IGS-Kreideberg: Neuer Schulcampus beschlossen – Außenstelle für die Oberstufe im Roten Feld
Das Schulgebäude der IGS Kreideberg ist zu klein und sanierungsbedürftig. In der Sitzung am 21. Mai 2026 sprach sich der Rat einstimmig für den Neubau eines Schulcampus neben dem bestehenden Schulgebäude aus. Der erfolgreiche Start der gymnasialen Oberstufe verschärft die Raumnot. Die Oberstufe soll im nächsten Schuljahr in eine Außenstelle am Wilschenbrucher Weg im Stadtteil Rotes Feld kommen.
Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 22.05.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Grafik: moka-Studio.
I. Masterplan für die IGS-Kreideberg beschlossen: Stadt wird neuen Schulcampus bauen
Grafik: moka-studio. Die Ideenskizze zeigt eine mögliche Gestaltungsvision des Schulstandorts.
Bildung hat für Lüneburg hohe Priorität. Das hat der Rat mit den Beschlüssen zum Bildungspakt und zur Ausweitung des Ganztagsangebots unterstrichen. Am Standort der IGS Kreideberg besteht besonderer Handlungsbedarf: Das Schulgebäude ist zu klein, funktional überholt und nur eingeschränkt erweiterbar.
Die Stadtverwaltung hatte im Rahmen eines Masterplans zwei Varianten geprüft und der Politik vorgestellt: Sanierung im Bestand oder Neubau. In der Sitzung am 21. Mai 2026 sprach sich der Rat einstimmig für den Neubau eines Schulcampus neben dem bestehenden Schulgebäude aus. Geprüft werden soll von der Verwaltung, wie der Neubau gegenüber dem aktuellen Zeitplan beschleunigt werden kann.
Perspektivisch werden rund 1200 Schüler:innen erwartet
Die IGS Kreideberg ist gut nachgefragt. Derzeit besuchen rund 880 Schülerinnen und Schüler die Schule, erwartet werden etwa 1.200. Mit der neuen gymnasialen Oberstufe steigt der Raumbedarf zusätzlich. „Die IGS Kreideberg ist eines der zentralen Projekte im Bildungspakt der Hansestadt Lüneburg und eine dringende Investition in die Bildungsinfrastruktur der kommenden Jahrzehnte“, sagt Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. „Hier geht es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen Kinder und Jugendliche bestmöglich lernen und sich entwickeln können.“
Schule arbeitet seit Jahren mit Provisorien, Gebäude nicht barrierefrei
„Das pädagogische Konzept der Schule ist zukunftsfähig, die Gebäudeinfrastruktur ist es leider nicht“, sagt Maja Lucht, Fachbereichsleiterin Hochbau und designierte Stadtbaurätin. Der bestehende Bau stammt aus den 1970er Jahren. Seit Jahren arbeitet die Schule mit Provisorien, nutzt Container und Flächen in der benachbarten Grundschule, die dort künftig für den Ganztag benötigt werden. Es fehlen Unterrichts- und Fachräume, Flächen für Ganztag, ausreichend Sanitäranlagen. Die Technik ist veraltet, Barrierefreiheit nicht gewährleistet.
Neubau bietet die besseren Voraussetzungen
Die Verwaltung hatte zwei Varianten untersucht: Eine Sanierung mit Teilneubauten und einen Neubau eines Schulcampus. Der Neubau auf der heutigen Sportplatzfläche bietet aus Sicht der Verwaltung pädagogisch, wirtschaftlich und organisatorisch die besseren Voraussetzungen. Während der Bauzeit könnte der Unterricht weitgehend im Bestandsgebäude fortgeführt werden. Nach Fertigstellung würde das alte Gebäude zurückgebaut und auf der frei werdenden Fläche ein neuer Sportplatz entstehen.
Der Rat folgte dieser Empfehlung einstimmig. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planungen zu konkretisieren, ein Raumprogramm zu erarbeiten und Fördermöglichkeiten zu prüfen. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt der künftigen Haushaltsberatungen.
Bauarbeiten für Oberstufenzentrum bereits begonnen
Bereits begonnen haben die Bauarbeiten für das neue Oberstufenzentrum an der IGS. Es entsteht ein zweigeschossiges Schulgebäude in nachhaltiger Holzbauweise zwischen der IGS Kreideberg und der Grundschule Kreideberg. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand bis Ende 2028 geplant.
Vorgesehen sind zwölf Unterrichtsräume, dazu Neben- und Sanitärräume. Das Erdgeschoss soll zusätzlichen Platz für die KredO-Stadtteilarbeit bieten.
Masterpläne für vier weitere Schulen in Vorbereitung
Der Masterplan IGS ist Teil des Bildungspaktes, den der Rat am 12. März 2026 beschlossen hat. Dieser sieht eine Priorisierung von Schulbauvorhaben vor und Masterpläne für die Grundschule Hermann Löns, die Oberschule Wasserturm, die Herderschule und das Johanneum. Wie bei der IGS Kreideberg besteht an diesen Schulen akuter Handlungsbedarf, so dass die Vorhaben priorisiert werden. Die Verwaltung wird dieMasterpläne jetzt sukzessive erarbeiten und der Politik vorlegen.
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II. IGS Kreideberg bekommt vorübergehend Außenstelle im Wilschenbrucher Weg
Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Kreideberg wächst und erfreut sich seit ihrer Gründung zum Schuljahr 2019/2020 großen Interesses bei Schülerinnen, Schülern und Eltern. Durchgehend fünfzügige Jahrgänge in der Sekundarstufe I und der erfolgreiche Start der gymnasialen Oberstufe mit aktuell drei Klassen im elften Jahrgang verschärfen die vorhandene Raumnot. Um den zusätzlichen Raumbedarf für die kommenden Jahrgänge abdecken zu können, bekommt die IGS vorübergehend eine Außenstelle für die gymnasiale Oberstufe. Das hat der Verwaltungsausschuss der Hansestadt am 19. Mai 2026 beschlossen.
Elfter Jahrgang aktuell in den Räumen der Grundschule, Kapazitäten reichen aber nicht aus
Aktuell ist der elfte Jahrgang der IGS in Räumlichkeiten der Grundschule Kreideberg untergebracht. Für zwei Jahrgänge im Schuljahr 2026/2027, den neuen elften und den künftigen zwölften Jahrgang, reichen die Kapazitäten am Kreideberg allerdings nicht aus. „Es ist der Verwaltung ein Anliegen, die Oberstufenschüler der IGS weiterhin gemeinsam an einem Standort zu unterrichten“, erläutert Marvin Miekautsch, Bereichsleiter Schulen bei der Hansestadt Lüneburg, die Entscheidung für eine Außenstelle. „Gleichzeitig ziehen wir so Räume an der Grundschule Kreideberg frei.“
Bis das neue Oberstufenzentrum fertig ist, soll die Oberstufe am Wilschenbrucher Weg unterkommen
Die Raumsituation an der IGS wird sich mit dem Bau des Oberstufenzentrums verbessern. Den Startschuss dafür gab es Anfang 2026 – die Fertigstellung ist bis Ende 2028 geplant. Bis dahin soll die gymnasiale Oberstufe der IGS Kreideberg vorübergehend in Räumen der Leuphana Universität am Wilschenbrucher Weg im Stadtteil Rotes Feld unterkommen.
„Die Stadt hat diese Räume gemietet. Aktuell nutzt die Wilhelm-Raabe-Schule sie für ihre gymnasiale Oberstufe“, so Miekautsch. Unter anderem aufgrund gesunkener Schülerzahlen benötigt das Gymnasium die Räume jedoch nicht mehr im vollen Umfang. Eine gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten durch beide Schulen lässt sich gut ermöglichen, die Verwaltung ist hierzu im guten Austausch mit beiden Schulen.
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- Hier wird gebaut: IGS Kreideberg – 31.10.2025
Auf dem Parkplatzgelände der IGS Kreideberg starten die Vorarbeiten für den Oberstufen-Neubau. Entstehen soll ein zweigeschossiges Schulgebäude in nachhaltiger Holzbauweise auf dem Gelände zwischen der IGS Kreideberg und der Grundschule Kreideberg. Die Hansestadt Lüneburg als Schulträger schafft damit dringend benötigte Kapazitäten, insbesondere für die Oberstufe der IGS. - Gymnasiale Oberstufe für IGS Kreideberg: Neue Klassen brauchen mehr Räume – 24.02.2025
Am 10. Januar 2025 hatte das Regionale Landesamt der Hansestadt die Genehmigung für eine gymnasiale Oberstufe an der IGS Kreideberg erteilt. Doch wohin mit den neuen Klassen? Ein Neubau ist in Planung. Im Schulausschuss am 18. Februar 2025 informierte die Verwaltung über mögliche Übergangslösungen.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Im Wilschenbrucher Weg bekommt die IGS Kreideberg eine Außenstelle. Dort werden ab dem kommenden Schuljahr die Schüler:innen der Oberstufe unterrichtet.
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