Grafik: Plakat Ostermarsch 2026 (angepasst).

Ostermarsch am 4. April 2026: Für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrechte

Zum gemeinsamen Ostermarsch für Frieden und Abrüstung rufen am Ostersamstag, 4. April 2026, vier Lüneburger Vereine und Initiativen auf. Die Auftaktkundgebung findet statt um „5 vor 12“, 11:55 Uhr, am Clamartpark. Nach einem Zug durch die Innenstadt endet die Demonstration dort wieder. 


Mitteilung von: Orgateam Ostermarsch – Grafik: Plakat (angepasst).


Ostermarsch 2026: Für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrechte

Milliarden für Waffen oder für unser Leben? „Noch nie hat Deutschland so viel Geld für Aufrüstung ausgegeben wie heute. Hunderte Milliarden fließen in Waffen und Militär, während am Sozialstaat gespart wird. Es fehlt nicht an Geld. Was heute in Rüstung gesteckt wird, könnte in Schulen, Krankenhäuser, Pflege, bezahlbares Wohnen und eine sichere Zukunft für alle fließen.”

„Gemeinsam kämpfen wir dafür, dass Deutschland aus seiner Geschichte lernt: Nicht das Streben nach einer militärischen Führungsrolle, sondern der Einsatz für Frieden, Völkerverständigung und unteilbare Menschenrechte“, so der Aufruf von vier Organisationen zum Ostermarsch 2026 am Samstag, 4. April 2026, in Lüneburg. 

Mehr Information und Kontakt

Die Auftaktkundgebung findet statt um „5 vor 12“, 11:55 Uhr, am Clamartpark in Lüneburg. Der Demonstrationszug zieht dann durch die Innenstadt und wieder zurück zum Clamartpark. Dort findet um 13 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Hinter der Kundgebung stehen der Jugendverband Sozialistische Jugend – Die Falken (SJD-Die Falken/ Unterbezirk Nordniedersachsen), die Partei Die Linke (Kreisverband Lüneburg), die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschist*innen VVNBdA (Kreisvereinigung Lüneburg) und das Lüneburger Widerstandskollektiv.

Aufruf zum Ostermarsch 2026

Neuer Nationalismus

Die Politik der USA, besonders unter Donald Trump, zeigt heute offener als früher, wie Machtpolitik funktioniert. Sanktionen, militärische Drohungen und militärische Angriffe dienen dazu, geopolitische Interessen durchzusetzen. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen den Iran ist dafür ein drastisches Beispiel. Umso beschämender ist das Schweigen der Bundesregierung, die diese Eskalation faktisch mitträgt, statt sich klar gegen Krieg und für das Völkerrecht zu stellen.

Beispiel Kuba

Besonders deutlich wird das im Umgang mit Kuba und Venezuela. Seit über 60 Jahren steht Kuba unter einer Blockade der USA, die das Leben der Menschen massiv erschwert. Trotzdem hat das Land seine Unabhängigkeit bewahrt. Kuba, Venezuela und andere Länder der Region stehen für eine andere Idee internationaler Beziehungen: Konflikte sollen politisch gelöst werden, ohne militärische Gewalt und ohne Einmischung von außen. 

Sicherheit durch Frieden & soziale Gerechtigkeit

Diese Doppelmoral muss auch im Nahen Osten überwunden werden. Das Massaker der Hamas am 7. Oktober war ein schweres Verbrechen. Der Völkermord in Gaza hat tausende Zivilisten getötet und große Teile der Bevölkerung vertrieben. Wenn das Völkerrecht je nach politischem Interesse unterschiedlich angewendet wird, untergräbt das Vertrauen und verschärft Konflikte. Der Krieg in der Ukraine zeigt die Folgen militärischer Logik. Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands hat großes Leid verursacht und wurde zugleich als Vorwand einer massiven Aufrüstung genutzt. Die Geschichte zeigt: Sicherheit entsteht nicht durch mehr Waffen, sondern durch Verhandlungen und Abrüstung.

Wir fordern:
• Diplomatie und Abrüstungsverträge statt Aufrüstungspolitik
• Investitionen in Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit statt in Waffen
• Die Umstellung der Rüstungsproduktion auf zivile Industrie
• Keine Mittelstreckenraketen und keine Wehrpflicht
• Die Verwirklichung des Völkerrechts statt Doppelmoral
• Ein Ende von Sanktionen und Blockaden gegen Kuba und Venezuela.

Hintergrund: Vom Ostermarsch 1960 zur Friedensbewegung

  • NDR: Der Ostermarsch in der Lüneburger Heide 1960 wird zur Friedensbewegung – 18.04.2025
    Am Karfreitag 1960, vor 65 Jahren, starteten Atomkriegsgegner in Norddeutschland zum ersten Ostermarsch in Deutschland. Aus Bremen, Hamburg, Braunschweig und Hannover brachen kleine Gruppen von Protestierenden auf. Ziel ihres Sternmarsches: der NATO-Truppenübungsplatz Bergen-Hohne im Süden der Lüneburger Heide. Dort, im Landkreis Celle, unweit des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen, wollten die Aktivisten gegen Atomraketen demonstrieren. Im Kalten Krieg wächst der Protest der Pazifisten zu einer Massenbewegung heran.
Ostermarsch am 17.04.2022. Foto: Lünepedia - https://www.luenepedia.de/wiki/Datei:Ostermarsch_2022.jpg

Auch zur Coronazeit unterwegs: Ostermarsch am 17.04.2022. Foto: Lünepedia

Lünepedia: Friedensbewegung

In Lüneburg gibt es eine recht starke Friedensbewegung (Anti-Kriegs-Bewegung), die jedes Jahr Versammlungen und Veranstaltungen für Frieden und gegen Krieg organisiert. Die Erinnerung an den Nationalsozialismus und den damit verbundenen Vernichtungskrieg hat dabei eine besondere Bedeutung.
Ab Februar 2022 lag der Fokus der Friedensbewegung auf dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Friedensbewegung

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