Foto: Hansestadt Lüneburg. Straßenschäden in der Straße Schaperdrift in Oedeme.

Hier wird gebaut: Schaperdrift in Oedeme, St. Nikolaihof und Spielplatz „Auf der Rübekuhle“

Ab 20. Juli 2026 ist die Straße Schaperdrift in Oedeme voll gesperrt, die Sanierung ist dringend notwendig. Am gleichen Tag startet eine Online-Umfrage zum Spielplatz Auf der Rübekuhle. Zweien Varianten stehen zur Wahl. Und in Bardowick freut man sich über die Verlängerung der Förderung für den St. Nikolaihof. 


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 10./14./15.07.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg.


Schaperdrift in Oedeme wird saniert – ab 20. Juli 2026 voll gesperrt

Friedhof vorübergehend nicht mit dem Auto anfahrbar

Foto: Hansestadt Lüneburg. Die Straße Schaperdrift ist dringend sanierungsbedürftig.

Die Straße Schaperdrift in Oedeme wird ab Montag, 20. Juli 2026, zwischen Oedemer Weg und der Einmündung Schaperdrift, Hausnummern 2–10, saniert. Die Fahrbahn weist in diesem Bereich zahlreiche, teils tiefe Schlaglöcher auf, die nicht mehr instandgesetzt werden können. Die Maßnahme soll voraussichtlich rund zwei Wochen dauern. In dieser Zeit ist der betroffene Abschnitt im Schaperdrift für den Auto- und Radverkehr vollständig gesperrt. Wer zu Fuß oder schiebend mit dem Rad unterwegs ist, kann die  Baustelle passieren. Die Bauarbeiten finden in den Sommerferien statt, um Einschränkungen für das Schulzentrum Oedeme sowie die umliegenden Sportanlagen möglichst gering zu halten. 

Erreichbarkeit

Der Friedhof Oedeme kann während der Bauzeit nicht mit dem Auto angefahren werden. Die anliegenden Grundstücke bleiben fußläufig erreichbar, eine Befahrbarkeit mit dem Auto kann nicht gewährleistet werden. Anliegende wurden vorab über die Maßnahme informiert. Sie werden gebeten, auf die Parkplatzanlagen des Schulzentrums Oedeme auszuweichen.

Für Rettungswagen und Feuerwehr wird es eine provisorische Rettungsgasse im Baufeld geben, um die Erreichbarkeit der Grundstücke in Notfällen zu gewährleisten. Die voraussichtlichen Baukosten belaufen sich auf rund 200.000 Euro.

Jahrzehntelanger Sanierungsstau – Priorisierung nach Schadenslage und Bedeutung im Verkehrsnetz

Die Situation im Schaperdrift ist kein Einzelfall: Viele Erschließungsstraßen erreichen nach einem jahrzehntelangen Sanierungsstau zunehmend ihr zeitliches Nutzungsende. Im Zuge der Haushaltsaufstellung 2027 wird die Hansestadt deshalb einen Kostenrahmen für die dringliche Sanierung von betroffenen Erschließungsstraßen anmelden. Beschließen wird dazu der künftige Rat der Hansestadt. 

Einen solchen Masterplan hatte die Verwaltung bereits 2024 für Hauptverkehrsstraßen auf den Weg gebracht. Im Rahmen dessen wurden in diesem Jahr Teile der Boecklerstraße und der Schomakerstraße saniert. Aktuell laufen die Arbeiten an der Artlenburger Landstraße. Priorisiert werden die Straßen nach Schadenslage und Bedeutung der Straße im Lüneburger Verkehrsnetz.

Stadt und Landkreis informieren: Die aktuellen Baumaßnahmen

II. Spielplatz „Auf der Rübekuhle“ wird umgestaltet – Online-Umfrage startet am 20. Juli 2026

Im kommenden Jahr soll der Spielplatz „Auf der Rübekuhle“ in Lüneburgs Altstadt in Teilen erneuert werden. Die Hansestadt beteiligt Kinder, Jugendliche und Anwohnende jetzt mit einer Online-Umfrage an der künftigen Gestaltung des Spielplatzes. Ab Montag, 20. Juli, bis zum 10. August 2026 können Interessierte ihre Stimme für eine von zwei Varianten zur Umgestaltung abgeben. Außerdem können Wünsche und Anregungen für die Umgestaltung eingebracht werden.

Spielplatz erneuern und Baumbestand erhalten

Ziel der Planung ist es, den Spielplatz zu erneuern und zugleich den bestehenden Baumbestand zu erhalten. 

  • Variante 1: Eine neue Sitzinsel und eine Pflanzinsel auf der Fläche des ehemaligen Pavillons sollen möglichst viel neue Grünfläche schaffen und Flächen entsiegeln. Neue Spielmöglichkeiten sollen ein Kletterspielgerät mit Rutsche und ein inklusiver Spieltisch bieten. Die übrigen Flächen werden unter Berücksichtigung des dichten Baumbestandes behutsam instand gesetzt. Das Bestandspflaster im Norden soll gemeinsam mit Jugendlichen bunt gestaltet werden.
  • Variante 2: Hier soll das Bestandspflaster im Norden ergänzt werden, um eine größere Aufenthaltsfläche zu schaffen. Mit neuen Sitzelementen und der bestehenden Tischtennisplatte sollen hier auch größere Kinder und Jugendliche einen attraktiven Treffpunkt finden. Die Fläche des ehemaligen Pavillons wird auch hier begrünt. Zum Spielen sind ein inklusives Spielgerät mit Rutsche und ein Spieltisch vorgesehen. Auch hier ist eine gemeinsame Gestaltung des nördlichen Pflasters mit Jugendlichen vorgesehen.

Einladung zur Online-Beteiligung

Die Hansestadt Lüneburg freut sich über zahlreiche Rückmeldungen, insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Familien. Aushänge am Spielplatz mit QR-Code führen ebenfalls zur Umfrage.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Spielplatz Auf der Rübekuhle.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Spielplatz Auf der Rübekuhle. Die Holzraupe hat schon bessere Tage gesehen. 

III. Förderung für den St. Nikolaihof in Bardowick wird erweitert und verlängert

„Das ist eine sehr gute Nachricht für alle, die sich seit Jahren für den Erhalt des Nikolaihofs einsetzen“, erklärt die stellvertretende Gemeindedirektorin von Bardowick, Sandra Ahlers. Der Antrag auf Verlängerung des Förderzeitraums und Erhöhung der Fördermittel für den St. Nikolaihof in Bardowick wurde genehmigt. Damit wird die Sanierung im Rahmen des Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ bis zum Jahr 2034 weitergeführt.

Hoher denkmalpflegerischer Wert des Ensembles

Ausschlaggebend für die Erweiterung und Verlängerung der Förderung ist der hohe denkmalpflegerische Wert des Ensembles. Der führte dazu, dass nach und nach weitere erhaltenswerte Gebäude in die Sanierung aufgenommen wurden. Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf rund 11,4 Millionen Euro. Rund 7,6 Millionen Euro – also ein Förderanteil von zwei Dritteln – werden von Bund und Land bereitgestellt. Den restlichen Eigenanteil muss die Hospitalstiftung St. Nikolaihof aufbringen.

Hansestadt Lüneburg und der Flecken Bardowick freuen sich über die Verlängerung des Förderzeitraums. „Die Förderung gibt uns die nötige Planungssicherheit, um die denkmalgerechte Sanierung weiterzuführen und den begonnenen Weg erfolgreich abzuschließen“, betont Lüneburgs Baudezernentin Maja Lucht.

Nächste Maßnahmen: Provisorat und Herrenpfründnerhaus

Im nächsten Abschnitt werden das Gebäude Provisorat und das Gebäude 19d (Herrenpfründnerhaus) umfassend saniert. Außerdem werden die Arbeiten an den Freianlagen fortgeführt.

Der Name „Provisor“ bezeichnete den vom Rat eingesetzten Aufseher, der den Güterbesitz des Hospitals verwaltete. Dieses Amt wurde als Ehrenamt ausgeübt. Mitte des 16. Jahrhunderts entstand für den Provisor das sogenannte Provisorat, das aus dem Wirtschaftsteil von 1551 und dem Sommerhaus von 1559 besteht. Das Sommerhaus diente dem Provisor dabei als vorübergehender Aufenthaltsort. Nach Abschluss der Baumaßnahmen soll das Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aktuell ist vorgesehen, das Sommerhaus als Café und den Wirtschaftsteil als Multifunktionsraum zu nutzen. 

Hintergrund: Blick in die Geschichte

Der St. Nikolaihof in Bardowick wurde erstmals im Jahr 1251 urkundlich erwähnt und entstand als Hospiz für an Lepra erkrankte Menschen aus Lüneburg. Die Einrichtung weit vor den Toren Lüneburgs diente der Unterbringung und Versorgung der Erkrankten. Heute zählt er zu den geschichtlich und denkmalpflegerisch bedeutendsten Anlagen der Region. Der über Jahrhunderte gewachsene Gebäudebestand prägt das Ortsbild Bardowicks und ist ein bedeutendes Zeugnis sozialer Fürsorge und städtebaulicher Entwicklung.

Das Gesamtensemble steht unter Denkmalschutz und befindet sich im Eigentum der Stiftung Hospital St. Nikolai, vertreten durch die Hansestadt Lüneburg. Für die notwendige Sanierung wurde der Nikolaihof im Jahre 2009 in das Städtebauförderungsprogramm des Bundes und der Länder aufgenommen. Erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, so die Sanierung des Alten und Neuen Männerhauses (heute durch die Bücherei der Samtgemeinde Bardowick genutzt), die Sanierung des Herrenpfründnerhauses, des Organistenhauses und die Herstellung verschiedener Freiflächen.

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Foto: Hansestadt Lüneburg. St. Nikolaihof Bardowick, Luftbild.

Foto: Samtgemeinde Bardowick. St. Nikolaihof Bardowick, Luftbild.

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