Am 30. April 2024 gründete sich die Strategiegruppe Bildung als beratendes Gremium der Kreispolitik. Foto: Landkreis Lüneburg.

Landkreis Lüneburg: Strategie für die Bildungsregion – Förderung für fünf Sportvereine

Mehr Netzwerke für Bildungsträger und Lehrkräfte, ein Welcome Center für ausländische Fachkräfte und ein Inklusionskonzept für Schulen – so drei zentrale Maßnahmen aus der Bildungsstrategie für den Landkreis Lüneburg, beschlossen im Juni 2026. Erarbeitet wurde das Konzept im Rahmen des Projekts BILL, „Bildung im Landkreis Lüneburg“. Nun geht es an die Umsetzung. Im Bereich Sport wurden Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 63.000 Euro für fünf Sportvereine im Landkreis bewilligt. 


Mitteilung von: Landkreis Lüneburg – Am: 03.07.2026
Online: https://www.landkreis-lueneburg.de – Foto: Landkreis Lüneburg.


I. Landkreis: Strategie für Bildungsregion Lüneburg

Wie soll die Bildungsregion Lüneburg weiterentwickelt werden?

Foto: Landkreis Lüneburg (Archiv). Am 30. April 2024 gründete sich die Strategiegruppe Bildung als beratendes Gremium der Kreispolitik. Nun wurde die Bildungsstrategie für den Landkreis offiziell beschlossen.

Am 1. Juli 2024, startete das Förderprojekt BILL (Bildung im Landkreis Lüneburg). Das Ziel: Bildungschancen für alle Bürgerinnen und Bürger verbessern und die Basis für eine starke und zukunftsfähige Gemeinschaft legen. Nun, zwei Jahre später, gaben Schul- und der Kreisausschuss grünes Licht für die Umsetzungsstrategie und wichtige Maßnahmen: Mehr Netzwerke für Bildungsträger und Lehrkräfte, ein Welcome Center für ausländische Fachkräfte und ein Regionales Inklusionskonzept für Schulen.

Ziele entwickelt im Rahmen von BILL – „Bildung im Landkreis Lüneburg“

Die Ziele der Strategie wurden im Landkreis im Rahmen des Projekts BILL – „Bildung im Landkreis Lüneburg“ erarbeitet. Grundlage dafür waren eine Online-Befragung mit rund 850 Teilnehmenden aus dem Landkreis Lüneburg und das „Bildungsforum Landkreis Lüneburg“ mit Fachleuten im Jahr 2025. Daraus wurden Maßnahmenvorschläge in sechs Themenfeldern entwickelt:

  1. Im Handlungsfeld Fachkräftesicherung sieht die Strategie den Aufbau eines Welcome Centers vor. Ergänzend sollen ein Netzwerk Berufsorientierung für Lehrkräfte und ein Bündnis Berufliche Bildung für Bildungsträger eingerichtet werden.
  2. Im Bereich Inklusion ist vorgesehen, gemeinsam mit der Hansestadt Lüneburg und dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RSLB) ein Regionales Inklusionskonzept für Schulen einzuführen. Inklusive Angebote und Zugänge in den Museen sollen sichtbarer werden. Der Austausch zwischen Schulbegleitungen und der weiteren Schulgemeinschaft soll intensiviert und eine Projektgruppe unter Federführung der Jugendämter zu gruppenbezogenen Assistenzleistungen an Schulen eingerichtet werden, um inklusiv beschulte Kinder besser in die Schulgemeinschaft zu integrieren.
  3. Auch die politische Bildung soll gestärkt werden. Dazu wird zum Beispiel mit dem „SchnackMobil – Der Bus für Austausch und Beteiligung“ eine niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeit geschaffen. Ein Orientierungsrahmen für fächerübergreifende Demokratiebildung soll politische Bildung besser vernetzen und verankern.
  4. Gestärkt wird ebenfalls die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Eine BNE-Förderberatung, eine Plakatkampagne sowie eine Rallye durch den Landkreis mit Bezug zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen sollen BNE langfristig im Landkreis Lüneburg verankern.
  5. Im Handlungsfeld Integration durch Bildung sieht die Strategie vor, einen einheitlichen Übergabebogen zwischen Kindergärten und Grundschulen zur Sprachförderung zu erarbeiten. Zudem soll es Impulsangebote für Fachpersonal in Kindertagesstätten und Schulen zum Thema Mehrsprachigkeit geben und einen Familienwegweiser für geflüchtete Familien.
  6. Sechster Schwerpunkt der Bildungsregion ist die Kulturelle Bildung. Geplant sind unter anderem eine Kulturmesse, eine Kulturwoche, eine Info-Broschüre für Schulen und eine Radio ZuSa-Sendereihe, um Bildungs- und Kulturthemen öffentlich sichtbar zu machen.

Was ist die Bildungsregion Lüneburg?

Die Bildungsregion Lüneburg ist ein Zusammenschluss zwischen dem Landkreis Lüneburg und allen wichtigen Akteuren im Bereich Bildung. Seit Sommer 2024 trägt das Projekt BILL hierzu bei. Das Projekt BILL wird im Rahmen des Programms „Bildungskommunen“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.

Grafik: Landkreis Lüneburg. Leitlinien- und Zielentwicklung BILL (Bildung im Landkreis Lüneburg), 2024-2025. Quelle: Umsetzungsstrategie für die Bildungsregion Lüneburg, S. 2, Mai 2026.

Grafik: Landkreis Lüneburg. Leitlinien- und Zielentwicklung BILL (Bildung im Landkreis Lüneburg), 2024-2025. Quelle: Umsetzungsstrategie für die Bildungsregion Lüneburg, S. 2, Mai 2026.

Mehr bei Lüne-Blog

  • Landkreis Lüneburg will „Bildungskommune“ werden – 17.11.2023
    Bildungsangebote vernetzen, Fachkräfte sichern, Inklusion voranbringen und die politische Bildung stärken: Für diese wichtigen Aufgaben wird der Landkreis Lüneburg Fördermittel aus dem Programm „Bildungskommunen“ des Europäischen Sozialfonds (ESF) beantragen. Diesen Beschluss hat der Ausschuss für Schule und Bildung des Kreistages am Dienstag, 14. November 2023, gefasst.

II. Kreissportförderung: Zuschüsse für fünf Sportvereine beschlossen

Der Ausschuss für Sport, Partnerschaft und Kultur des Landkreises Lüneburg hat Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 63.000 Euro für fünf Sportvereine im Landkreis bewilligt. Mit den Zuschüssen werden Investitionen in moderne Sportstätten, nachhaltige Infrastruktur sowie neue Sportangebote unterstützt. Ziel der Kreissportförderung ist es, den Sport vor Ort langfristig zu stärken und attraktive Bedingungen für Vereinsmitglieder aller Altersgruppen zu schaffen.

Gefördert werden folgende Maßnahmen:

  • Der MTV Treubund Lüneburg von 1848 e.V. erhält einen Zuschuss in Höhe von rund 3.000 Euro für die Erneuerung von Lager- und Sanitärcontainern auf der Baseballanlage. Die vorhandenen Container sind durch Alter und Witterung stark verschlissen und müssen ersetzt werden. Der neue WC-Container verbessert die Bedingungen für den Trainings- und Spielbetrieb der Kinder- und Jugendabteilung, denn aktuell befinden sich die nächsten Sanitäranlagen noch außerhalb des Geländes. So trägt die Maßnahme zu mehr Sicherheit und einer besseren Aufsicht der Kinder während des Trainings bei.
  • Der SV Ilmenau von 1923 e.V. wird mit 25.000 Euro bei der Modernisierung seiner Sportanlage in Deutsch Evern unterstützt. Geplant sind der Neubau einer energieeffizienten LED-Flutlichtanlage auf dem A-Platz, die Umrüstung der bestehenden Flutlichtanlage auf dem B-Platz auf LED-Technik und die Errichtung neuer Ballfangzäune und einer Barriere auf dem A-Platz. Die Investitionen verbessern die Trainings- und Wettkampfbedingungen und leisten einen Beitrag zu mehr Energieeffizienz.
  • Der TuS Reppenstedt 1962 e.V. erhält 7.000 Euro für den Umbau einer ehemaligen Hochsprunganlage in drei moderne Outdoor-Pickleballfelder. Die in Deutschland noch vergleichsweise junge Sportart ähnelt dem Tennis und erfreut sich im Verein großer Beliebtheit. Bereits innerhalb kurzer Zeit ist die neue Abteilung auf rund 60 aktive Spielerinnen und Spieler angewachsen. Mit der neuen Außenanlage kann das Angebot künftig ganzjährig angeboten und gleichzeitig eine innovative Sportart in der Region weiter etabliert werden.
  • Der Tennis-Club Barum e.V. wird mit 3.600 Euro unterstützt, um seine Tennisplätze für die Saison 2026 instand zu setzen. Die Anlage wurde vor etwa 50 Jahren auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet und weist dadurch bis heute Absenkungen, insbesondere auf Platz 1, auf. Durch erhöhten Materialbedarf können die Plätze weiterhin bespielbar gehalten werden. Die Sanierungsarbeiten werden seit vielen Jahren in erheblichem Umfang durch ehrenamtliches Engagement der Vereinsmitglieder geleistet.
  • Der Tennisclub Amelinghausen e.V. erhält einen Zuschuss in Höhe von rund 25.000 Euro für die Erneuerung des Hallendaches seiner Tennishalle. Das rund 30 Jahre alte Dach weist erhebliche Korrosionsschäden auf und muss dringend saniert werden. Im Zuge der Dachsanierung wird auf der Südseite der Halle eine Photovoltaikanlage installiert. Die Einnahmen aus einem langfristigen Dachpachtvertrag fließen dem Verein bereits zu Beginn des Projekts zu und unterstützen die Finanzierung der Maßnahme.

Mehr Information und Kontakt

Die Förderung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung des Kreisausschusses. Mit den fünf bewilligten Anträgen wären die Fördermittel für dieses Jahr ausgeschöpft. Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten gibt es online beim Landkreis Lüneburg.

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Grafik: Hansestadt Lüneburg. Verteilung der Sportanlagen im Stadtgebiet, Ausschnitt. Aus: Konzept Sportentwicklungsplanung, Anlage 1

Grafik: Hansestadt Lüneburg. Verteilung der Sportanlagen im Stadtgebiet, Ausschnitt. Aus: Konzept Sportentwicklungsplanung, Anlage 1. Das Konzept stellt dazu fest (S.8): „Grundsätzlich sollte eine gleichmäßige bedarfsgerechte Verteilung der unterschiedlichen Sportangebote im Stadtgebiet angestrebt werden. Maßstab hierfür sollten die Bevölkerungsverteilung und -zusammensetzung sein. Auffällig ist, dass sich relativ viele Sport- und Bewegungsangebote in den südlichen und westlichen Stadtteilen befinden, während im östlichen Bereich der Stadt weniger Angebote vorhanden sind.“ – Konzept mit allen Anlagen (Matrix und Karte): mehr

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