Leuphana Universität Lüneburg. Foto: Christine Böhm.

Rot-grüne Landesregierung: Finanzmittel für Theater, Verkehrswege und Hochschulbau kommen im Landkreis an

Die rot-grüne Landesregierung stellt die Finanzpläne auf Grundlage des Doppelhaushalts vor: Investitionen in Straßen, Brücken und Radwege, eine zuverlässige Förderung für die kommunalen Theater und Orchester und erhebliche Mittel für den Hochschulbau. Davon profitieren auch Hansestadt und Landkreis Lüneburg, so die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung.


I. Schulz-Hendel und Mennen: Rekord-Investitionen bringen mehr sichere Straßen, Brücken und Radwege – auch unsere Region profitiert

Foto: Christine Böhm. Das Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg wurde 2017 fertiggestellt nach einem Entwurf von Daniel Libeskind. An einigen Stellen im Gebäude und auf dem Campus sind inzwischen Sanierungen und Umbauten geplant. Vom Land bereitgestellte Mittel ermöglichen die anstehenden Baumaßnahmen.

Mitteilung von: Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag – Am: 07.07.2026

Mit dem neuen Mehrjahres-Bauprogramm 2027-2029 investiert das Land Niedersachsen rund 500 Millionen Euro, so viel wie nie zuvor, in die Sanierung seiner Landesstraßen, Brücken und Radwege. Knapp 100 neue Bauprojekte sind landesweit bereits für 2027 vorgesehen. Das Mehrjahres-Bauprogramm schafft erstmals Planungssicherheit über mehrere Jahre hinweg. Damit erhalten Kommunen, Bauwirtschaft und Bürgerinnen und Bürger frühzeitig Klarheit über die anstehenden Maßnahmen. 

Maßnahmen auch für Lüneburg und den Landkreis

Künftig stehen dem Landesstraßenbau jährlich rund 170 Millionen Euro aus dem regulären Haushalt und aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung. Damit können jedes Jahr 200 bis 300 Kilometer sanierungsbedürftiger Fahrbahnen erneuert werden. Auch Lüneburg profitiert davon: Im Mehrjahresbauprogramm sind zahlreiche Maßnahmen eingeplant, so die Fahrbahnerhaltung der L141, L216 und L263 für 3,4 Millionen Euro. 2028 werden weitere Fahrbahnen in einem Volumen von 5 Millionen Euro erhalten.

Straßen, Brücken und Radwege gut in Stand halten

„Wer Straßen, Brücken und Radwege rechtzeitig saniert, sorgt für mehr Sicherheit, spart langfristig Kosten und stärkt unsere Region. Ich freue mich deshalb sehr, dass so viele wichtige Projekte bei uns vor Ort jetzt umgesetzt werden“, erklärt der Grüne Fraktionsvorsitzende im Landtag, Detlev Schulz-Hendel. „Für die Menschen ist entscheidend, dass Straßen sicher befahrbar sind, Brücken nicht gesperrt werden müssen und Radwege in einem guten Zustand sind. Genau dafür stellen wir jetzt so viel Geld bereit wie noch nie zuvor.“

„Unsere Region profitiert von dieser Investitionsoffensive deutlich: Bessere Mobilität für Pendlerinnen und Pendler, mehr Verkehrssicherheit und eine verlässliche Infrastruktur für Unternehmen und Kommunen“, weist auch Landtagsmitglied Pascal Mennen (Die Grünen) aus Lüneburg hin. 

II. Förderung für das Lüneburger Theater: Land Niedersachsen stellt zusätzliche Millionen bereit – bis 2029 gesichert

Mitteilung von: Landkreis Lüneburg – Am: 09.07.2026 – Online: https://www.landkreis-lueneburg.de

Die Verhandlungsgruppe der kommunalen Theater- und Orchester-Standorte in Niedersachsen hat einen wichtigen Erfolg erzielt: Der Landeshaushalt sieht für 2027 zusätzliche 2 Millionen Euro und für 2028 weitere 3,5 Millionen Euro für die kommunalen Theater und Orchester vor. Das entspricht den Forderungen, die die Verhandlungsgruppe für diese beiden Jahre gestellt hatte und kommt auch dem Theater Lüneburg zugute, das Landkreis Lüneburg und Hansestadt gemeinsam tragen.

Planungssicherheit und Verlässlichkeit für Theater- und Orchesters-Standorte

Für die kommenden zwei Jahre besteht damit erstmals seit Langem wieder Planungssicherheit und Verlässlichkeit für die Kultureinrichtungen. Zudem sind die Mittel für 2029 bis 2031 im Haushalt fortgeschrieben. „Das ist ein richtig guter Tag für die kommunalen Theater und Orchester in Niedersachsen“, unterstreicht die Göttinger Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, die die Verhandlungsgruppe der kommunalen Theater- und Orchesterstandorte in Niedersachsen führte.

Lange Verhandlungen – Dank für klares Signal des Landes

Zehn Jahre lang hätte die Verhandlungsgruppe mit dem Land um eine verlässliche Finanzierung gerungen. Seit 2019 hatte sich das Land nicht mehr an den Tarifsteigerungen der kommunalen Theater und Orchester beteiligt. Die daraus entstandenen finanziellen Lücken und fehlenden verlässlichen Vereinbarungen für die Folgejahre hatten die Häuser zunehmend belastet. Jetzt sei sie für die kommenden zwei Jahre fest zugesagt, und auch für die Zeit danach gebe es ein klares Signal des Landes.

„Damit steigt das Land wieder in die Mitfinanzierung der Tarifsteigerung ein. Das gibt den Häusern endlich wieder die nötige Luft zum Planen“, so Broistedt. „Mein Dank gilt Minister Falko Mohrs und allen, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben.“

Hansestadt und Landkreis Lüneburg: Dauerhafte Finanzierung wirklich sichern

Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch freut sich: „Das ist ein wichtiges Signal für unser Lüneburger Theater und alle, die sich dort engagieren. Davon unabhängig müssen wir weiter dafür kämpfen, dass die dauerhafte Finanzierung auch wirklich gesichert wird. Nur so haben wir eine vernünftige Perspektive.“

  • Landkreis Lüneburg: Theater Lüneburg
  • Lüne-Blog: 15.000 Unterschriften fürs Theater Lüneburg: Übergabe an Landkreis und Hansestadt – 17.11.2023
    Geldnöte am Theater Lüneburg: Gemeinsam mit 18 Kolleg*innen übergab Alexander Eissele, Mitglied der Lüneburger Symphoniker, am 16. November 2023 ein Paket mit 15.290 Unterschriften an Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Erste Kreisrätin Yvonne Hobro. Die Forderung dahinter: Das Theater Lüneburg soll als Drei-Sparten-Haus erhalten bleiben.

MdL Pascal Mennen: 16,4 Millionen Euro Hochschulbau-Mittel für die Leuphana Universität

Mitteilung von: Pascal Mennen (Bündnis 90/Die Grünen) – Am: 07.07.2026

Marode Gebäude, bröckelnde Decken, Eimer, die Regenwasser auffangen müssen – an den niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen herrscht Sanierungsstau. Mit landesweit 627 Millionen Euro aus Investitionsmitteln geht die rot-grüne Landesregierung das nun an, dafür wurde am 7. Juli 2026 eine Baumaßnahmenliste vorgestellt. 16,4 Millionen Euro davon sind für die Leuphana Universität vorgesehen, informiert Pascal Mennen, direkt gewählter Abgeordnete (Grüne) für Lüneburg.

Leistungsfähige Hochschule als Standortfaktor für Lüneburg

„Mit diesen Geldern machen wir die Leuphana Universität fit für die Zukunft. Gute Lehre und erfolgreiches Lernen brauchen gute Rahmenbedingungen“, freut sich Mennen. „Niemand sollte in Gebäuden studieren oder arbeiten müssen, in denen es durch das Dach regnet, die Bausubstanz bröckelt oder die Infrastruktur nicht mehr zeitgemäß ist.“ Denn: „Attraktive und leistungsfähige Hochschulen sind ein entscheidender Standortfaktor. So schaffen wir beste Voraussetzungen dafür, dass kluge Köpfe gerne nach Lüneburg kommen, hier studieren, forschen und auch bleiben.“

  • Pascal Mennen: https://www.pascal-mennen.de/
    Der Lüneburger Pascal Mennen ist seit 2021 Mitglied im Rat der Hansestadt Lüneburg und dort stellvertretender Vorsitzender im Schulausschuss und Vorsitzender im Schulgrundsatzausschuss. Als Mitglied im Landtag Niedersachsen ist er Vorsitzender des Kultusausschusses und Beisitzender im Erweiterten Fraktionsvorstand der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Übergabe der Unterschriften für den Erhalt des Theaters als Drei-Spartenhaus an Erste Kreisrätin Yvonne Hobro und Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch am 16.11.2023. Foto: Landkreis Lüneburg.

Foto: Landkreis Lüneburg. Gegen drohende Sparmaßnahmen: Übergabe der Unterschriften für den Erhalt des Theaters als Drei-Spartenhaus an Erste Kreisrätin Yvonne Hobro und Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch am 16.11.2023. 

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