Hansestadt-News: Abschied von Heike Gundermann – Mehr Sicherheit beim Stadtfest
Nach 30 Jahren im Dienst der Hansestadt Lüneburg wurde Stadtbaurätin Heike Gundermann in den Ruhestand verabschiedet. „Danke, dass du unsere Stadt so bereichert hast“, so Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Für das kommende Stadtfest vom 4. bis 7. Juni 2026 wurden die Sicherheitsstandards erhöht: Zusätzliche mobile Fahrzeugsperren und manuell bedienbare Segmente sorgen dafür, dass nur berechtigte Fahrzeuge einfahren können.
Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 26.05.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg.
Hansestadt baut Sicherheitskonzept für „Lüneburg feiert“ weiter aus
Foto: Hansestadt Lüneburg. Stadtfest Am Sande, Luftbild.
Die Hansestadt erhöht die Sicherheitsstandards für Veranstaltungen in der Innenstadt: Bereits zum Stadtfest „Lüneburg feiert“ am 4. bis 7. Juni 2026 kommen zusätzliche mobile Fahrzeugsperren zum Einsatz, die vor möglichen Angriffen mit Fahrzeugen schützen sollen. Ergänzt werden sie durch umlegbare Segmente, die manuell bedient werden und berechtigten Fahrzeugen eine kontrollierte Zufahrt ermöglichen.
„Diese mobilen Sperren werden wir uns zum Stadtfest ausleihen, aber perspektivisch selbst beschaffen“, erläuterte Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch in der jüngsten Ratssitzung. „Denn wir benötigen diese Sperren dauerhaft für die Absicherung von Veranstaltungen.“
Hintergrund: Aktuelle Entwicklungen und Austausch mit anderen Kommunen
Hintergrund der weiteren Maßnahmen sind aktuelle Entwicklungen, der enge Austausch mit anderen Kommunen und mit dem Niedersächsischen und Deutschen Städtetag. Nach dem jüngsten Vorfall in Leipzig habe die Stadt erneut intensive Gespräche mit Fachleuten und kommunalen Vertreter*innen geführt. Dabei sei deutlich geworden: Mobile Lösungen können Veranstaltungen punktuell absichern. Fachleute empfehlen jedoch zusätzlich dauerhaft installierte Polleranlagen. Ein entsprechendes Konzept liegt bereits vor.
Sicherheitsraum in der Innenstadt schaffen bei Veranstaltungen und im Alltag
Ziel ist es, langfristig einen Sicherheitsraum in der Innenstadt zu schaffen und das Risiko bekannter Anschlagsszenarien zu reduzieren – nicht nur bei Großveranstaltungen, sondern auch im Alltag. „Wir wollen weiterhin eine attraktive Innenstadt, in der Menschen möglichst sicher unterwegs sind und sich auch sicher fühlen“, betont Kalisch. Neben verkehrlichen Aspekten gehe es vor allem um zeitgemäße Sicherheitsstandards für stark frequentierte Innenstadtbereiche.
System automatischer Zugangskontrollen in Vorbereitung
Die Arbeiten für die erste versenkbare Polleranlage in der Neuen Sülze laufen bereits. Sie bildet den ersten Schritt hin zu einem System automatischer Zugangskontrollen. Die Umsetzung einer weiteren Anlage in der Bardowicker Straße ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Weitere Standorte – unter anderem bei den Brodbänken, in der Roten Straße und im Bereich der Johanniskirche – sind in der Finanzplanung berücksichtigt.
Umsetzung beschleunigen
Nach Einschätzung der Stadt ist aber ein höheres Umsetzungstempo notwendig. Deshalb soll das Thema zeitnah erneut im Ausschuss für Gefahrenabwehr beraten werden. Die Verwaltung wird dort konkrete Vorschläge zur Erweiterung und Beschleunigung vorstellen. Für das bevorstehende Stadtfest wurde das Sicherheitskonzept aber bereits verbessert.
Großer Dank und viel Wehmut beim Abschied von Heike Gundermann – Stadtbaurätin geht nach 30 Jahren in den Ruhestand
Nach 30 Jahren im Dienst der Hansestadt Lüneburg wurde Stadtbaurätin Heike Gundermann in den Ruhestand verabschiedet. In der Ratssitzung am 21. Mai 2026 würdigten Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Ratsmitglieder und weitere Weggefährt*innen ihr Wirken und dankten ihr für ihr langjähriges, besonderes Engagement.
Leitung des städtischen Baudezernats
Als Leiterin des städtischen Baudezernats hat Heike Gundermann die Entwicklung der Hansestadt über drei Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Immer wieder gelang es ihr, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und tragfähige Lösungen für die Stadt zu entwickeln. Oberbürgermeisterin Kalisch dankte der scheidenden Stadtbaurätin für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Leidenschaft, Kompetenz, Kreativität und Menschlichkeit. „Danke, dass du unsere Stadt so bereichert hast“, sagte Kalisch.
Stadtbild von Lüneburg geprägt
Zu den großen Aufgabenfeldern der Stadtbaurätin gehörten die Konversion der Kasernen in den 1990er-Jahren zur Universität und zum Stadtteil Hanseviertel, der Schutz und die behutsame Weiterentwicklung der historischen Altstadt, der Denkmalschutz, die Stadtsanierung, der Wohnungsbau in vielen Bereichen und der Ausbau wichtiger Infrastruktur-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen.
Viele Herzensthemen – Verantwortung für Erinnerungskultur
Zu ihren Herzensthemen gehörte die Sanierung des historischen Rathauses, der Aus- und Umbau der Fußgängerzonen und die Gestaltung öffentlicher Plätze. Auch die Gestaltung der Erinnerungskultur war für sie ein Anliegen: Die Synagogen-Gedenkstätte, die Umgestaltung des Mahnmals im Tiergarten und die Neugestaltung des Jüdischen Friedhofs. „Geschichte und Erinnerung müssen Teil des Stadtbildes sein“, so Claudia Kalisch in ihrer Rede vor dem Rat. „Ich bin dankbar, dass sich Lüneburg auch dank dieser Haltung von Heike Gundermann seiner großen Verantwortung bewusst ist.“
Abschiedsrede: Kompromisse machen stärker
Heike Gundermann selbst blickte in ihrer Abschiedsrede mit Dankbarkeit und auch mit Wehmut zurück: „Es war ein Privileg, die Stadt gestalten zu dürfen.“ Zugleich zog sie ein persönliches Fazit aus drei Jahrzehnten kommunaler Arbeit: „Ich habe gelernt, dass Kompromisse nicht schwächen, sondern stärken, weil sie unterschiedliche Perspektiven zusammenführen.“
Besonders dankte Gundermann ihrem Team im Baudezernat, den Ratsmitgliedern, den Dezernent*innen und den vielen Menschen aus Vereinen, Verbänden, Initiativen und der Bürgerschaft, die die Stadtentwicklung begleitet und mitgestaltet haben. Aus allen Fraktionen des Rates kam großes Lob für ihre Fachkompetenz, ihr Engagement und ihren langjährigen Einsatz für Lüneburg.
Maja Lucht tritt Nachfolge als Stadtbaurätin an
Nachfolgerin von Heike Gundermann wird Maja Lucht. Der Rat hatte die langjährige Mitarbeiterin der Hansestadt und bisherige Leiterin der städtischen Gebäudewirtschaft im Februar 2026 einstimmig zur neuen Stadtbaurätin gewählt. Die 50-Jährige betonte in ihrer Bewerbungsrede: „Lüneburg ist wunderschön. Als Stadtbaurätin möchte ich die Identität dieser Stadt bewahren und zugleich mutig weiterentwickeln.“ Zugleich skizzierte sie ihr Verständnis von Verwaltung als verlässliche Partnerin von Politik und Stadtgesellschaft: „Gute Stadtentwicklung gelingt dauerhaft nur im Dialog. Ich stehe für respektvolle Zusammenarbeit, klare Kommunikation und Verlässlichkeit.“
Amtszeit beginnt am 1. Juni 2026
Sie würdigte ihre Vorgängerin: „Die Zusammenarbeit mit Heike Gundermann war für mich prägend. Für das Vertrauen und viele gemeinsame Diskussionen bin ich sehr dankbar.“ Im vorausgegangenen Auswahlverfahren hatte sich Lucht unter zahlreichen Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt. Ihre achtjährige Amtszeit beginnt am 1. Juni 2026.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Lüneburgs scheidende Stadtbaurätin Heike Gundermann (rechts) und ihre Nachfolgerin Maja Lucht.
![]()
Ergänzung oder Korrektur? Bitte Mail an redaktion@luene-blog.de – danke!
Lüne-Blog veröffentlicht Pressemitteilungen, Berichte und Veranstaltungshinweise von Parteien, Verbänden und Zusammenschlüssen: https://luene-blog.de/ueber-uns/
Lüne-Blog kannst du auch lesen bei:
![]() |
![]() |
![]() |


