Wölfe. Foto: René, Pixabay.

Echemer Zauntag: Wolfs-Management und Herdenschutz am 4. Juni 2026

„Ein sachgemäß errichteter Zaun ist das wichtigste Element zum Schutz von Schafen und anderen Weidetieren vor Übergriffen durch Wölfe“, weiß Lüchow-Dannenbergs Amtstierärztin Dr. Katharina Schulze. Beim bundesweiten Echemer Zauntag im Landkreis Lüneburg am 4. Juni 2026 informieren wieder eine Vielzahl von Verantwortlichen und Ausstellern über aktuelle Möglichkeiten und innovative Lösungen. 


Mitteilung von: Landwirtschaftskammer Niedersachsen – Am: 16.04.2026
Online: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/news/ – Foto: Beispielbild, Pixabay.


Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Echemer Zauntag am 4. Juni 2026 – Herdenschutz und Wolfsmanagement

Foto: René, Pixabay. Wolfspaar im Wald.

Donnerstag, 4. Juni 2026, 10:00-17:00 Uhr – Landwirtschaftliches Bildungszentrum (LBZ), Landesstraße 2a, 21379 Echem 

Wie lassen sich Weidetiere effektiv vor Wölfen schützen – auch an Deichen? Welche neuen Ansätze gibt es für den Herdenschutz? Die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen lädt am Donnerstag, 4. Juni 2026, ein zum 2. Echemer Zauntag. Zu der bundesweiten, ganztägigen Veranstaltung sind Verantwortliche aus dem Bereich Tierhaltung in Haupt- und Nebenerwerb, aus dem Bereich Naturschutz, Zuständige in Kommunen und allgemein Interessierte herzlich eingeladen ins Landwirtschaftliche Bildungszentrum in Echem (Landkreis Lüneburg).

Aktuelles und Innovatives im Bereich Herdenschutz

Bei der Veranstaltung werden aktuelle Informationen und innovative Lösungsansätze im Bereich Wolfsmanagement und Herdenschutz vorgestellt. Zahlreiche Unternehmen und Aussteller präsentieren praktische Produkte und Lösungen für Weidezaunbau und Tierhaltung – von automatisierten Wickeltechniken bis modernen digitalen Systemen zur Zaunkontrolle. Fachpersonal aus verschiedenen Bundesländern und Dachverbänden steht für Austausch und individuelle Beratung zur Verfügung.

Herdenschutz anderswo: Was macht die Schweiz?

Start ist am Vormittag mit einem Austausch über Herdenschutz in Niedersachsen und der Schweiz. Am Nachmittag gibt es Vorführungen und Vorstellung von Projekten. Stände informieren über Zaununterhaltung, Herdenschutz am Deich, Smart Farming, eine Musterzaunanlage, Weidetore und mehr.

Landkreis Lüchow-Dannenberg: Halterinnen und Halter aus dem Landkreis ebenfalls eingeladen

29.05.2026

Lüchow-Dannenbergs Amtstierärztin Dr. Katharina Schulze wirbt für die Veranstaltung. In diesem Jahr waren bereits zwei Wolfsrisse im Kreisgebiet zu verzeichnen. Aber: „Im Landkreis Lüchow-Dannenberg entsprach in den letzten Jahren der vorhandene Schutz bei nur knapp der Hälfte aller Nutztierrisse den Anforderungen eines wolfsabweisenden Zaunes“, so Dr. Schulze. Der Zauntag soll aufzeigen, wie bestehende Zäune angepasst oder neu errichtet werden können, um einen effektiven Schutz vor dem Wolf zu gewährleisten. „Eingeladen sind daher auch alle Weidetierhaltende aus unserem Kreis.“

Mehr zum Thema

  • NDR: Schonzeit endet: „Problemwölfe“ sollen bald geschossen werden dürfen – 26.05.2026
    „Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) stellte am 26. Mai 2026 die zwei Säulen der Bejagung vor: Wo Herdentiere gerissen oder Zäune übersprungen werden, dort dürfen ab 1. Juli Jungwölfe, die Schaden anrichten, sowie ab 1. November auch erwachsene ‚Problemwölfe‘ per Schnellabschuss getötet werden. Das Ganze laufe dann automatisch und unbürokratisch, so die Ministerin.“
  • Landwirtschaftsministerium Niedersachsen: Wolf ins Bundesjagdrecht aufgenommen – Die wichtigsten Fragen und Antworten  
    Am 2. April 2026 ist das Bundesjagdgesetz in Kraft getreten. Niedersachsen begrüßt die Aufnahme des Wolfs in das Gesetz grundsätzlich, da der Weidetierschutz ein gemeinsames, wichtiges Ziel der Landesregierung ist. Auf Schadereignisse soll künftig schnell, rechtssicher und unbürokratisch mit gezielten Entnahmen reagiert werden können. Der Schutz der Weidetiere soll durch gezielte Bejagung schadstiftender Wölfe und ggf. Wolfsrudel unterstützt werden. Gleichzeitig soll der Erhaltungszustand der Art Wolf gewährleistet bleiben. Die Jagd entspricht derzeit einem jagdrechtlich modifizierten Schnellabschussverfahren.
  • Lüne-Blog: Wolfsmanagement: Landkreise fordern effektive Maßnahmen von Umweltminister Meyer – 24.04.2024
    Verwaltungschefs aus 12 betroffenen Landkreisen trafen sich am 22. April 2024 mit Niedersachsens Umweltminister Meyer in Uelzen. Ihre gemeinsame Forderung: Effektive Maßnahmen zum Wolfsmanagement. Nötig seien „rechtssichere Verfahren mit bundes- und europaweiter Akzeptanz“, so Landrat Jens Böther, der die Resolution des Lüneburger Kreistags überreichte.
Wolfsmanagement - Treffen der Landkreisvertreter in Uelzen, 22.04.2024. Foto: Landkreis Lüneburg.

Foto: Landkreis Lüneburg. Übergabe der Resolutionen zum Wolfsmanagement am 22. April 2024 in Uelzen an Umweltminister Meyer. Von links: Dezernent Dr. Martin Dehrendorf (Landkreis Friesland), Erster Kreisrat Gerald Höhl (Landkreis Celle), Erster Kreisrat Josef Nießen (Landkreis Harburg), Landrat Tobias Heilmann (Landkreis Gifhorn), Landrat Holger Heymann (Landkreis Wittmund), Prof. Dr. Hubert Meyer (Hauptgeschäftsführer Niedersächsischer Landkreistag), Landrat Jens Böther (Landkreis Lüneburg), Landrat Marco Prietz (Landkreis Rotenburg (Wümme)), Umweltminister Christian Meyer, Landrat Dr. Heiko Blume (Landkreis Uelzen), Landrat Olaf Meinen (Landkreis Aurich), Landrat Kai Seefried (Landkreis Stade) und Landrat Jens Grote (Landkreis Heidekreis). Foto: Landkreis Lüneburg.

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