Ministerin Miriam Staudte zu Besuch in Bleckede, Lüneburg, Bienenbüttel und Gifhorn
Die 1400 Schafe von Stefan Erb in Bleckede, das Tierheim in Lüneburg, die Heiderinder in Bienenbüttel und das Tierschutzzentrum bei Gifhorn – sie bekamen am 13. Juli 2026 Besuch von Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte. Tierwohl, Deichpflege und Artenschutz standen an dem Tag im Mittelpunkt ihrer Sommertour – und Menschen, die hier besonderes Engagement zeigen.
Mitteilung von: Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz – Am: 14.07.2026
Online: https://www.ml.niedersachsen.de/ – Foto: David Carreno Hansen.
Ministerin Miriam Staudte auf Sommerreise: Von der Schäferei über ein Tierheim bis zur Weideschlachtung
Zu Besuch bei Menschen, die Verantwortung für Tiere übernehmen
Foto: David Carreno Hansen. Ministerin Miriam Staudte zu Besuch bei Landwirt Alexander Schmidt, Heiderinder GmbH.
Tierhaltung und Tierschutz können viele Gesichter haben. Das konnte auch Ministerin Miriam Staudte am 13. Juli 2026, dem ersten Tag ihrer diesjährigen Sommerreise, beobachten. Im Mittelpunkt des Tages standen Menschen, die Verantwortung gegenüber Lebewesen übernehmen.
Start bei der Wanderschäferei in Bleckede – Herdenschutz-Hunde in Aktion
Los ging es nahe des Elbdeiches bei Bleckede bei der traditionsreichen Wanderschäferei von Stefan Erb. Rund 14 Herdenschutzhunde bewachen dort die Schafherden des Berufsschäfers. Sein Konzept hat sich bewährt: Seit Stefan Erb die imposanten Herdenschutzhunde, eine Kreuzung aus Pyrenäenberghunden, zum Schutz seiner knapp 1.400 Schafe vor Wölfen einsetzt, ist keines seiner Tiere mehr gerissen worden. Das ein großer Erfolg. Denn unter seinen Schafen leben neben Schwarzköpfigen Fleischschafen und Coburger Fuchsschafen auch Weiße Leineschafe, eine bedrohte Nutztierrasse.
Wirksamer Schutz vor Wölfen, für Landschaft und Hochwasserschutz
Um die Tiere zu schützen, sind die Hunde rund um die Uhr im Einsatz. Zudem sind sie ausgesprochen menschenfreundlich. Das ist eine wichtige Voraussetzung, denn die vier bis fünf Herden grasen auf rund 50 Kilometern Elbdeich in einem stark frequentierten Tourismusgebiet. Dank der Hunde, die Stefan Erb mittlerweile selbst züchtet, kann der Schäfer die traditionelle Hütehaltung fortführen – eine heute selten gewordene Form der Weidetierhaltung und ein wertvolles Kulturgut.
„Der Betrieb zeigt eindrucksvoll, wie wirksam Herdenschutzhunde zum Schutz der Schafherden vor Wölfen eingesetzt werden können“, stellt Miriam Staudte fest. „Durch sie bleibt nicht nur die traditionelle Weidetierhaltung an Deichen möglich, sie tragen auch maßgeblich zum Erhalt der Kulturlandschaft und des Hochwasserschutzes bei.“
- Artlenburger Deichverband: „Goldener Tritt der Schafe festigt die Deiche“ – Die Bedeutung der Schafe für die Deichpflege
Besuch beim Tierschutzverein in Lüneburg
Die nächste Station führte Ministerin Staudte nach Lüneburg zum Tierschutzverein Lüneburg und Umgebung e.V. Im Tierheim finden jedes Jahr mehr als 1.000 Tiere ein vorübergehendes Zuhause – von Hunden und Katzen über Meerschweinchen bis hin zu verletzten oder hilfsbedürftigen Wildtieren. Mit großem Engagement kümmert sich das Team um die Versorgung und Vermittlung der Schützlinge.
„Das Tierheim und der Tierschutzverein leisten Tag für Tag unverzichtbare Arbeit. Hier wird mit großem Engagement Verantwortung für Tiere übernommen – und gleichzeitig Menschen geholfen, die ihre Tiere trotz schwieriger Lebensumstände behalten möchten“, hebt die Ministerin hervor.
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Tierschutzverein Lüneburg und Umgebung e.V.: https://www.tierschutzverein-lueneburg.de
Bei den Heiderindern in Bienenbüttel
Weiter ging es nach Bienenbüttel zur Heiderinder GmbH. Hier hält Landwirt Alexander Schmidt Hereford-Mutterkühe mit ihren Kälbern, Färsen und Schweine auf weitläufigen Weideflächen in der Heide. Zum Betriebskonzept gehört die stressarme Weideschlachtung, die er selbst durchführt. Kurze Wege, ein routinierter Ablauf und eine ruhige, vertraute Umgebung ersparen den Tieren bis zuletzt unnötigen Stress und geben ihnen Sicherheit. So werden Regionalität, Tierwohl und Nachhaltigkeit konsequent miteinander verbunden. Für Alexander Schmidt gehört das zu seiner Verantwortung gegenüber den Tieren und der Natur – als Haltung zum Leben.
„Mich begeistert die Innovationskraft und der Enthusiasmus, die von diesem Betrieb ausgehen“, so die Ministerin beeindruckt. „Mit seinem Ideenreichtum leistet Alexander Schmidt auch einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und regionale Lebensmittelproduktion. Das innovative Konzept der Weideschlachtung zeigt, dass sich hohe Tierwohlstandards und regionale Wertschöpfung sinnvoll miteinander verbinden lassen.“
- Heiderinder GmbH – Tierzucht für den ökologischen Landbau: https://www.heiderinder.de
… und im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde im Landkreis Gifhorn
Zum Abschluss besuchte Ministerin Staudte das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde im Landkreis Gifhorn. Die Einrichtung zählt mit einer Kapazität von mehr als 2.500 Tieren zu den größten Auffang- und Pflegestationen Niedersachsens. Sie ist gleichzeitig die staatlich anerkannte Storchenpflegestation des Landes. Hier werden kranke, verletzte oder hilflos aufgefundene Wildtiere versorgt und – wenn möglich – wieder auf ein Leben in der Natur vorbereitet – von Vögeln und Säugetieren bis hin zu Amphibien und Reptilien.
Das Engagement des Zentrums reicht über die Pflege verletzter Wildtiere hinaus: „Das Zentrum in Leiferde vermittelt Wissen, schafft Verständnis für ökologische Zusammenhänge und begeistert Menschen für den Schutz unserer heimischen Arten. Hier wird deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit von Ehrenamt, Fachleuten und öffentlicher Hand für wirksamen Natur- und Artenschutz ist“, stellt Miriam Staudte fest.
- NABU-Artenschutzzentrum Leiferde: Rettungsstation für Wildtiere
Information: Miriam Staudte
Miriam Staudte (Bündnis 90/Die Grünen), Jahrgang 1975, ist seit November 2022 niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Zuvor war sie von Februar 2008 bis November 2022 Abgeordnete des niedersächsischen Landtages. Staudte studierte in Lüneburg und war hier auch politisch engagiert.
- Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Ministerin Miriam Staudte

Foto: David Carreno Hansen. Ministerin Miriam Staudte im NABU Artenschutzzentrum Leiferde.

Foto: David Carreno Hansen. Ministerin Miriam Staudte und Schäfer Stefan Erb von der Wanderschäferei.
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