Zugang zu einem vielfältigen und inklusiven Sportangebot haben
  • Es soll verschiedene frei zugängliche Sportanlagen im öffentlichen Raum geben
  • Der Anteil der Menschen, die in Lüneburger Sportvereinen organisiert sind, soll steigen
  • Alle Sportvereine sollen über gut ausgebildete Übungsleitende verfügen
  • Gute Bedingungen für den Trainings- und Spielbetrieb
  • Klare und verständliche Priorisierungsregelungen für Sport-Infrastrukturprojekte
  • Sportliche Leuchttürme, die über die Region hinaus strahlen
  • Vereine können ihre Projekte auch dank transparenter und gut aufgestellter Sportförderung der Hansestadt umsetzen
  • Sportvereine werden elementarer Bestandteil des Ganztags in Schulen
  • Bei städtischen Bauvorhaben wird die Schaffung von Sportgelegenheiten immer mitgedacht
  • Die Lüneburger Sportkonferenz lädt anlassbezogen Akteure zum Austausch ein
  • Der Kinder- und Jugendsport wird besonders gefördert
  • Die Hansestadt setzt sich besonders für die Förderung des Behindertensports ein.

Vorhaben für moderne Infrastruktur priorisieren

Um diese Ziele zu erreichen, ist vor allem eine moderne Sport-Infrastruktur wichtig. Womit beginnen? Die Stadtverwaltung hat gemeinsam mit Sportbeirat und Kreissportbund eine Matrix mit einem feststehenden Fragenkatalog entwickelt. Hier bekommen die Projekte Punkte für die Themenbereiche gesellschaftliche Erreichbarkeit, strategische Bedeutung, Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeit und Innovation.

Dazu gehören zum Beispiel Fragen wie „Berücksichtigt das Projekt Aspekte der Barrierefreiheit?“, „Erreicht das Projekt auch Menschen, die bisher wenig Zugang zu Sportangeboten hatten?“, „Kommt das Projekt mehreren Vereinen / Institutionen zugute und fördert so Kooperationen?“ Vom Ergebnis leitet sich dann die Priorisierung ab.

Sportpark Bilmer Berg

Ein besonderes Projekt für Lüneburg wird der neue Sportpark, der bis etwa 2030/2031 am Bilmer Berg entstehen soll. „Der Sportpark wird das mit Abstand größte Sportinfrastrukturprojekt der vergangenen und der kommenden Jahre“, sagt Lüneburgs Sportdezernent Matthias Rink. „Das gemeinsame Ziel ist es, einen modernen Leuchtturm zu schaffen, der sowohl den Spitzen- als auch den Breiten- und Freizeitsport fördert.“

Rat: 2,8 Millionen Euro für Rasenspielfelder, Rundlaufbahn und Bilmer Berg

Der Rat der Hansestadt hat am 21. Mai 2026 ebenfalls beschlossen, die vom Land Niedersachsen aus dem „Pakt für Kommunalinvestition / KIP 3“ (siehe unten) bereitgestellten Mittel in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro für die Lüneburger Sport-Infrastruktur zu verwenden. Davon fließen rund 225.100 Euro in die Sanierung von Rasenspielfeldern der Lüneburger SV in Kaltenmoor. Für die Sanierung der Rundlaufbahn beim MTV Treubund Lüneburg in der Uelzener Straße gibt es einen Zuschuss von 250.000 Euro. Die übrigen Mittel werden als Anschubfinanzierung für die Entwicklung des Sportparks Bilmer Berg genutzt.

Hintergrund: Sportentwicklungs-Planung

2019 begann die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Kreissportbund mit der Erarbeitung der Sportentwicklungs-Planung. Teils unter den Bedingungen der Corona-Pandemie wurde 2022 ein Prozess angeschoben, der möglichst viele Akteure einbeziehen sollte. Ende 2022 wurde die Sportstätten-Bedarfsanalyse fertiggestellt.

Mit der Übernahme des Sportbereichs durch Stadtkämmerer Matthias Rink und einem neuen Team nahm der Prozess Fahrt auf. Seit 2025 hat die Steuerungsgruppe Sportentwicklungs-Planung mehrere Handlungsfelder entwickelt. 2026 wurde das fertige Konzept der Politik sowie Sportbeirat und Sportvereinen präsentiert. Die Vereine haben im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Sportbeirates dem Konzept ihre breite Zustimmung gegeben.

  • Hansestadt Lüneburg – Ratssitzung am 21. Mai 2026: Sportentwicklungsplanung: Konzept und Priorisierungsmatrix
    Konzept und Bewertungsmatrix können hier heruntergeladen werden.
  • Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung: Pakt für Kommunalinvestitionen 
    Die niedersächsische Landesregierung und die Kommunalen Spitzenverbände haben am 24. März 2025 den „Pakt für Kommunalinvestitionen“ unterzeichnet, der die Kommunen spürbar entlasten soll. Damit steht allen niedersächsischen Kommunen (außer die Mitgliedsgemeinden von Samtgemeinden) ein eigenes Budget zur Verfügung, das sie ohne weitergehende inhaltliche Einschränkungen für Investitionen verwenden können. Die Kommunen wissen selbst am besten, welche Investitionen am dringendsten umgesetzt werden müssen. Ein kommunaler Eigenanteil ist nicht erforderlich.

Mehr bei Lüne-Blog

  • Philipp Meyn (SPD) und Detlev Schulz-Hendel (Grüne): Land unterstützt Gemeinden finanziell – 01.08.2025
    Angesichts der bekannt knappen Finanzlage der Kommunen hat die Landesregierung Niedersachsen am 29. Juli 2025 das neue Kommunalfördergesetz auf den Weg gebracht, einen „Pakt für Kommunalinvestitionen“. Jede Kommune werde mit pauschal mindestens 200.000 Euro und abhängig von der Einwohnendenzahl unterstützt, damit Klimaschutzprojekte, soziale Infrastruktur und nachhaltige Investitionen schneller Realität werden können. Auf die Hansestadt entfallen 2,8 Millionen Euro.
Grafik: Hansestadt Lüneburg. Verteilung der Sportanlagen im Stadtgebiet, Ausschnitt. Aus: Konzept Sportentwicklungsplanung, Anlage 1

Grafik: Hansestadt Lüneburg. Verteilung der Sportanlagen im Stadtgebiet, Ausschnitt. Aus: Konzept Sportentwicklungsplanung, Anlage 1. Das Konzept stellt dazu fest (S.8): „Grundsätzlich sollte eine gleichmäßige bedarfsgerechte Verteilung der unterschiedlichen Sportangebote im Stadtgebiet angestrebt werden. Maßstab hierfür sollten die Bevölkerungsverteilung und -zusammensetzung sein. Auffällig ist, dass sich relativ viele Sport- und Bewegungsangebote in den südlichen und westlichen Stadtteilen befinden, während im östlichen Bereich der Stadt weniger Angebote vorhanden sind.“ – Konzept mit allen Anlagen (Matrix und Karte): mehr

Lünepedia: Sportplätze

An vielen Stellen gibt es in und um Lüneburg öffentlich zugängliche Sportplätze und andere Einrichtungen für körperliche Betätigung.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Sportplätze

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