Innovationsagentur Niedersachsen. Foto: Landkreis Lüneburg.

Regionale Wirtschaft stärken: Innovationsagentur Nordostniedersachsen gegründet

Beratung zu Digitalisierung und Klimaeffizienz, Wissens- und Technologietransfer – das soll die neue Innovationsagentur Niedersachsen als Nachfolgerin für das Netzwerk ARTIE übernehmen. Sie soll kleine und mittlere Unternehmen in Nordost-Niedersachsen stärken und Betrieben besseren Zugang zu Fördermöglichkeiten verschaffen.


Mitteilung von: Landkreis Lüneburg
Am: 29.09.2022
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Foto: Landkreis Lüneburg


Regionale Wirtschaft stärken: Innovationsagentur Niedersachsen gegründet

Foto: Landkreis Lüneburg. Das Foto zeigt alle Landräte des ehemaligen Regierungsbezirkes Lüneburg, die die Innovationsagentur mit gegründet haben. Darunter, als Vertreter des Landkreises Lüneburg, Landrat Jens Böther (6. von rechts, Mitte), der zukünftige Geschäftsführer der neuen Innovationsagentur, Thomas Knaack, (2. von links), und der zukünftige Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Bernd Lütjen aus dem Landkreis Osterholz (4. von rechts).

Kleine und mittlere Unternehmen stärken, Wissens- und Technologietransfer in der Region fördern, innovatives Potenzial erkennen und Betrieben einen besseren Zugang zu Fördermöglichkeiten verschaffen: Das sind einige der Ziele, die zehn Landkreise aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg mit der jetzt erfolgten Gründung der Innovationsagentur Nordostniedersachsen verfolgen.

Ausbau des Regionalen Netzwerks für Technologie, Innovation und Entwicklung (ARTIE)

Sitz der neuen Gesellschaft, in der die bisherigen Aktivitäten des ARTIE (Regionales Netzwerk für Technologie, Innovation und Entwicklung) verstetigt und weiter ausgebaut werden sollen, wird das verkehrsgünstig gelegene Buchholz in der Nordheide im Landkreis Harburg.

Bei der Innovationsagentur wird es sich um alles rund um das Thema Innovation drehen. Sie stellt einen wichtigen Mittler zwischen den Wirtschaftsförderungen der Landkreise Celle, Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade, Uelzen und Verden und den Unternehmen dar.

Wissen und Informationen für kleine und mittlere Unternehmen

Dabei geht es in erster Linie darum, innovatives Wissen vor allem an kleine und mittlere Unternehmen weiterzugeben. Dabei geht es nicht nur um „Hightech“, sondern um viele Themen von Unternehmen, die sich nicht unbedingt um das Kerngeschäft drehen, wie Digitalisierung oder Klimaeffizienz.

Unter dem Dach der neuen Agentur werden verschiedene Projekte angesiedelt, wie zum Beispiel die Kooperation im Bereich der Wasserstoffwirtschaft.

Es geht aber zum Beispiel auch darum, Synergien zu schaffen und kreisübergreifend innovative Ansätze aufzugreifen, die einzelne Landkreise nicht realisieren könnten. So wird eine gemeinsame Grundlage für eine professionelle Innovationsförderung in Nordostniedersachsen geschaffen.

Beratungsangebot für Unternehmen wird weitergeführt

Das Beratungsangebot für die Unternehmen wird, wie unter ARTIE auch schon, von einer beauftragten Gesellschaft – derzeit ist dies die Firma Technologiezentrum Elbe-Weser, kurz TZEW, aus Stade – durchgeführt. Die darüber hinaus gehenden Aktivitäten, die bislang durch Mitarbeitende des Landkreises Osterholz betreut wurden, werden künftig von den Beschäftigten der Agentur wahrgenommen.

Die bisherige Zufriedenheit der Unternehmen mit dem Beratungsangebot ist sehr hoch, gleiches gilt für die Nachfrage. Ebenfalls ein Grund, die Aktivitäten des Netzwerkes mit Gründung der Innovationsagentur nun weiter zu professionalisieren.

Warten auf Förderentscheidung des Landes Niedersachsen

Für die Unternehmen wird der Wissens- und Technologietransfer auch in Zukunft kostenlos zur Verfügung stehen. Zurzeit läuft ein Ausschreibungsverfahren zur Fortsetzung der Services der Beratungsgespräche bei den kleinen und mittleren Unternehmen vor Ort. Die tatsächliche Beauftragung ab Januar 2023 hängt aber noch von der Förderentscheidung des Landes Niedersachsen ab.

In Celle stellte sich den Landräten der beteiligten Landkreise jetzt der zukünftige Geschäftsführer der Agentur, Thomas Knaack aus dem Landkreis Lüneburg, vor.

Neuer Geschäftsführer: Thomas Knaack, zuletzt Samtgemeinde Bardowick

Nach Banklehre und Studium mit Abschluss als Master für Business Development arbeitete Thomas Knaack zuletzt bei der Samtgemeinde Bardowick als Leiter der Stabsstelle für Finanzcontrolling, Berichtswesen und Drittmittelmanagement. Er freut sich auf seine neue Aufgabe.

„Die neue Position ist ein echter Traum für mich, bei dem ich meine Berufs- und Studienerfahrungen voll einbringen kann“, so Knaack. „Bereits während meiner langjährigen Tätigkeit in einer Bank hatte ich viel mit Gründerinnen und Gründern und innovativen Unternehmen Kontakt und durch meine Zeit in der Samtgemeindeverwaltung sind mir kommunale Abläufe und das Fördermittel-Management vertraut. Im Studium habe ich mich außerdem mit betrieblichen Innovationsprozessen und den Fallstricken, die sich bei der Umsetzung ergeben, beschäftigt“, schildert Knaack seinen Hintergrund.

Bis Jahresende zwei weitere Stellenbesetzungen

Bis Ende des Jahres sollen nun alle wesentlichen administrativen Voraussetzungen geschaffen und die zwei weiteren Stellen der Innovationsagentur besetzt werden.

Künftiger Aufsichtsratsvorsitzender der Innovationsagentur soll der Osterholzer Landrat Bernd Lütjen werden, der auch schon in der Vergangenheit bei ARTIE koordinierend aktiv war. „Mit der Gründung der neuen Gesellschaft geht die Region Lüneburg einen wichtigen Schritt in die Professionalisierung der bisherigen Zusammenarbeit der ARTIE“, ist Lütjen überzeugt.

Beteiligte Landkreise: Wirtschaftsregion Nordostniedersachsen weiter stärken

Auch die Landräte der beteiligten Landkreise freuen sich: „Die Innovationsagentur ermöglicht uns, gemeinsam im Verbund und zusammen mit wichtigen regionalen Partnern, wie den Kammern und Hochschulen, flexibler und frühzeitiger auf Entwicklungen reagieren zu können. Unser übergreifendes Ziel dabei ist es, die Wirtschaftsregion Nordostniedersachsen weiter zu stärken.“


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