Naturschutz in der Elbtalaue: Polizei-Reiterstaffel im 15. Jahr unterwegs
Hunde anleinen, keine Autos, kein Lärm und kein offenes Feuer – seit 2001 tragen Reiter:innen der Polizei gemeinsam mit den Rangern im Schutzgebiet Elbtalaue bei, dass die Tierwelt nicht gestört wird und Spazierende Rücksicht nehmen. Die vier Einsatzkräfte kommen aus den Reiterstaffeln der Polizeidirektionen Braunschweig und Hannover. Auch der Landkreis Lüneburg bittet um Rücksichtnahme auf Tier- und Pflanzenwelt.
Mitteilung von: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen – Am: 17.04.2026
Online: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59488/6257688 – Foto: PI LG/LD/UE
Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue: Wieder Polizei-Reiterstaffel unterwegs
Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen: Die Polizeireiterstaffel im Biosphärenreservat im Sommer 2026. Im Vordergrund von links: Dirk Janzen, Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung, Polizeidirektor Oliver Suckow, Landrätin Dagmar Schulz, Elbtalaue-Samtgemeindebürgermeister Jürgen Meyer, Henning Harms, Ratsherr der Gemeinde Damnatz.
Eine Erfolgsgeschichte: Bereits im fünfzehnten Jahr sind in diesem Sommer wieder Reiterinnen und Reiter der niedersächsischen Polizei im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue” unterwegs in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg. Ihre Aufgabe: Die Arbeit der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue im Schutzgebiet zu unterstützen.
Sorgen für Einhaltung der Naturschutz-Bestimmungen – von April bis August
Von Mitte April bis in den späten August sind die Polizeireiter:innen im Einsatz. In der sensiblen Brut- und Setzzeit tragen sie Sorge, dass die vielfältige Tierwelt in der Elbtalaue nicht unnötig gestört wird und die Ruhe in der Landschaft erhalten bleibt. Vier Polizeikräfte sind zu Pferd im Biosphärenreservat unterwegs. Vor Ort informieren sie über die Regeln zum Schutz von Natur und Landschaft, ahnden eklatante Verstöße und ergänzen die Tätigkeit der Ranger:innen.
Sie überwachen insbesondere auch die naturschutzrechtlichen Bestimmungen. Dazu gehört das Verbot, nicht-öffentliche Wege in Schutzgebieten zu befahren, illegales Campen, lautstarke Veranstaltungen und offenes Feuer. Die Reiter:innen geben Info-Materialien weiter und haben für Fragen stets ein offenes Ohr.
Untergebracht in Bleckede und Vietze
Untergebracht sind die Ordnungshüter:innen mit ihren Tieren in Bleckede (LK Lüneburg) und Vietze (LK Lüchow-Dannenberg). Im Landkreis Lüchow-Dannenberg sind zu Beginn die Dienstpferde Pepe und Gonzo eingesetzt. Im Landkreis Lüneburg sind Polizeikommissarin von Behren und Polizeikommissarin Reinking mit den Dienstpferden Signum und Sam in den ersten Wochen im Biosphärenreservat präsent.
Gemeinsam mit der Biosphärenreservatsverwaltung möchten die Polizeireiter:innen beitragen, dass besonders kritische Punkte entschärft werden und Gäste einen erholsamen und naturgerechten Aufenthalt in der Landschaft haben. In den vergangenen Jahren hat sich der Einsatz der Pferde ausgezahlt. Die Anzahl der geahndeten Verstöße liegt auf einem niedrigen Niveau.
Hintergrund: Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“
Das im Jahre 2002 einstimmig vom Niedersächsischen Landtag eingerichtete Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue ist der niedersächsische Beitrag zu dem UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Es erstreckt sich 100 km südöstlich von Hamburg und dehnt sich von Elbekilometer 472,5 bei Schnackenburg bis Elbekilometer 569 bei Lauenburg in Höhenlagen zwischen 5 bis 109 m über NN aus. Es ist Teil des 2.823 km² großen länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe und wurde durch das Gesetz über das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue (NElbtBRG) am 23.11.2002 mit einer Gesamtfläche von 567,6 km² eingerichtet.
Die Elbtalaue wird in erster Linie durch den Verlauf der Elbe mit ihren naturnahen Ufern und weiten Vorländern geprägt. An die noch immer regelmäßig überschwemmte Elbaue schließt auf der Landseite der Deiche die ursprüngliche Aue mit der weiträumigen Elbmarsch an. Die Bereiche der Lüneburger, Neuhauser, Dannenberger und Gartower Elbmarsch werden von den Niederungen der Elbnebenflüsse wie Aland, Seege und Jeetzel durchzogen.
Ziel des Vorhabens ist es, die einmalige Auenlandschaft mit ihren landschaftlichen, kulturellen, sozialen sowie ökonomischen Werten und Funktionen so zu erhalten und entwickeln, dass ein Miteinander von Mensch und Natur möglich ist.
- Land Niedersachsen: Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue
- Umweltkarten Niedersachsen: Interaktive Karte zum Schutzgebiet
Landkreis Lüneburg: Natur erleben und schützen
Mitteilung von: Landkreis Lüneburg – Am: 22.05.2026 – Online: https://www.landkreis-lueneburg.de
Das Sommerwetter lockt viele Menschen ins Freie. Der Landkreis Lüneburg bittet darum, dabei Rücksicht auf andere Erholungssuchende sowie die Tier- und Pflanzenwelt zu nehmen. „Die Ilmenau ist eine der empfindlichen Schutzgebiete, in denen seltene Tiere wie Eisvogel und Bachmuschel leben. Unsere Landschaftswacht ist dort unterwegs. Sie klären Ausflügler über die besondere Flora und Fauna im Naturschutzgebiet auf und wissen auch, wo das Betreten des Schutzgebietes außerhalb der Wege erlaubt ist“, erläutert Maike Mangelsdorf vom Fachdienst Umwelt beim Landkreis Lüneburg.
Ganzjährige Leinenpflicht in Naturschutz-Gebieten – Ruhegebot
Grundsätzlich gilt im Wald und in der freien Landschaft vom 1. April bis zum 15. Juli die Leinenpflicht. In Naturschutzgebieten gilt sie ganzjährig. Sie schützt den wildlebenden Tiernachwuchs während der Brut- und Setzzeit vor Störungen in ihrer Kinderstube. Aus Naturschutzgründen ist es außerdem nicht gestattet, laut Musik zu hören oder inoffizielle Badestellen an den empfindlichen Ufern der Ilmenau zu nutzen.
Außerdem untersagt die Kanuverordnung an Pfingsten eine Tour auf den Flüssen Ilmenau, Luhe und Lopau. „Dadurch soll der Ausflugsverkehr auf den Gewässern heruntergefahren werden, um den dort lebenden Tieren Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten“ erklärt Maike Mangelsdorf. „Letztlich profitieren alle davon – sowohl Menschen als auch Tiere.“ Die Landschaftswacht ist auch in anderen Naturschutzgebieten, wie dem „Hasenburger Bachtal“ oder „Kalkberg“ an den Feiertagen unterwegs und informiert zu den Schutzgebieten.
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- Biosphärenreservat bei Alt Garge: Biotop zerstört – Giftschlamm verteilt? – 08.08.2025
Zerstörte Naturflächen, einen Bagger und übelriechenden, schwarzen Schlamm – das entdeckten Spazierengehende bei Alt Garge, direkt neben dem Hinweisschild auf das Naturschutzgebiet. Womöglich wurde hier ausgebaggertes Sediment aus dem Alt Garger Hafen ausgebracht, vermutet Franziska Hapke vom BUND Elbe-Heide in Lüneburg. Die Wasserschutzpolizei ist informiert. - Elbe-Action-Day 2025: Polizei und Ranger wieder unterwegs in der Elbtalaue – 09.07.2025
Am 5. Juli 2025 führten verschiedene Polizeikräfte und Ranger der Reservatsverwaltung wieder einen gemeinsamen „Elbe-Action-Day“ durch. Ziel waren die Schutzgebiete des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue in den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg. - Im 14. Jahr: Polizeireiter:innen im Biosphärenreservat Elbtalaue unterwegs – 16.05.2025
Hunde anleinen, keine Autos, kein Lärm und kein offenes Feuer – seit 2001 tragen Reiter:innen der Polizei gemeinsam mit den Rangern bei, dass die Tierwelt nicht gestört wird und Spazierende Rücksicht nehmen.

Grafik: Elbtalaue Niedersachsen – Gesamtkarte. PDF-Datei: https://www.elbtalaue.niedersachsen.de/download/
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