Foto: Polizeiinspektion Lüneburg/ Lüchow-Dannenberg/ Uelzen. Kontrolle von Elektro-Kleinstfahrzeuge und E-Scootern in Bad Bevensen am 2. Juni 2026.

Polizei kontrolliert E-Scooter – Warnung vor falschen Polizeibeamten und Trickdiebstahl

Anfang Juni 2026 hatte die Polizei hier einiges zu tun: In Bad Bevensen wurden bei Kontrollen eine ganze Reihe Elektro-Kleinstfahrzeuge aus dem Verkehr gezogen. In Lüneburg gab es Anrufe von falschen Polizisten und Trickdiebstähle. Zudem wurden Drogenlager ausgehoben. Immerhin: 2025 gab es vor Ort 10 Prozent weniger Straftaten, deutlich weniger Fahrrad-Diebstähle und eine höhere Aufklärungsquote – so die Kriminalstatistik der Polizeinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen.


Mitteilung von: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen – Am: 03./04.06.2026
Online: https://www.presseportal.de/blaulicht/nr/59488 – Foto: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen.


I. Uelzen/Bad Bevensen: Polizei kontrolliert verstärkt E-Scooter und ahndet Verstöße

Foto: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Am 2. Juni 2026 zog die Polizei in Bad Bevensen mehrere Elektro-Kleinstfahrzeuge und E-Scooter aus dem Verkehr.

Bereits seit mehreren Wochen und Monaten ist die Polizei in Bad Bevensen präsent und kontrolliert, wie bereits bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik angekündigt, verstärkt auch Elektrokleinstfahrzeuge und E-Scooter. Dabei zogen die Beamten in den letzten Wochen mehrere Elektrokleinstfahrzeuge – so E-Scooter ohne Allgemeine Betriebserlaubnis und einen Scooter mit zwei 1000-W-Motoren – mit aus dem Verkehr.

Am 2. Juni 2026 kontrollierten Beamte in der Brückenstraße in Bad Bevensen gegen 15:00 Uhr auch einen 62-Jährigen auf einem rasanten E-Scooter. Das Fahrzeug hatte keine Genehmigung und konnte im Leerlauf fast 40 Stundenkilometer erreichen. Die Beamten stellten den Scooter sicher. Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Die Polizei kündigt schon jetzt weitere Kontrollen an.

Regelungen für E-Scooter: Wer darf wo wie fahren?

Kaum ein Gefährt wurde in so kurzer Zeit so beliebt und gleichzeitig so gehasst wie die E-Tretroller. Wo darf man mit E-Scooter eigentlich fahren? Braucht man einen Führerschein? Und was passiert, wenn man sich nicht an die Regeln hält? Die Polizei will zur Thematik sensibilisieren und weist noch einmal auf die wichtigsten Regeln hin.

Die rechtlichen „Big Points“

  • Mindestalter: über 14 Jahre – Führerschein nicht erforderlich
  • Betriebserlaubnis (für den E-Scooter) erforderlich – aktuelle Versicherungsplakette notwendig (schwarz)
  • Nutzung: Auf keinen Fall zu zweit! – Helm (schützt den Kopf) wäre klasse
  • Strenge Alkoholregeln: 0,0 Promille für Fahranfänger und unter 21 Jahren, Grenzwerte wie beim Autofahren – Drogen: Finger weg
  • Keine Handynutzung -> nur mit installierter Halterung
  • Wo darf ich fahren? – Auf der Fahrbahn oder Radweg. Nicht auf dem Gehweg, nicht in Fußgängerzonen!

II. Lüneburg/Deutsch Evern: Vorsicht, wieder Anrufe von falschen Polizisten

Im Notfall 110 wählen!In letzter Zeit gab es wieder gehäuft Anrufe von falschen Polizeibeamten in der Region Lüneburg, Deutsch Evern und Melbeck. Die Angerufenen witterten den Betrug, beendeten das Gespräch und verständigten die richtige Polizei! „Gut gemacht!“, lobt die Dienststelle. 

Bei diesen Anrufen fordern die Betrüger mit verschiedensten Begründungen dazu auf, Geld- und Wertgegenstände aus Haus und Wohnung oder auch von der Bank zu holen und an vermeintliche Polizisten oder einen Kurier zu übergeben. Den Opfern wird zum Beispiel erklärt, dass alle Wertsachen zu Sicherheit abgegeben werden müssen, da demnächst ein Wohnungseinbruch geschehen wird – die Polizei wisse das aus Ermittlungsarbeiten. Die Zielgruppe der Betrüger sind meist ältere Menschen. Die Polizei warnt: „Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und werden Sie misstrauisch!“ Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit.

Tipps zum Schutz vor Telefonbetrug

  • Bei Gesprächen dieser Art misstrauisch sein. Im Zweifel die Polizei unter der Telefonnummer 110 selbst anrufen und den Vorfall mitteilen (keine Wahlwiederholung verwenden und bitte Telefon für einige Sekunden aufgelegt lassen, damit die vorherige Verbindung korrekt getrennt wird)!
  • Die Polizei fordert niemals Geldbeträge oder Wertgegenstände am Telefon ein! Fremden Personen niemals Geldbeträge oder Wertgegenstände übergeben oder diese an einem vorgegebenen Ort deponieren!
  • Informationen über finanzielle oder familiäre Verhältnisse niemals am Telefon mitteilen!
  • Nicht am Telefon unter Druck setzen lassen – Gespräch sofort beenden!
  • Vertrauensperson hinzuziehen: Mit Familienmitglied oder anderen Personen sprechen.

III. Lüneburg: Trickdiebstahl am Autofenster

Nicht zum ersten Mal kam es in den frühen Abendstunden am 3. Juni 2026 zu einem Trickdiebstahl mit Zielrichtung Halsschmuck. Trickdiebe stahlen dabei in der Erwin-von-Witzleben-Straße in Lüneburg die Halskette einer 36-Jährigen. Nach Angaben der Frau hatte gegen 18:15 Uhr ein dunkler Pkw Kombi neben ihr gehalten. Die Frau wurde an das Fahrzeugfenster gewunken. Während die Frau in ein Gespräch verwickelt wurde, legte eine weitere Person ihr eine Halskette an. Dann fuhren die Personen weg. Dass bei dem Griff an den Hals ihre eigene Halskette gestohlen worden war, stellte die 36-Jährige erst danach fest.

IV. Lüneburg: Drogenermittler stellen größere Mengen Kokain, Amphetamine, Tabletten und Cannabis sicher

Gegen den Drogenhandel in Lüneburg gingen Ermittler erneut in den Morgenstunden am 4. Juni 2026 vor. Bereits in den letzten Wochen und Monaten waren mehrfach Wohnungen durchsucht worden. Mit Beschluss des Amtsgerichts Lüneburg durchsuchten die Ermittler die Wohnungen zweier 25 und 54 Jahre alter Männer im östlichen Lüneburger Stadtgebiet. Die beiden Lüneburger, die bereits seit geraumer Zeit im Visier der Ermittler waren, sind verdächtig, verschiedene Betäubungsmittel in Kaltenmoor, der Innenstadt und im weiteren Stadtgebiet zu verkaufen.

Bei den Durchsuchungen der zwei Wohnungen sowie weiterer Räumlichkeiten stellten die Beamten unter anderem gut 800 Gramm Kokain, größere Menge Amphetamine, mehrere hundert Tabletten, gut 600 Gramm Cannabis, Verpackungsmaterial, größere Bargeldsummen, Unterlagen und Datenträger sicher. Der 25-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen und Maßnahmen dauern an.

Mehr Information und Kontakt

  • Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen: https://www.pd-lg.polizei-nds.de/
  • Online-Wache der Polizei: https://portal.onlinewache.polizei.de/
    Diebstahl immer anzeigen: Das geht einfach und schnell bei der Online-Wache.
  • Lüne-Blog: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für Lüneburg: Weniger Kriminalität, Aufklärungsquote angestiegen – 21.03.2026
    Prävention wirkt: Fast 10 Prozent weniger Straftaten, deutlich weniger Fahrrad-Diebstähle, eine höhere Aufklärungsquote – bei der Polizeinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen freut man sich über die positive Entwicklung. Die erfolgreichen Kampagnen sollen fortgeführt werden. Denn: „Jede Tat hinterlässt Spuren – bei den Opfern, ihren Familien und in unserer gesamten Gesellschaft. Wir als Polizei tun alles, um Täterinnen und Täter zu ermitteln und Straftaten zu verhindern“, so die Leitende Polizeidirektorin der Polizeiinspektion, Stefanie Lerche. 
Grafik: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen: Plakat zur Kampagne Taschendiebstahl-Prävention.

Grafik: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen: Plakat zur Kampagne Taschendiebstahl-Prävention.

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