Leuphana Universität: Erinnern ohne Zeitzeugen – Ausstellung mit multimedialer Klangkunst am 23. April 2026
Wenn es immer weniger Zeitzeug*innen gibt, die über Holocaust und Nationalsozialismus berichten – wie kann man dann erinnern? Eine oft unterschätzte Rolle spielt der Klang: Geräusche, Stimmen und Musik. Zum Abschluss eines Forschungsprojekts stellen die Teilnehmenden ihre Ergebnisse vor am Donnerstag, 23. April 2026, in der Leuphana Universität.
Mitteilung von: Pressestelle Leuphana Universität – Am: 14.04.2026
Online: https://www.leuphana.de/news/ – Foto: Philip Bachmann.
Erinnern ohne Zeug*innen: Ausstellung an der Leuphana Universität zum Abschluss eines Forschungsprojekts
Foto: Philip Bachmann. Erstellung eines Tondokuments am PC.
Donnerstag, 23. April 2026, 12:30-16:00 Uhr – Kunstraum, Leuphana Universität Lüneburg, Universitätsallee 1, 21335 Lüneburg
Wie kann Erinnerung gestaltet werden, wenn es zunehmend weniger Zeitzeug*innen gibt, die aus erster Hand über den Holocaust und die Zeit des Nationalsozialismus berichten können? In der sogenannten „Post-Witness Era“ gewinnen neue mediale, künstlerische und räumliche Formen des Erinnerns Bedeutung. Eine bislang oft unterschätzte Rolle spielt dabei der Klang: Geräusche, Stimmen und Musik.
Öffentliche Präsentation am 23. April 2026
Damit beschäftigte sich das Forschungsprojekt „Musikalische und klangliche Erinnerungsräume in der Post-Witness Era: Erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus in Niedersachsen“ von Prof. Dr. Monika Schoop und Dr. Thomas Sebastian Köhn. Zum Abschluss des Projektes sind alle Interessierten herzlich zum Besuch einer multimedialen Galerie eingeladen. Besucher*innen können hier am Donnerstag, 23. April 2026, unterschiedliche Formate klanglicher Erinnerung erkunden.
Vorstellung von Soundproduktionen und künstlerischen Arbeiten
Präsentiert werden unter anderem Ergebnisse aus Höranalysen, studentische Soundproduktionen, experimentelle Audioguides und Podcasts. Darüber hinaus werden künstlerische Arbeiten vorgestellt:
- Inge Mandos, Sängerin des Ensembles WAKS, gibt Einblicke in ihre musikalische Arbeit mit historischen Aufnahmen von Zeitzeug*innenstimmen.
- Der multimediale Künstler Christoph Dahlberg präsentiert Sound Art, die Elemente von Ambient und Noise mit Erinnerungsarbeit verbindet.
- Shaun Hermel, Historiker und stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Hannover-Ahlem, berichtet aus der Kooperation mit dem Forschungsprojekt und gibt Einblicke in die Erprobung studentischer Arbeiten vor Ort, daraus resultierende Potenziale und Herausforderungen.
- Auch ein im Projekt entstandener Sammelband, der im Herbst 2026 erscheint, wird vorgestellt und zeigt exemplarisch die Bandbreite künstlerischer und wissenschaftlicher Zugänge zur auditiven Erinnerungskultur.
Mehr Information und Kontakt
Die Veranstaltung findet statt am 23. April 2026 von 12:30 bis 16:00 Uhr im Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg. Der Eintritt ist frei. Interessierte sind herzlich eingeladen.
- Leuphana Universität: Kunstraum

Grafik: Leuphana Universität. Lageplan. Der Kunstraum befindet sich in Gebäude 25, auf dem Plan rechts von der Bibliothek.
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Lünepedia: Leuphana Universität Lüneburg
Die Leuphana Universität Lüneburg ist eine staatliche Universität in Trägerschaft einer Stiftung öffentlichen Rechts in Lüneburg. Ihre Schwerpunkte in der Forschung liegen in den Bereichen Bildung, Kultur, Nachhaltigkeit sowie Management und Entrepreneurship.
In der Lehre hat sie ein für Deutschland ungewöhnliches, stark interdisziplinäres Studienmodell etabliert, mit einem College für das Bachelorstudium, einer Graduate School für die Verbindung von Master- und Promotionsstudium und einer Professional School für das Weiterbildungsstudium.
Die Universität Lüneburg wurde im Jahre 1946 ursprünglich als Pädagogische Hochschule Lüneburg gegründet und zählt mit rund 10.000 Studierenden und 1100 Beschäftigten zu den mittelgroßen Universitäten in Deutschland (Stand Wintersemester 2022/23).
Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Leuphana_Universität_Lüneburg
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