Blitzer-Bilanz 2025 im Landkreis Lüneburg: Ziel ist „Vision Zero“
„Zu hohe Geschwindigkeiten sind weiterhin der häufigste Grund für Unfälle. Unser Ziel bleibt die ‚Vision Zero‘, also null Verkehrstote und Verletzte im Kreisgebiet“, erklärt Sven Bretthauer vom Landkreis Lüneburg. Geblitzt wird deshalb vor allem an Unfallschwerpunkten. Teils wurden letztes Jahr Tempolimits trotzdem nicht beachtet, insgesamt ist die Summe der Bußgelder aber zurückgegangen. Wie die Unfallstatistik zeigt, ist es bis zum Ziel „Vision Zero“ jedoch noch ein weiter Weg.
Mitteilung von: Landkreis Lüneburg – Am: 15.04.2026
Online: https://www.landkreis-lueneburg.de – Foto: Blitzer am Straßenrand. Symbolbild, Pixabay.
Landkreis Lüneburg: Blitzer-Bilanz für 2025 gemischt – Vergleich mit 2024 schwierig
Jedes Frühjahr zieht der Landkreis Lüneburg Bilanz: Wie oft haben die Blitzer im vergangenen Jahr ausgelöst? Wo haben die Messungen besonders viele Verstöße festgestellt? Der Vergleich der Blitzerbilanz 2025 mit den Vorjahren ist aber aufgrund externer Faktoren schwierig. „Die stationäre Anlage in Häcklingen beispielsweise war wegen der ganzjährigen Bauarbeiten auf der Lüneburger Ostumgehung nur einen kleinen Teil des Jahres im Einsatz“, erläutert Sven Bretthauer, Fachdienstleiter für Verkehrsangelegenheiten. 2024 wurden dort noch 10.158 Verstöße festgestellt, 2025 waren es aufgrund der Baustellen nur 1.156 Verstöße.
Zwei Blitzeranhänger fielen wegen Vandalismus zeitweise aus – dort gab es dennoch deutlich mehr Verstöße
Im Herbst vergangenen Jahres wurden zudem zwei der vier Blitzanhänger des Landkreises zum Ziel von Vandalismus. Dadurch fielen sie für längere Zeit aus. Dennoch stellten die Anhänger beinahe doppelt so viele Verstöße fest wie noch im Vorjahr, 25.175 zu 13.463. „Das zeigt, dass die Positionierung der Anhänger an Unfallschwerpunkten richtig ist“, so Bretthauer, „und wir hoffen, dass mehr Fahrerinnen und Fahrer ihr Verhalten entsprechend anpassen.“ Die Blitzanhänger werden in Kürze wieder im Einsatz sein und die Messungen an Unfallschwerpunkten wieder aufnehmen.
Rückgang der Einnahmen – viele Menschen sind langsamer unterwegs
Die Einnahmen aus den Verwarn- und Bußgeldern gingen von 3.116.233,51 Euro im Jahr 2024 auf 2.585.406,70 Euro zurück. Das liegt zum Teil an den Ausfällen der Anlagen, hat aber auch erfreuliche Gründe: „Verglichen mit dem Vorjahr sind die Verstöße durchschnittlich geringer, die Menschen waren also rund um unsere Blitzer langsamer unterwegs.“ Sven Bretthauer sieht das positiv: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn zu hohe Geschwindigkeiten sind weiterhin der häufigste Grund für Unfälle. Unser Ziel bleibt die ‚Vision Zero‘, also null Verkehrstote und Verletzte im Kreisgebiet.“
Hintergrund: Mehr Verkehrssicherheit als Ziel – „Vision Zero“
Im Landkreis Lüneburg werden regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Besonders auf unfallgefährdeten Straßenabschnitten und vor Alten- und Pflegeeinrichtungen, Kindergärten und Schulen ist die Einhaltung des Tempolimits zum Schutz der anderen Verkehrsteilnehmenden wichtig. Im Landkreis Lüneburg sind drei stationäre Messeinrichtungen auf der Bundesstraße 209 und drei auf der Lüneburger Ostumgehung installiert. Zum Einsatz kommen zusätzlich vier semistationäre Messeinrichtungen und ein mobiles digitales Laserscanner-Messsystem.
Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Aus den Einnahmen der Verwarn- und Bußgelder werden in erster Linie die Geräte, deren Wartung und das Personal für deren Bedienung sowie die Ahndung der Verstöße bezahlt, Überschüsse fließen in den Haushalt des Landkreises.
- Landkreis Lüneburg: Geschwindigkeitskontrollen
Hier findet sich auch eine tagesgenaue Übersicht über die Standorte der mobilen Blitzer.
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Grafik: Polizeiinspektion Lüneburg. Verkehrsunfallstatistik 2025 für den Landkreis Lüneburg. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis hat um knapp 5 Prozent zugenommen. Trotz „Vision Zero“ starben 2025 sieben Menschen mehr als im Vorjahr, die Zahl der Leichtverletzten hat um 6 Prozent zugenommen.
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