Absperrung Baustelle. Foto: Patrick Sommer, Pixabay.

Hier wird gebaut: Kanalsanierung, Endausbau Wismarer Straße und Adolph-Kolping-Straße

In einer Reihe von Straßen im Stadtgebiet stehen Kanalsanierungen an, informiert die AGL. Ab dem 20. Juli 2026 startet im Hanseviertel der Endausbau an der Wismarer Straße. Und für das Bauvorhaben an der Adolph-Kolping-Straße müssen sieben Bäume gefällt werden. Die Fällungen sind abgestimmt und werden von einem Ornithologen begleitet. Ersatzpflanzungen sind vorgesehen. Die AG Lüneburg zu Fuß wünscht sich eine einheitliche und barrierefreie Gestaltung der Infrastruktur in der Wismarer Straße – zumal in einem neuen Viertel, in dem die Stadt den Endausbau selbst gestaltet.


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 07/08.07.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Pixabay


I. August und September 2026: AGL saniert Schmutz- und Regenwasserkanäle

Die Abwasser-, Grün- und Lüneburger Service GmbH (AGL) saniert im August und September 2026 in mehreren Straßen im Lüneburger Stadtgebiet Schmutz- und Regenwasserkanäle. Die Arbeiten erfolgen in geschlossener Bauweise über die vorhandenen Kanalschächte. Dabei sind keine Baugruben erforderlich, damit bleiben die Einschränkungen für Anwohnende und Verkehr gering. 

 Je nach Straßenabschnitt dauern die Arbeiten nur wenige Stunden bis zu einigen Tagen. Schäden wie Risse, Scherben, Wurzeleinwüchse und Undichtigkeiten werden je nach Schadensbild mit spezieller Technik behoben.Während der Sanierungen kann es zu Verkehrsbehinderungen, temporären Einengungen, halbseitigen Sperrungen sowie zeitweise auch zu eingeschränkt erreichbaren Grundstückszufahrten kommen. Betroffene Anlieger*innen werden vorab gesondert informiert. Die AGL bittet um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Einschränkungen. Ziel der Maßnahme ist es, die Kanalinfrastruktur nachhaltig zu erhalten.

Betroffene Straßen in alphabetischer Reihenfolge

Alter Hessenweg, Am Bergfeld, Am Domänenhof, Am Holzberg, Am Kaltenmoor, Am Ochsenmarkt, Am Oelzepark, Am Sande, Apothekenstraße, Auf der Rübekuhle, Baumstraße, Bei der St. Johanniskirche, Brunnenweg, Burmeisterstraße, Dorfstraße, Eichenhain, Embser Kirchweg, Glockenstraße, Große Bäckerstraße, Hasenburger Ring, Hauptstraße Häcklingen, Im Häcklinger Dorfe, Im Kamp, Klosterweg, Koltmannstraße, Kurt-Schumacher-Straße, Lambertiplatz, Liebesgrund, Lüner Damm, Lüneburger Straße, Osterwiese, Pilgerpfad, Rote Straße, Rotehahnstraße, Salzstraße, Sonnenhang, Sülztorstraße, Wallstraße, Wiesengrund, Wilhelm-Leuschner-Straße, Willy-Brand-Straße.

II. Endausbau der Straßen im Hanseviertel Ost geht in der Wismarer Straße weiter

Der Endausbau der Verkehrsflächen und Gehwege im Hanseviertel Ost verläuft weiterhin planmäßig. Derzeit werden die Arbeiten in der Carl-Gottlieb-Scharff-Straße und der Ilse-Cartellieri-Straße umgesetzt. Kommende Woche soll das Vorhaben weitgehend abgeschlossen sein.

Ausbau im Bereich Wismarer Straße startet als nächstes

Im Anschluss startet voraussichtlich ab dem 20. Juli 2026 der Ausbau im Bereich der Wismarer Straße. Der erste Abschnitt zwischen der Lübecker Straße und der Carl-Gottlieb-Scharff-Straße wird voraussichtlich sechs bis acht Wochen dauern. Danach folgt der zweite Abschnitt zwischen der Carl-Gottlieb-Scharff-Straße und der Horst-Nickel-Straße. Für die Arbeiten muss die Fahrbahn voll gesperrt werden.

Anwohnende per Postwurfsendung informiert

Die betroffenen Anwohnenden werden wie gewohnt durch den Erschließungsträger per Postwurfsendung über die anstehenden Arbeiten und mögliche Einschränkungen informiert. Der Endausbau war im August 2025 gestartet. Die Sparkassen Hanse Immobilien als Erschließungsträger rechnet insgesamt mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren.

III. Geförderter Wohnraum im Hanseviertel: Einige Bäume müssen weichen

Im Bereich der Adolph-Kolping-Straße entsteht ein neues Bauvorhaben mit überwiegend gefördertem Wohnraum. Im Zuge der nun vorliegenden Baugenehmigung müssen dafür fünf Kastanien und zwei Eichen gefällt werden. Die Bäume können aufgrund von notwendigen Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen leider nicht erhalten werden.

Die Fällungen werden mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und von einem Ornithologen begleitet. Entsprechend der städtischen Baumschutzsatzung werden Ersatzpflanzungen vorgenommen: Vorgesehen sind 21 neue Bäume und 100 Quadratmeter Hecke. Weitere Bäume, die auf dem Baugrundstück keinen Platz finden, sollen im Rahmen eines weiteren Bauvorhabens berücksichtigt werden.

Stadt und Landkreis informieren: Die aktuellen Baumaßnahmen

IV. AG Lüneburg zu Fuß: Wunsch nach konsistenter und barrierefreier Weggestaltung in der Wismarer Straße

Am 11. Mai 2026 fand eine Begehung der AG Lüneburg zu Fuß im Hanseviertel im Bereich Lübecker Straße statt. Leider kam ein gemeinsamer Termin mit Zuständigen der Hansestadt nicht zustande. Neben positiven Gestaltungsbeispielen fand sich auch Kritikwürdiges, das offensichtlich nicht den aktuellen Planungsvorgaben für Gehwege entspricht. Für den Weiterbau in der Wismarer Straße wünscht sich die Arbeitsgemeinschaft eine konsistente, barrierefreie und vorgabentreue Gestaltung der Gehwege – zumal in einem neuen Viertel, in dem die Stadt den Endausbau selbst gestaltet.

Foto: Uwe Wenk, 26.04.2026. Einmündung von der Lübecker Straße in die Marie-Diederich-Straße. Die Querung ist aufwändig gestaltet mit Signalfeldern. 
Aber: Die deutliche Stufe hier dürfte Menschen mit Rollstuhl oder Rollator erhebliche Probleme beim Queren machen.
1. Foto: Uwe Wenk, 26.04.2026. Einmündung von der Lübecker Straße in die Marie-Diederich-Straße. Die Querung ist aufwändig gestaltet mit Signalfeldern für Menschen mit Sehbehinderung. Aber: Die deutliche Stufe hier macht Menschen mit Rollstuhl oder Rollator erhebliche Probleme beim Queren.
Foto: Uwe Wenk, 26.04.2026. Im Vordergrund ist der Gehweg beim Signalfeld plan abgesenkt. Es folgt darauf allerdings ein erhöhte Kante. Auf der gegenüberliegenden Seite fehlt die Nullabsenkung wieder.
2. Foto: Uwe Wenk, 11.05.2026. Positiv: Im Vordergrund weist ein Signalfeld auf den Übergang hin. Der Gehweg ist plan abgesenkt.
Negativ: Die Straßenrinne hat einen 1-2 Zentimeter hohen Absatz. Das ist ein Hindernis und gefährlich: Wenn hier die Vorderräder des Rollstuhls verkanten, besteht Sturzgefahr. Und: Auf der gegenüberliegenden Seite fehlt die Nullabsenkung wieder.
Foto: Uwe Wenk, 11.05.2026. Ort: Lübecker Straße. Links geht es in die Marga-Jess-Straße, rechts in die Hans-Heinricht-Stelljes-Straße. Positiv: Signalfelder in der Längsrichtung zur Straße weisen auf  die Querung hin. Der Gehweg ist hier auch plan abgesenkt. Die sog. Sinussteine und die Aufpflasterung signalisieren dem Kfz-Verkehr: Vorsicht, Querungstelle!
Negativ: Warum gibt es hier keine Querungsmöglichkeit für Fußgänger, die von rechts nach links über die Straße gehen wollen?
3. Foto: Uwe Wenk, 11.05.2026. Ort: Lübecker Straße. Links geht es in die Marga-Jess-Straße, rechts in die Hans-Heinrich-Stelljes-Straße. Positiv: Wer in Längsrichtung geht, wird durch Signalfelder auf Straßenquerungen hingewiesen. Der Gehweg ist hier auch plan abgesenkt. Die sog. Sinussteine und die Aufpflasterung signalisieren dem Kfz-Verkehr: Vorsicht, Querungstelle!
Negativ: Aber warum gibt es hier keine Querungsmöglichkeit für Fußgänger, die von rechts nach links über die Straße gehen wollen? Wie das Foto zeigt, müssen sie über den Grünstreifen – oder quer über die Kreuzung gehen.
Foto: Uwe Wenk, 11.05.2026. Gehweg an der Lübecker Straße. 
Positiv: Eine angenehm begeh- und befahrbare Oberfläche für Gehhilfen.
Aber: Die Standard-Gehwegbreite beträgt 2,50 Meter. Dann können zwei Menschen bequem nebeneinander und aneinander vorbei gehen. Obwohl hier genügend Platz nach links wäre, ist der Gehweg hier aber nur 2 Meter breit. Zudem ist er zugestellt mit Müllcontainern. Für Fußgänger bleiben nur noch etwa 1,20 Meter - für den Rollstuhl zu knapp.
4. Foto: Uwe Wenk, 11.05.2026. Gehweg an der Lübecker Straße. Positiv: Eine angenehm begeh- und befahrbare Oberfläche für Gehhilfen. Aber: Die Standard-Gehwegbreite beträgt 2,50 Meter. Dann können zwei Menschen bequem nebeneinander und aneinander vorbei gehen. Obwohl hier genügend Platz nach links wäre, ist der Gehweg hier aber nur 2 Meter breit. Zudem ist er zugestellt mit Müllcontainern. Für Fußgänger bleiben nur noch etwa 1,20 Meter – für den Rollstuhl kann es eng werden.
Foto: Uwe Wenk, 11.05.2026. Ort: Lübecker Straße / Einmündung Wismarer Straße. Eigentlich sollte der Gehweg hier geradeaus in Pfeilrichtung weiterführen. Aber er ist nach rechts verschwenkt. Das ist schwierig für Blinde, denn sie rechnen nicht damit, so die Rückmeldung der Vertreterin des Blinden- und Sehbehindertenverbands.
5. Foto: Uwe Wenk, 11.05.2026. Ort: Lübecker Straße / Einmündung Wismarer Straße. Eigentlich sollte der Gehweg hier geradeaus in Pfeilrichtung weiterführen. Aber er ist nach rechts verschwenkt. Das ist schwierig für Blinde, denn sie rechnen nicht damit, so die Rückmeldung der Vertreterin des Blinden- und Sehbehindertenverbands: Sturzgefahr, wenn plötzlich die Stufe kommt!
Foto: Erwin Habisch, 21. Mai 2026. Lübecker Straße, direkt rechts ist der Eingang zum REWE-Markt mit Briefkasten und Packstation - sicher ein wichtiges Ziel im Viertel. Doch wer von links aus der Alfred-Trebchen-Straße kommt, hat schlechte Karten: Es gibt hier keine Querungsmöglichkeit.
6. Foto: Erwin Habisch, 21. Mai 2026. Wer die Lübecker Straße, z. B. von der Alfred-Trebchen-Straße zum REWE-Markt mit Briefkasten und Packstation, überqueren will, hat schlechte Karten: Auch hier gibt es auf der gesamten Länge der Straße keine direkte Querungsmöglichkeit. Man muss entweder über den Grünstreifen steigen oder über Parkplätze. Für Rollstühle und Rollatoren ein echtes Hindernis.

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