Foto: Ingrid und Werner Lowin / Gorleben Archiv e.V. Zur Kulturellen Landpartie 2015 setzt ein Landwirt ein Zeichen mit seinem Trecker.

Rundlingsmuseum Wendland: „Mächtig stören. Trecker im Gorleben-Protest“ – 11. Juni – 1. November 2026

Fast fünf Jahrzehnte Protestgeschichte – und im Mittelpunkt als tragendes Element des Widerstands: Der Trecker. Eine neue Sonderausstellung im Rundlingsmuseum Wendland in Lübeln macht sichtbar, welche zentrale Rolle die ländliche Bevölkerung im Gorleben-Protest spielte. Drei begleitende Veranstaltungen laden ein zum Erinnern und Erzählen.


Mitteilung von: Landkreis Lüchow-Dannenberg – Am: 26.05.2026
Online: https://www.luechow-dannenberg.de/ – Foto: Ingrid und Werner Lowin / Gorleben Archiv e.V.


Ausstellung „Mächtig stören. Trecker im Gorleben-Protest“ – 11. Juni bis 1. November 2026

12. Juni bis 1. November 2026 – Rundlingsmuseum Lübeln, Bundesstraße 493 zwischen Lüchow und Küsten

Fast fünf Jahrzehnte Protestgeschichte – und im Mittelpunkt ein tragendes Element des Widerstands: Der Trecker. Das zeigt eine neue Sonderausstellung vom 12. Juni bis 1. November 2026 im Rundlingsmuseum Wendland in Lübeln. Fotografien, Plakate und ausgewählte Objekte veranschaulichen den kreativen und entschlossenen Einsatz von Treckern im jahrzehntelangen Anti-Atom-Widerstand rund um Gorleben. 

Zentrale Rolle der ländlichen Bevölkerung

Die Ausstellung macht sichtbar, welche zentrale Rolle Landwirtinnen, Landwirte und die ländliche Bevölkerung im Gorleben-Protest spielten. Trecker waren dabei viel mehr als landwirtschaftliche Fahrzeuge: Sie wurden zu Symbolen des Widerstands, zu Werkzeugen des gewaltfreien Protests auf der Straße und zu Ausdrucksformen regionaler Identität und solidarischen Handelns.

Dokumente aus dem Gorleben Archiv e.V.

Die Fotografien entstanden meist spontan aus der Menge heraus. Festgehalten sind Momente der Blockaden und Trecks und Spuren der Polizeieinsätze. Die Ausstellung veranschaulicht, wie sich bäuerliches Selbstverständnis, politische Haltung und kreative Aktionsformen miteinander verbanden. Alle Fotografien sind Abzüge aus dem 2001 gegründeten Gorleben Archiv e.V., das Bilder und Dokumente als Zeugnisse der Geschichte des Atomstandorts Gorleben sammelt und bewahrt.

Mehr Information 

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 17 Uhr. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei. 
Zugänglich ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Museums im Parum-Schultze-Haus: Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10-17 Uhr (Montag Ruhetag).

Begleitprogramm: Drei Veranstaltungen zum Erinnern und Erzählen

Begleitend zur Ausstellung lädt das Museum zu drei Veranstaltungen ein.

18. Juni 2026, 17 Uhr: Offene Gesprächsrunde zu persönlichen Erinnerungsstücken

Die Teilnehmenden sind eingeladen, persönliche Erinnerungsstücke wie Fotografien, Plakate, Flyer oder auch anderes mitzubringen. Gemeinsam soll es einen offenen Austausch geben: Welche Geschichte und welche Erinnerungen verbergen sich hinter dem mitgebrachten Gegenstand? Wie wurde die Zeit des Protests persönlich erlebt? Welche Erinnerungen sollen festgehalten werden für spätere Generationen?

27. August 2026, 17 Uhr: Landwirtinnen und Landwirte im Gespräch

Die Menschen, die mit ihren Treckern den Widerstand im Wendland geprägt haben, berichten von konkreten Aktionen und Blockaden mit Treckern, die in der Ausstellung fotografisch dokumentiert sind. Im moderierten Gespräch geht es um Motivation, Herausforderungen und die Auswirkungen ihres Engagements.

8. Oktober 2026, 17 Uhr: Fotografinnen und Fotografen im Gespräch

Die Fotografinnen und Fotografen der Ausstellung geben Einblick in ihre Arbeit und berichten von besonderen Momenten bei der Dokumentation der vielen kreativen Trecker-Aktionen. Welche Motivation begleitete die oft jahrelange fotografische Beobachtung und welche privaten Erlebnisse und Erinnerungen wollen sie teilen?

Foto: Ingrid und Werner Lowin / Gorleben Archiv e.V. 22. November 2005: Nach der Blockade bei Grippel wird ein Trecker weggehoben.

Foto: Ingrid und Werner Lowin / Gorleben Archiv e.V. 22. November 2005: Nach der Blockade bei Grippel wird ein Trecker mit dem Kran weggehoben.

Foto: Ingrid und Werner Lowin / Gorleben Archiv e.V. November 2005: Die Flagge Gorleben soll leben weht auf einem Trecker.

Foto: Ingrid und Werner Lowin / Gorleben Archiv e.V. November 2005: Die Flagge „Gorleben soll leben“ weht auf einem Trecker.

Lünepedia: Anti-Atom-Bewegung

Die Anti-Atom-Bewegung nimmt innerhalb der Umweltbewegung eine wichtige Position ein. Lüneburg hatte und hat hierbei eine längere Tradition, insbesondere auch aufgrund der Nähe zum Wendland und damit dem Atomlager Gorleben.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Anti-Atom-Bewegung

Ergänzung oder Korrektur? Bitte Mail an redaktion@luene-blog.de – danke!
Lüne-Blog veröffentlicht Pressemitteilungen, Berichte und Veranstaltungshinweise von Parteien, Verbänden und Zusammenschlüssen: https://luene-blog.de/ueber-uns/

Lüne-Blog kannst du auch lesen bei:

Lüne-Blog bei Telegram Mastodon

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Im Rahmen der DSGVO notwendige Bedingungen - bitte lesen und akzeptieren:
Wenn du das Formular abschickst, werden Name, E-Mail-Adresse und der eingegebene Text in der Datenbank gespeichert. Für weitere Informationen wirf bitte einen Blick in die Datenschutzerklärung: mehr

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.