Hansestadt-News: Sperrungen zum Stadtfest, Beschwerde über Autobahn GmbH, Baustellen-Planung
Am Mittwochmorgen, 3. Juni 2026, starten die Vorbereitungen fürs Stadtfest – mit Einschränkungen im Verkehr. Ab 1. Juni sperrt die Autobahn GmbH die A39 Richtung Hamburg zwischen Lüneburg Nord und Handorf. Und die Stadt berichtet, mit welchen Herausforderungen die Zuständigen kämpfen, um jährlich 1.400 Anträge für Baumaßnahmen zu koordinieren.
Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 27./29.05.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg.
I. Stadtfest Lüneburg: Sperren, Umleitungen, Sicherheitskonzept
Stadtfest 2025 – Blick über das Rathaus auf den Marktplatz (Luftbild).
Vom 4. bis 7. Juni 2026, erstmals vier Tage lang, feiert Lüneburg Stadtfest – mit Live-Musik, Mitmach-Aktionen, Familienprogramm, Erlebnis-Sonntag, Beachclub und weiteren Aktionen. Bereits ab Mittwoch, 3. Juni, kommt es vorbereitend zu Änderungen im Verkehr. Die Hansestadt bittet alle Gäste, die Hinweise vor Ort zu beachten – und am besten zu Fuß, mit dem Rad oder Bus zum Fest zu kommen. Für Nachtschwärmer fährt ein spezieller Nachtbus.
Wer mit dem Auto kommen möchte, sollte dem Parkleitsystem folgen und die öffentlichen Parkhäuser nutzen. Weitere Stellplätze gibt es unter anderem an den Sülzwiesen und am Kreidebergsee.
Straßensperren in der Innenstadt – verstärktes Sicherheitskonzept
Der Platz Am Sande wird für die Aufbauarbeiten ab 3. Juni, 9 Uhr, gesperrt. Rund um die Veranstaltungsbereiche in der Innenstadt ist die Zufahrt während des Programms ebenfalls gesperrt. Lüneburg Marketing GmbH und die Hansestadt Lüneburg haben die Sicherheitsmaßnahmen ergänzt: Eingesetzt werden zusätzliche mobile Fahrzeugsperren und umlegbare Segmente, die manuell bedient werden und berechtigten Fahrzeugen eine kontrollierte Zufahrt ermöglichen.
Parken in der Innenstadt: Ab Mittwoch Sperrungen
Wegen der Aufbauarbeiten müssen in Reitende-Diener-Straße, Rote Straße, Wallstraße, Bardowicker Straße, Haagestraße und Friedenstraße ab Mittwoch, 3. Juni, Parkplätze gesperrt werden. Auch die Parkplätze am Marienplatz und am Marktplatz, auf denen abends Autos stehen dürfen, können ab Mittwoch nicht mehr genutzt werden. Die Behinderten-Parkplätze Am Markt, An der Münze und in der Waagestraße entfallen ab dem 3. Juni um 18 Uhr. Ersatz gibt es in der Reitende-Diener-Straße am Amtsgericht. Die Sülzwiesen werden zum Parken freigegeben.
Busverkehr: Entfallende Haltestellen im Innenstadtbereich
Während des Stadtfestes werden vom 3. Juni, 6 Uhr, bis zum 8. Juni 2026, 6 Uhr, einzelne Haltestellen nicht bedient:
Die Haltestelle Am Sande wird in die Rote Straße auf Höhe des Clamartparks verlegt.
Der Halt Am Sande fällt ersatzlos weg für folgende Linien:
- Die Linie 5009 fährt direkt zwischen den Haltestellen Rotes Tor in der Barckhausenstraße und Bahnhof/ZOB. Die Linien 5201, 5600 und 5700 fahren direkt zwischen den Haltestellen Stadttheater in der Lindenstraße und Bahnhof/ZOB.
Die Haltestellen am Bürgeramt und am Rathaus entfallen ebenfalls.
- Die Linien 5019, 5200 und 5202 bedienen stattdessen die Haltestellen Reichenbachplatz und Am Springintgut. Die Linie 5005 bedient die Haltestellen Reichenbachplatz und Schomakerstraße. Die Linie 5251 in Richtung Lüneburg endet an der Haltestelle Am Graalwall.
- Alle Informationen zu den Busverbindungen: https://www.moin-lg.de
Taxenstände ziehen etwas weiter an den Rand der Innenstadt
Der Taxenstand vor der Commerzbank Am Sande zieht ab 2. Juni 2026, 18 Uhr, in die Wallstraße. Der Taxenstand Bei der St. Johanniskirche entfällt. Taxen warten ab Dienstag in der Straße Bei der Ratsmühle. Der Taxenstand Am Markt wird ab dem 4. Juni in die Reitende-Diener-Straße/Ecke Am Ochsenmarkt verlegt. Weitere Ersatzstände gibt es während der Festtage in der Kurzparkzone in der Bardowicker Straße (außerhalb der Fußgängerzone) und in der Ilmenaustraße.
- Stadtfest Lüneburg – Programm und mehr: https://www.lueneburg-feiert.de/
- Lüne-Blog: Feste, Märkte und Flohmärkte in Lüneburg und Region – Juni 2026
II. A39-Vollsperrung Richtung Hamburg vom 1. bis 13. Juni 2026: Hansestadt Lüneburg fordert, Bauarbeiten zu verschieben
Wie die Autobahn GmbH am 26. Mai 2026 mitteilte, wird der Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord und Handorf in Richtung Hamburg vom 1. bis voraussichtlich 13. Juni 2026 gesperrt. Die Fahrbahndeckschicht weist über die gesamte Breite und Streckenlänge zahlreiche Schadstellen auf und muss dringend erneuert werden, so die Autobahn GmbH. Um die Arbeiten schneller abzuwickeln, wird der Streckenabschnitt Richtung Hamburg dafür komplett gesperrt.
- Autobahn GmbH: A39: Deckschichtsanierung – Sperrung der Richtungsfahrbahn Hamburg zwischen Lüneburg-Nord und Handorf
OB Kalisch: „Schlag ins Gesicht“ für Pendelnde
Die Hansestadt Lüneburg kritisiert die kurzfristig bekanntgegebene Sperrung. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für die vielen Berufspendler*innen“, betont Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. „Ich kann nicht nachvollziehen, wie derart unabgestimmt Bundesvorhaben ohne Rücksicht auf lokale Bedürfnisse und Interessen geplant werden.“
Keine Information im Vorfeld
Die Hansestadt war darüber erst durch Medienberichte informiert worden. In vorherigen Gesprächen war lediglich von einer Wochenendmaßnahme die Rede gewesen – einen konkreten Zeitpunkt hatte die Autobahn GmbH nicht genannt. „Gerade während der Qualitätsoffensive die wichtigste Straßenverbindung nach Hamburg vollständig zu sperren, ist nicht akzeptabel“, so Kalisch.
In einem Schreiben an Ministerpräsident Olaf Lies und Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne fordert sie nun dringend eine Verschiebung der Maßnahme. Denn zeitgleich ist bereits der Bahnverkehr auf der Strecke Hamburg-Hannover wegen der Qualitätsoffensive eingeschränkt.
Erhebliche Belastung und Staus befürchtet – auch Schienenersatzverkehr betroffen
Neben den Auswirkungen auf den Pendelverkehr befürchtet die Stadt auch erhebliche Belastungen durch Umleitungsverkehr besonders im Bereich der Anschlussstelle Lüneburg-Nord. Aus der Stadt kommenden Fahrzeuge treffen hier auf die, die wegen der Vollsperrung die Autobahn verlassen müssen. Die Folge sind lange Rückstaus und verlängerte Fahrzeiten nach Norden. Das betrifft auch die Busse des Schienenersatzverkehrs.
OB Kalisch: Bauarbeiten verschieben bis zum Abschluss der Qualitätsoffensive
In ihrem Schreiben an Tonne und Lies bittet die Hansestadt nun um Unterstützung. Ziel müsse es sein, die Bauarbeiten auf der A39 bis nach Ende der Qualitätsoffensive zu verschieben. „Wir erwarten eine bessere Abstimmung zwischen den beteiligten Akteur*innen auf Bundes- und Landesebene sowie die Berücksichtigung der berechtigten Interessen der betroffenen Kommunen und ihrer Bürgerinnen und Bürger“, so Kalisch.
Stadt und Landkreis informieren: Die aktuellen Baumaßnahmen
- Hansestadt Lüneburg: Aktuelle Baustelleninformationen und offizieller WhatsApp-Kanal
- Landkreis Lüneburg: Baustellenreport
- MOIN: Informationen zum Busverkehr
III. Baustellen in Lüneburg – Schritt für Schritt zur einer modernen Infrastruktur
In der Hansestadt und im Umfeld wird aktuell an vielen Stellen gebaut. Verkehrswege, Leitungen, Kanäle, Bushaltestellen werden fit für die Zukunft gemacht. Dabei lässt sich nicht immer vermeiden, dass zwingend notwendige Maßnahmen parallel stattfinden, insbesondere wenn verschiedene Akteure tätig sind.
Drei Baustellen wirken sich dabei besonders auf die Verkehrsführung im Stadtgebiet aus:
– die Maßnahme der Deutschen Bahn an der Bahnbrücke in der Bleckeder Landstraße,
– die Arbeiten von Stadt und AGL in der Dahlenburger Landstraße
– und die gerade begonnene Baustelle mit Vollsperrung in der Soltauer Straße zwischen Heidkamp und Munstermannskamp. Dort erneuert die Stadt die Brücke über dem Bahngleis in Richtung Soltau und die Avacon verstärkt das Stromnetz.
Hintergrund: Notwendige Sanierungsmaßnahmen
Grund für die erhöhte Bautätigkeit sind notwendige Infrastrukturmaßnahmen. Ob Straßenbau, Brückensanierung, der Ausbau von Strom- und Wärmenetzen oder die fortschreitende Digitalisierung mit dem Glasfaserausbau: Es gibt einen Sanierungsstau. „Hier gilt für Lüneburg, was bundesweit gilt: Vieles ist in die Jahre gekommen und muss jetzt sukzessive erneuert werden“, erklärt Kalisch. Die Hansestadt rechnet daher auch in den kommenden Jahren mit einer erhöhten Bautätigkeit.
Zugleich bedeutet jede Baustelle eine Beeinträchtigung. Eine Alternative gibt es jedoch nicht: „Diese Bauprojekte sind unverzichtbar und sie zeigen, dass in Lüneburg viel passiert“, so Kalisch. „Sanierungsmaßnahmen sind wichtig, um Lüneburgs Infrastruktur in einem guten und leistungsfähigen Zustand zu erhalten.“
Jährlich rund 1.400 Anträge zu verkehrsrechtlichen Genehmigungen
Mit Blick auf die Vielzahl der Maßnahmen lässt sich nicht vermeiden, dass Baustellen gleichzeitig stattfinden. Im Bereich Baustellen und Genehmigungen laufen mittlerweile jährlich rund 1.400 Anträge zu verkehrsrechtlichen Genehmigungen für Baustellen auf. Dabei gilt es, die Beeinträchtigungen im Straßenverkehr möglichst gering zu halten und die Baustellen mit ihren individuellen Zeitplänen und Unwägbarkeiten bestmöglich zu koordinieren.
Aufwändige Koordinierungs- und Planungsaufgabe
Für jede Baustelle müssen die Auswirkungen auf das gesamte Verkehrssystem in Lüneburg geprüft werden. Alternative Wege für Rad-, Fuß- und Autoverkehr sind zu schaffen, etwaige Schleichverkehre mitzudenken und Belästigungen für Anwohnende sowie Einschränkungen für Gewerbetreibende möglichst gering zu halten. Ziel ist es auch, die Belange von Fuß- und Radverkehr in der Baustelleneinrichtung noch besser zu berücksichtigen, damit auch bei nur kurzen Baustellen eine gute Passierbarkeit gegeben ist.
Echte Herausforderung für den Bereich Baustellen und Genehmigungen
Das alles ist eine echte Herausforderung bei der stetig wachsenden Anzahl an Baustellen im Stadtgebiet. Abgestimmt werden müssen zudem die vielen Baumaßnahmen im Landkreis und auf Landes- und Bundesstraßen. Diese werden von anderer Seite geplant und genehmigt, haben aber ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Verkehrsfluss in der Hansestadt. Die Fachbereiche Tiefbau, Ordnung und Mobilität stehen daher in regelmäßigem Austausch mit dem Landkreis, der Landesbehörde für Straßenbau und örtlichen Auftraggebern wie der Avacon, um größere Baumaßnahmen möglichst im Vorfeld miteinander abzustimmen.
Im Ergebnis bedeutet das: Allen Beteiligten wird ein hohes Maß an Flexibilität abverlangt. Für Einwohnende sind die Hintergründe oft nicht sichtbar und das Verständnis für Verzögerungen ist dementsprechend gering. Die Hansestadt erläutert daher die Hintergründe und wirbt um Verständnis.
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- Hansestadt Lüneburg: Baustellen in Lüneburg – Schritt für Schritt zur einer modernen Infrastruktur – 27.05.2026
Stadt und Landkreis informieren: Die aktuellen Baumaßnahmen
- Hansestadt Lüneburg: Aktuelle Baustelleninformationen mit Baustellen-FAQ und offizieller WhatsApp-Kanal
- Landkreis Lüneburg: Baustellenreport
- MOIN: Informationen zum Busverkehr
Stadtfest 2026 – Übersichtsplan

Grafik: Lüneburg Marketing GmbH. Übersichtsplan Stadtfest 2026. Mehr Information: https://www.lueneburg-feiert.de/
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