Sicher unterwegs auf zwei Rädern: Polizei-Aktionstag „sicher.mobil.leben“ am 28. April 2026 – auch in Lüneburg
Beim bundesweiten Aktionstag „sicher.mobil.leben“ am Dienstag, 28. April 2026, nimmt die Polizei Zweiräder in den Blick – auch in Lüneburg. Hintergrund: 1.026 Menschen starben 2024 in Deutschland auf einem Fahrrad, Motorrad, Motorroller oder E-Scooter. Fast 25.000 wurden schwerverletzt, weist die Deutsche Verkehrswacht hin, die die Aktion unterstützt. Sie fordert eine bessere Infrastruktur, aber auch verantwortliches Verhalten im Verkehr.
Mitteilung von: Deutsche Verkehrswacht e.V. – Am: 24.04.2026
Online: https://www.presseportal.de/pm/80446/6262092 – Foto: Rendel-Freude (DVW) mit Logo sicher.mobil.leben (Polizei Hamburg).
Mehr Sicherheit auf zwei Rädern: Deutsche Verkehrswacht unterstützt bundesweiten Polizei-Aktionstag „sicher.mobil.leben“
Foto: Rendel-Freude (DVW) mit Logo „sicher.mobil.leben“ (Polizei Hamburg). Frau auf einem E-Bike an einer Kreuzung.
1.026 Menschen starben im Jahr 2024 auf einem Fahrrad, Motorrad, Motorroller oder E-Scooter. Fast 25.000 wurden schwerverletzt. Die Hälfte der Getöteten war mit dem Motorrad unterwegs, der Rest waren zu 43 Prozent Radfahrende. Tödliche E-Scooter-Unfälle sind (noch) vergleichsweise selten, doch ihre Zahl steigt Jahr für Jahr.
Angesichts dieser Lage mahnt die Deutsche Verkehrswacht (DVW), für mehr Sicherheit auf Zweirädern zu sorgen. Sie unterstützt den bundesweiten Aktionstag „sicher.mobil.leben – Zweiräder im Blick“. Am Dienstag, 28. April 2026, finden dazu überall in Deutschland Aktionen und Schwerpunktkontrollen der Polizei statt. Auch die Polizei in Lüneburg kündigt Kontrollen an.
Verkehrswacht: Bessere Infrastruktur erforderlich, aber auch eigene Maßnahmen
Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht: „Wir haben zu wenig Sicherheit auf zwei Rädern. Darum brauchen wir gute Infrastruktur und müssen Fahrsicherheit durch gezielte Mobilitätstrainings erhöhen. Aber Biker, Radler und E-Scooter-Nutzende sollten sich auch fragen, was sie selbst noch in die Waagschale werfen können. Ich rede von überhöhtem Tempo, Drogen und Alkohol, Fahren auf dem Gehweg oder Ablenkung.“
30 Prozent der schweren Unfälle auf Zweirädern sind Alleinunfälle
Konflikte entstehen meist mit PKWs. Doch immerhin 30 Prozent der schweren Unfälle von Motorrad, Fahrrad und E-Scooter sind Alleinunfälle. Sie lassen sich oft auf individuelles Fehlverhalten zurückführen. Da Zweiradfahrende ungeschützt unterwegs sind, müssen sie zudem immer mit deutlich schlimmeren Unfallfolgen rechnen.
Verantwortlich unterwegs sein mit Rad und E-Scooter
Viele tödliche Verletzungen bei Alleinunfälle auf dem Fahrrad ließen sich vermeiden, wenn konsequent ein Fahrradhelm getragen wird. Für mehr Fahrsicherheit bei den beliebten E-Bikes bietet die Verkehrswacht in Lüneburg Pedelec-Trainings an. Sie engagiert sich auch bei der Radfahrerziehung von Kindern und Jugendlichen.
Je mehr E-Scooter unterwegs sind, umso mehr steigen auch hier die Unfallzahlen. Häufig wird auf dem Gehweg gefahren oder mehrere Personen sind auf einem Fahrzeug unterwegs. Auch Handynutzung oder Alkoholfahrten werden festgestellt. Viele kennen auch die Verkehrsregeln nicht. Die Verkehrswacht klärt neben praktischen Trainings auch auf und wirbt für den Schutzhelm.
Vorsicht auf dem Motorrad
Unangepasste Geschwindigkeit, falsche Einschätzung der Straßenverhältnisse oder individuelle Fahrfehler bei Motorrädern führen zu vielen Unfällen. Besonders außerorts auf kurvenreichen Landstraßen steigt die Unfallwahrscheinlichkeit enorm. Die Verkehrswacht bietet in Lüneburg Fahrsicherheitstrainings speziell für Motorräder an. Darüber hinaus ist gute Schutzkleidung empfohlen. Leitplanken sollten mit Unterfahrschutz ausgestattet sein oder nachgerüstet werden, um Unfallfolgen zu reduzieren.
Kirsten Lühmann: „Auch auf zwei Rädern haben es Verkehrsteilnehmende oft genug selbst in der Hand, einen schweren Unfall zu vermeiden. Daraus können wir etwas machen. Um dafür zu sensibilisieren, sind Formate wie der Aktionstag sicher.mobil.leben hilfreich.“
- Deutsche Verkehrswacht – Presseportal: Polizei-Aktionstag „sicher.mobil.leben“ am 28. April 2026
- Verkehrswacht Lüneburg: https://www.landesverkehrswacht.de/verkehrswacht-lueneburg/
Instagram: https://www.instagram.com/verkehrswacht_lueneburg/
Facebook: https://www.facebook.com/verkehrswacht.lueneburg/
Mehr bei Lüne-Blog
- Polizei: Verkehrsunfallstatistik im Landkreis Lüneburg für 2025 – Tendenz steigend – 17.04.2026
Knapp 4500 Verkehrsunfälle gab es 2025 im Landkreis Lüneburg, das sind fast 5 Prozent mehr Unfälle als im Vorjahr. Rund 900 Menschen wurden 2025 im Landkreis verletzt, 10 Menschen – 7 mehr als im Vorjahr – starben. Eine hohe Zahl an Opfern und viel Leid. Die Polizei bemüht sich weiter um Prävention und Verkehrskontrollen. - Sicher Radfahren lernen: Erklärvideo der Verkehrswacht auch auf Arabisch, Ukrainisch und Russisch – 26.07.2026
In sicherer Umgebung können Jungen und Mädchen auf dem Verkehrsübungsplatz Sülzwiesen in Lüneburg das Radfahren üben. Eltern können hier mit den Kindern das Beherrschen des Rades und die Verkehrsregeln trainieren. Videos der Verkehrswacht bei YouTube zeigen vorab, worauf es ankommt – jetzt auch in verschiedenen Sprachen. - Polizei Lüneburg: Sicher in die Motorradsaison 2026 starten – 20.04.2026
Motorradfahrende gehören zur Hochrisikogruppe im Straßenverkehr. Einer der Gründe: Mangelnde Routine nach der Winterpause. „Die meisten Unfälle könnten durch regelkonformes Fahren, insbesondere durch angepasste Geschwindigkeit und ausreichende Abstände, vermieden werden“, mahnt Verkehrssicherheitsberater PHK Martin Schwanitz.

Grafik: Unfallatlas Deutschland, Kartenausschnitt Lüneburg (Screenshot). Unfallorte mit Personenschaden in 2024. Jeder rote Punkt bedeutet: Hier ist mindestens eine Person verletzt worden.
![]()
Ergänzung oder Korrektur? Bitte Mail an redaktion@luene-blog.de – danke!
Lüne-Blog veröffentlicht Pressemitteilungen, Berichte und Veranstaltungshinweise von Parteien, Verbänden und Zusammenschlüssen: https://luene-blog.de/ueber-uns/
Lüne-Blog kannst du auch lesen bei:
![]() |
![]() |
![]() |


