AStA Lüneburg: Lüneburg einer der teuersten Studien-Standorte in Deutschland
Vor einem Jahr waren es noch knapp 400 Euro, zum kommenden Wintersemester sind für den Semesterbeitrag fast 500 Euro fällig. Die Leuphana Universität gehört damit im bundesweiten Vergleich zu den teuersten staatlichen Universitäten, so der AStA. Kostentreiber sind Deutschlandticket und der Beitrag fürs Studierendenwerk. Der AStA fordert hier mehr Unterstützung von Land und Bund ein.
Mitteilung von: AStA der Universität Lüneburg – Am: 23.07.2026
Online:https://asta-lueneburg.de/ – Foto: Gruppe von Studierenden. Symbolfoto, Pixabay.
Studieren an der Leuphana Universität als Luxus: Lüneburg unter den teuersten Studienstandorten Deutschlands
Am 10. Juli 2026 lief die Rückmeldefrist für das kommende Wintersemester 2026/27 an der Universität Lüneburg ab. Wer im nächsten Semester noch in Lüneburg studieren will, musste bis dahin den neuen Semesterbeitrag in Höhe von 484,24 € an die Universität überweisen. Betrug der Semesterbeitrag zum Wintersemester 2024/25 noch knapp 400 Euro (393,09 €), waren es im Wintersemester 2025/26 schon rund 450 Euro (452,94 €). Für das kommende Wintersemester 2026/27 sind nun knapp 500 Euro zu bezahlen – pro Jahr rund 50 Euro mehr.
Insgesamt ist die Leuphana Universität damit im bundesweiten Vergleich eine der teuersten, wenn nicht sogar die teuerste staatliche Universität, moniert der AStA. „Mit einem Semesterbeitrag der an der 500 €-Marke kratzt, wird Studieren hier bei uns in Lüneburg zum Privileg. Niedersachsen ist doch neuerdings ganz groß. Die finanzielle Unterstützung für uns Studis scheint aber von Jahr zu Jahr kleiner zu werden“, so AStA-Sprecherin Zoë Rauch mit Blick auf die neue Kampagne „Niedersachsen. Das ist groß.“
Forderung an Bundesregierung: Deutschlandticket wieder günstiger machen
Insbesondere ins Gewicht fallen die Kostensteigerungen für das Deutschland-Semesterticket und der Beitrag zum Studierendenwerk. „Ob beim Thema Wohnen, BAföG oder Mobilität, wer in Berlin nach Unterstützung für uns Studierende sucht, sucht vergeblich“, kritisiert Helene Stephan, AStA Sprecherin in Lüneburg.
„Viele unserer Studierenden sind auf ein günstiges und sozialgerechtes Mobilitätsangebot angewiesen. Mit einem von Jahr für Jahr teurer werdenden Deutschland-Semesterticket ist das nicht gegeben. Wir fordern deshalb, dass das Deutschlandticket wieder günstiger wird – als sozial gerechtes und solidarisches Angebot für alle einkommensschwächeren Gruppen“, so Stephan. Bei der landesweiten Einführung zum Wintersemester 2024/25 hatte der Preis für 6 Monate noch 176,40 Euro betragen, 29,40 € im Monat. Inzwischen kostet es rund 50 Euro mehr.
Forderung an Landesregierung: Studierendenwerke besser finanzieren
AStA-Sprecher Philipp Näser wendet sich auch an die Landesregierung in Hannover: „Für die enorme Höhe des Studierendenwerksbeitrags von 150 € pro Semester machen wir die niedersächsische Landesregierung verantwortlich. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat man es in Hannover nicht geschafft, eine wirksame Finanzierung der Studierendenwerke und des studentischen Lebens zu ermöglichen. Jetzt wird dieses Versagen jedes Jahr durch extreme Beitragserhöhungen auf uns Studierende abgewälzt.“ Deshalb die Forderung: „Damit Studieren in Lüneburg bezahlbar bleiben kann, fordern wir eine ausreichende, aber insbesondere auch nachhaltige Finanzierung der Studierendenwerke hier bei uns in Niedersachsen.“
Steigende Lebenshaltungskosten und Mieten machen Lebensumstände immer prekärer
Denn neben dem gestiegenen Semesterbeitrag belasten bereits die allgemeinen Lebenshaltungskosten und kontinuierlich steigende Mieten die Studierenden erheblich, so dass die Lebensumstände immer prekärer werden. Die Studierendenschaft erwartet von den im nächsten Jahr anstehenden Landtagswahlen ein klares Zeichen sowie direkte Unterstützungsangebote für die Studierenden in Lüneburg und ganz Niedersachsen.
- AStA der Universität Lüneburg: https://asta-lueneburg.de/
Hintergrund: Der Semesterbeitrag – Summe aus mehreren Teilbeträgen
Der neue Semesterbeitrag setzt sich aus den folgenden Teilbeträgen zusammen:
– Deutschland-Semesterticket: 226,80 €; gestiegen um 18 €*
– Studierendenwerksbeitrag: 150,00 €; gestiegen um 12 €
– Verwaltungskostenbeitrag: 75,00 €; nicht gestiegen
– Beitrag für die studentische Selbstverwaltung: 22,00 €; gestiegen um 1 €
– Weitere Angebote (StadtRad, Hochschulsport, Semesterticketkultur, etc.): 10,44 €; gestiegen um 0,30 €
*Bei der landesweiten Einführung zum Wintersemester 2024/25 hatte der Preis für 6 Monate noch 176,40 Euro betragen, 29,40 € im Monat.

Foto: Lüne-Blog. Sehenswert, aber einer der teuersten Studienorte in Deutschland: Leuphana Universität Zentralgebäude.![]()
Lünepedia: Leuphana Universität Lüneburg
Die Leuphana Universität Lüneburg ist eine staatliche Universität in Trägerschaft einer Stiftung öffentlichen Rechts in Lüneburg. Ihre Schwerpunkte in der Forschung liegen in den Bereichen Bildung, Kultur, Nachhaltigkeit sowie Management und Entrepreneurship. In der Lehre hat sie ein für Deutschland ungewöhnliches, stark interdisziplinäres Studienmodell etabliert, mit einem College für das Bachelorstudium, einer Graduate School für die Verbindung von Master- und Promotionsstudium und einer Professional School für das Weiterbildungsstudium.
Die Universität Lüneburg wurde im Jahre 1946 ursprünglich als Pädagogische Hochschule Lüneburg gegründet und zählt mit rund 10.000 Studierenden und 1100 Beschäftigten zu den mittelgroßen Universitäten in Deutschland (Stand Wintersemester 2022/23).
Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Leuphana_Universität_Lüneburg
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